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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Dominic Miller Absinthe (ECM)
Dominic Miller Absinthe
Es gibt nicht viele Musiker, die sich aus dem Windschatten anderer Künstler heraus eine eigene Karriere aufgebaut haben. Dominic Miller gehört zu dieser seltenen Spezies, dessen Solo- Alben von den Fans inzwischen ebenso sehnsüchtig erwartet werden wie die von Sting, von dessen Band er seit langer Zeit fester Bestandteil ist. Dominic Millers Solowerken liegt oft ein bestimmtes Thema zugrunde, so auch seinem ECM-Zweitling „Absinthe“. Die zehn Titel speisen sich aus den impressionistischen Bildern seiner südfranzösischen Wahlheimat, die seiner Theorie zufolge unter dem Einfluss des legendären Wermut-Getränks entstanden sein müssen. Die in Musik übersetzten Bilder versetzen den Hörer in traumhafte Landschaften, denen man so schnell nicht wieder entschweben möchte – eine Fähigkeit von Dominic Millers Kompositionen, die er schon auf seinen vielen anderen Alben zur Geltung gebracht hat. Großen Anteil daran haben aber auch seine Mitspieler, unter denen besonders der Bandoneon-Spieler Santiago Arias hervorsticht, der den Kompositionen das typisch französische Flair einhaucht. Der zweite wichtige Musiker ist Manu Katché, der mit seinem Schlagzeug immer wieder wichtige Akzente setzt. Weitere Mitspieler sind Nicolas Fiszman am Bass und der Level-42-Keyboarder Mike Lindup, der bereits seit vielen Jahren immer wieder auf Dominic Millers Alben zu hören ist. Dieser hat seine Gitarren sowohl mit Stahl- als auch mit Nylonsaiten bespannt und zaubert daraus stimmungsvolle Klangbilder, die dem Gehörgang schmeicheln wie warmes Öl, das am Körper herunterläuft. Es ist nicht ein einzelnes Stück, sondern die Gesamtheit des Albums, die für Glückseligkeit sorgt. Mit „Absinthe“ kann man sich problemlos in Tiefenentspannung versetzen, woran auch der ECM-Klang beteiligt ist.
Fazit
Ein musikalisches Gemälde von hoher Güte, von ECM würdig in Szene gesetzt.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Dominic Miller Absinthe (ECM)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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