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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Mustasch – Silent Killer (Sony Music)
Mustasch – Silent Killer
So eine Kombination können wohl nur die Schweden zu einem geschmackssicheren Ergebnis führen: Amtlicher 1980er-Jahre-Metal mit dezent-güldenem Glam-Cover und einem Bandnamen, der eher Assoziationen an einen deutschen Hip-Hop-Act hervorruft. Mustasch aus Göteborg lassen auf ihrem mittlerweile neunten Studioalbum so ungezügelt die Lust am puren Metal raus, dass es eine wahre Freude ist. Wo Judas Priest auf ihrem letzten Opus für meinen Geschmack etwas zu seicht und in Teilen auch belanglos dahinmusizieren, hauen Mustasch zumindest auf den ersten Tracks von „Silent Killer“ ein Riff nach dem andern raus, das den Briten zeigt, wo der Schmiedehammer hängt – dazu kommen Refrains und Licks, die mich von vergangenen, besseren Metal-Zeiten träumen lassen („Libertà“). Die Songs sind angenehm kurz und auf den Punkt gehalten, da passt alles wie Stahleier in eine Björn-Borg-Unterhose – auch wenn der schwedische Schnurrbart seine besten Stilnoten in den schnelleren Songs gewinnen kann. Mit „Fire“ ist ein etwas zu gewöhnlicher Stampfer mit an Bord, dessen Gast-Star Hank Von Helvete (ex-Turbonegro) zwar ein nettes Gimmick für Fans der besagten Band darstellt, für den Song jedoch keinen Bonus. Der Titeltrack lässt wiederum Judas Priest als Überväter erscheinen, insbesondere weil das „Zu-enge-Hose-Gekreisch“ von Fronter Ralf Gyllenhammar in diesem Track auch wegen der lexikalischen Nähe an „Painkiller“ erinnert. Die Produktion ist fett und dennoch transparent, ohne dass die Limiter und Kompressoren zu sehr ins Kontor schlagen. Da hat jemand einen beeindruckenden Job gemacht.
Fazit
Das Album, das Judas Priest 2018 gerne gemacht hätten.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Mustasch – Silent Killer (Sony Music)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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