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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Tindersticks – Distractions (Inside Out Music)
Tindersticks – Distractions
Mutig. Der 11-minütige Opener „Man Alone (Can’t Stop the Fadin’)” konfrontirt den unvorbereiteten Hörer mit einem einsamen Bassmotiv, auf den erst mal eine naiv-dissonantes Singsang aufbaut, bevor die mit massig Hall und Echo versehene Stimme von Frontmann Stuart A. Staples einsetzt und einen langsamen und dafür umso effizienteren Aufbau hin zu einem repetitiven ersten Refrain einleitet. Nun waren die Tindersticks ja nie Aushängeschilder der federleichten Hppy-Unterhaltungsmusik, wollten das auch nie sein – das machen sie mit diesem Track noch mal ganz schön unmissverständlich klar. Und auch der Rest des Albums – bestehend aus drei herausragenden Cover-Versionen von Neil Young, Dory Previn und den Television Personalities, die von jeweils zwei nicht weniger subtil beeindruckenden Eigenkompositionen eingerahmt werden – ist eine teilweise recht deutliche Abkehr vom warmen, bläserstrahlenden, orchesterschwelgenden Sound der früheren Tindersticks. „Distractions“ gibt sich vergleichsweise spröde, sperrig, dabei aber minimalistisch-effektiv wie im wunderschönen Spoken-Word-Track „I Imagine You“. Textur, Atmosphäre, offene Räume und kompositorische Details verschmelzen auf „Distractions“ virtuos zu einer Klanglandschaft, die es zu entdecken lohnt. Ganz klar: Das hier ist Kopfhörer-Musik. Gut müssen die Teile halt sein, und bitte keine weißen, kabellosen In-Ears „Designed in California/Assembled in China“. Die saubere Pressung macht es möglich.
Fazit
Minimalistische, subtil hypnotischeKategorie: Schallplatte
Produkt: Tindersticks – Distractions (Inside Out Music)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
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