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Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Rega P6


Mit Leichtigkeit

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Briten sagt man ja nach, dass sie gerne alles ein bisschen anders machen: Sie fahren auf der linken Seite, tragen seltsame Kopfbedeckungen und ihre Küche, na ja ... Dass Rega Briten sind, kann man schon an ihrer Produktpalette erkennen: Je höher ein Laufwerk in der Nomenklatur angesiedelt ist, desto leichter wird es

Mal im Ernst: Als ich den aktuellen Rega P6 ohne seinen Glasteller anheben wollte, ist er mir fast aus der Hand gerutscht, weil ich mit viel zu viel Schwung an dieses Fast-Nichts an Masse herangegangen bin. Definitiv keine MDF-Zarge, sondern etwas anderes, viel Leichteres. Und Steiferes. Aber eben nicht so offensichtlich anders wie bei dem klar sichtbar aus einen geschäumten Kunststoff bestehenden RP10 damals. Zwei extrem dünne und steife Kunststofflaminatplatten bilden den oberen und unteren Abschluss, dazwischen aufgeschäumtes Polyurethan als leichter und stabiler Träger. Durch die elegante, mattgraue Oberfläche ist dieser Aufbau natürlich nicht sofort zu erkennen, deswegen entschuldige ich meine erwähnte Fehlleistung auch gleich mal selbst. Wie wir es seit ein paar Jahren von Rega kennen, sorgen gelochte Aluminiumplatten für die endgültig starre Verbindung zwischen Tellerlager und Tonarmbasis. Die Zarge wird von drei der noch relativ neuen Rega-Aluminiumfüße getragen. Der Synchronmotor sitzt beim neuen P6 in einem nach unten hin abgeschirmten Gehäuse in der Zarge. Die Kraftübertragung auf den präzise gefertigten Metallsubteller erfolgt über den weißen Rundriemen, den es für die kleinere Plattenspieler nur als Upgrade gibt.

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Irgendwelche Unsauberkeiten in Sachen Drehzahl hat man bereits an der Quelle beseitigt: Mit dem zum Lieferumfang gehörenden neuen Netzteil „NEO PSU“ generiert sich der P6 einfach seinen eigenen Strom. Das kennt man ja schon von diversen Spitzenmodellen anderer Hersteller und auch von den „großen“ Plattenspielern Regas. Aber dass ein Spieler, der ohne Tonabnehmer auf einen unverbindlichen Verkaufspreis von 1.299 Euro kommt, ein DSP-gesteuertes Netzteil mitbringt, das ist neu. Das Netzteil und der eingebaute Motor werden aufeinander eingemessen. Der Motor dankt es mit einem noch etwas ruhigeren Lauf. Die Geschwindigkeitswahl wird komfortabel am PSU geregelt, ebenso wie die Feineinstellung der beiden Drehzahlen, falls das einmal nötig werden sollte. Und wo wir gerade bei Neuigkeiten sind: Auch in Sachen Tellerlager hat sich etwas getan. Die neue Bronze-Lagerbuchse ist noch mal präziser gefertigt und sogar zum Patent angemeldet. Vor allem die Reibung im Lager ist noch einmal deutlich zurückgegangen – auch hier hat man sich die Werte der eigenen Spitzenlaufwerke zum Vorbild genommen, die freilich mit einem sehr teuren Keramiklager ausgestattet sind. Der Hauptteller ist aus zwei Lagen Glas zusammengesetzt: Eine klare Scheibe und eine mattierte.

Preis: um 1299 Euro

Rega P6


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