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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: James Cotton – Take Me Back (Blind Pig Records)


James Cotton – Take Me Back

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James Cotton ist einer der stärksten Bluesmänner der zweiten Reihe – er ist nie so populär geworden wie ein Willie Dixon oder Muddy Waters, für den er immerhin zwölf Jahre lang die Mundharmonika bedient hat. Sein Schritt zur eigenen Band fiel Mitte der 60er-Jahre zusammen mit der Blues-Renaissance, die Künstler wie Alexis Korner oder die Rolling Stones verursacht hatten. Nach dem Ende des Bluesboom wurden die Veröffentlichungen von Mister „Superharp“ seltener – erst in den 80er- und 90er- Jahren wurde ihm später Erfolg zuteil. 1987 veröffentlichte er mit „Take Me Back“ ein Album, das sich gegen das Vergessen der großen amerikanische Blues-Tradition wendet und neun klassische Kompositionen enthält. Dabei sind nicht nur langsame Bluesnummern, sondern auch swingende Uptempo-Stücke wie der Opener „My Babe“ aus der Feder Willie Dixons. Cotton überzeugt neben seinem extrem versierten Harmonikaspiel auch durch wandlungsfähigen Gesang (Anspieltipp: „Cloud in My Heart“ von Muddy Waters) und seine bühnengestählte Stimme. Die Band Dixons ordnet sich ihrem Leader unter und spielt sich versiert und inspiriert durch das Programm, für das es immerhin eine Grammy-Nominierung gab – wie übrigens seitdem für fast alle Produktionen Cottons.

Obwohl das Album Ende der 80er-Jahre aufgenommen wurde, klingt es erfreulich unproduziert, durch die etwas beschnittenen Höhen sogar deutlich älter, was aber der Stimmung durchaus zugute kommt. Die Qualität der 180-Gramm-Pressung ist sehr gut.

Fazit

Traditionelles und retrospektives Blues-Album eines der letzten Großen des Genres – klanglich und musikalisch gelungen
James Cotton – Take Me Back (Blind Pig Records)


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