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Kategorie: Plattenspieler USB

Einzeltest: Audio-Technica AT-LP1240USB - Seite 3 / 4


Das Ding aus einer anderen Welt

Und dabei ist der Plattenteller des Audio Technica wahrlich kein Kindergartenmodell: Unter der Slipmat – so heißt die harte Filzauflage bei DJ-Maschinen – kommt ein zur Bedämpfung gummiertes Alugussteil zum Vorschein, das die MDF-Teller der HiFi-Einsteigerdreher ziemlich alt aussehen lässt. Und was haben wir als ganz normale Stereo- Benutzer von diesen Features? Absolut gar nichts. Jedoch es fasst sich gut an, hilft vorsichtigen Naturen beim Wechseln der Platte und vermittelt überzeugend den Eindruck eines drehmomentstarken Antriebs. Wo der Teller gerade ab ist, werfen wir mal einen Blick auf den Motor, der all das möglich macht. Dessen beweglicher Teil – gemeinhin Rotor genannt – ist ein Magnetring unterhalb des Tellers. Der knapp zehn Zentimeter durchmessende flache Zylinder bewegt sich im Betrieb in geringem Abstand zum im Chassis angebrachten Gegenstück, dem Stator. Hierbei handelt es sich in erster Linie um elf ringförmig angebrachte Elektromagnete, die dank entsprechend versetzter Ansteuerung für den Vortrieb sorgen. Audio Technica nennt das Ganze einen sechzehnpoligen Dreiphasenmotor – warum auch immer. Das Feeling der Antriebssektion ist ein komplett anderes als das bei jedem „normalen“ Plattenspieler und ich muss gestehen, dass das einen gewissen Haben-Wollen-Reflex bei mir auslöst: Das geht alles so leicht und locker, da kann man als „Bohrinselbetreiber“ schon mal neidisch werden. Okay.

Geschwindigkeitseinstellung mit umschaltbaren Regelbereichen – brauchen wir nicht. Drehzahlumkehr – schon mal gar nicht. Das Stroboskop ist gut fürs Gewissen, dient im „Quartz“-verriegelten Betrieb nur als Funktionskontrolle – alle drei Drehzahlen stehen wie eine Eins. Kommen wie zum Tonarm. Das ist ein klassisch kardanisch gelagerter, s-förmiger Metallarm mit abnehmbarem Headshell – erfreulicherweise hält sich die DJ-Welt hier an den SME-Standard. Der Arm verfügt über eine Antiskating-Einrichtung (per Feder verstellbar) und – das ist überraschend – eine komfortable Höhenverstellung. Zu deren Betätigung muss man einen Sperrhebel auf der Armbasis lösen und kann die Basis durch Verdrehen des großen Einstellrings feinfühlig in der Höhe verstellen. Das macht bis auf eine Ausnahme einen sehr guten Eindruck, und diese Ausnahme sind die Tonarmlager: Die Kugellager sind in beiden Ebenen viel zu lose eingestellt. Was den Arm hier präzise in der Spur halten soll – keine Ahnung. Einstellmöglichkeiten gibt’s offensichtlich, davon jedoch würde ich dem ungeübten Endanwender ernsthaft abraten. Eine Angabe zur effektiven Masse -– Fehlanzeige, jene sollte sich jedoch im mittleren Bereich bewegen.

Preis: um 600 Euro

Audio-Technica AT-LP1240USB


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