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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Martin Kälberer – Insightout (Jazzhaus Records)
Martin Kälberer – Insightout
Wenn man der Corona-Pandemie Positives abgewinnen möchte, so ist es zum Beispiel der Umstand, dass daraus Alben wie „Insightout“ entstehen. Auf seinen bereits in großer Zahl veröffentlichten Aufnahmen hat Martin Kälberer unter Beweis gestellt, welch großartiger Musiker er ist. Insbesondere seine Solo-Werke sind von großer Strahlkraft, die anscheinend durch die Umstände, die eine pandemische Lage mit sich bringen, in noch größere Höhen getrieben wurde. Dies gelang ihm durch die verordnete Kontaktbeschränkung und die damit verbundene Reduzierung auf das Wesentliche, die er als Grenzerfahrung empfand. Diese ermöglichte ihm einen neuen Blick auf die Dinge und war die Grundlage für die Kompositionen von „Insightout“. Die mit „Part I“ bis „Part VII“ betitelten Stücke sind von durchdringender Intensität, die Martin Kälberer durch sphärische Klänge seines Flügels erzeugt. Diese werden durch Keyboards, Hang und elektronische Effekte zu einem Soundgewand verknüpft, in das man sich nur zu gerne einhüllen lässt. Die von ihm in den Liner Notes erklärte besondere Sorgfalt bei der Produktion, um ein möglichst erfüllendes Erlebnis „Klang“ zu erzielen, hat sich ohrenscheinlich gelohnt. Die Musik klingt voll und warm und ergreift damit beim Empfänger Besitz des gesamten Körpers, insbesondere beim vierten Teil, der mit knapp 16 Minuten die gesamte B-Seite für sich beansprucht. Selten zuvor war Musik so hypnotisch und emotional. Auf der D-Seite werden zwei der zuvor präsentierten Stücke und ein weiteres zusammen mit dem siebenköpfigen Streicher- und Bläser-Ensemble Munich Music Factory in anderem, aber nicht weniger emotionalen Kontext aufgeführt. Die zwei LPs stecken gemeinsam in einem geräumigen Standardcover, sind frei von Produktionsrückständen und klingen hervorragend.
Fazit
Schön, einfach nur schön!Kategorie: Schallplatte
Produkt: Martin Kälberer – Insightout (Jazzhaus Records)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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