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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Seismograph Professional - Seite 3 / 4


Mensch und Maschine

Das Tellerlager ist von klassischer Bauart, sprich: Die Lagerhülse steckt in der Basis, die Achse im Plattenteller. Oder in diesem Falle in einem großformatigen Aluminiumzylinder, der am unteren Ende einen Kragen trägt; hierauf ruht der Teller. Die Achse ist ein hartes Stahlmodell mit recht großem Durchmesser – ich schätze so zwölf Millimeter – und angeschliffener Kalotte. Die Achse steckt in einer dauergeschmierten Hülse aus Lagerbronze. Ich persönlich war geneigt, dort ordentlich Öl einzufüllen, der Konstrukteur winkte jedoch ab: Der in den Flanken der Hülse eingelagerte Schmierstoff soll den Job dauerhaft in Griff haben. Die vertikalen Kräfte nimmt eine sehr kleine Kugel (vermutlich keramischer Natur) auf, die in einer Vertiefung am Boden der Lagerhülse ihr Dasein fristet. Unser Testmuster hat schon reichlich Betriebsstunden hinter sich, die Unterseite der Lagerachse zeigt keinerlei sichtbare Spuren davon. Das Lager ist dem Job offensichtlich problemlos gewachsen. Den Antrieb besorgt eine links vom Teller angeordnete Motordose. Dabei handelt es sich um einen schweren Aluminiumzylinder, dessen Job im Wesentlichen darin besteht – schwer zu sein.

Unter einem Blech an der Oberseite kommt ein recht niedliches Synchronmotörchen zum Vorschein, das den schweren Teller jedoch ohne Probleme zügig auf Touren bekommt – und das ohne in der Beschleunigungsphase irgendwelche unerfreulichen Geräusche von sich zu geben, was mich definitiv überrascht hat. Versorgt wird der Antrieb von einem Steckernetzteil klassischer Bauart. Sprich: kein Schaltnetzteil, sondern eines mit konventionellem Transformator. Der Motor braucht die 50-Hertz-Wechselspannung, die ein Schaltnetzteil nicht liefern kann. Das zwischengeschaltete Kästchen mit Schalter und Leuchtdiode dürfte ansonsten im Wesentlichen nichts enthalten – ich hab‘s nicht aufgeschraubt. Bedingt durch die Art der Antriebssteuerung entfällt die Möglichkeit zur Drehzahlfeineinstellung; wer 45 Umdrehungen will, der muss den Antriebsriemen manuell auf die größere Riemenscheibe bugsieren. Die Drehzahlen passen, laut 300-Hertz-Stroboskop zieht der Teller gleichmäßig und korrekt seine Bahnen. Die Position des Motors ist in Grenzen variabel: Sollte die Drehzahl wegen verschleißbedingter Abnahme des Riemendurchmessers mal nicht mehr passen, lässt sich das zumindest ein wenig durch Ändern der Riemenspannung ausgleichen. Der Riemen ist ein transparentes, ziemlich elastisches Silikonmodell.

Preis: um 22000 Euro

Seismograph Professional


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Holger Barske
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Datum 17.12.2017, 10:00 Uhr