Kategorie: Soundbars

Einzeltest: KEF V720W


HiFi-Sound für den Fernseher

Soundbar KEF V720W im Test, Bild 1
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Moderne Flachfernseher klingen leider ab Werk recht dünn und  sind für echten Heimkinosound wenig geeignet. Abhilfe schaffen  zusätzliche Soundsysteme – wie das neue V720W von KEF.

Mangels Volumen ertönt der Sound von Flat-TVs leider meist  dürftig. Für Nachrichten reicht das zwar aus, doch spätestens  wenn ein Film geschaut wird, fehlen den Original-TV-Lautsprechern  definitiv Lautstärke, Dynamik, Tiefgang und Klangqualität. Der Handel bietet diverse Lösungen für dieses Problem: kleine 2.1-Systeme mit  externem Verstärker bis hin zu großen Surround-Anlagen samt  5.1-Lautsprecherset plus AV-Receiver. Viel einfacher zu bedienen und  problemlos zu installieren sind Soundbars, die unter einem Fernseher  aufgestellt oder an die Wand gehängt werden können. Der Lautsprecherspezialist KEF bietet mit dem V720W einen solchen Soundbar, der  dank zusätzlichem Aktiv-Subwoofer potenten Sound verspricht.

V720W


Das ultraflache Design des Soundbars V720W passt mit seinen  Abmessungen von 120 cm Breite, 16 cm Höhe und einer Tiefe von  gut 5 cm perfekt zu Flat-TVs ab einer Größe von 52" – also ideal für  das Heimkino. Im Inneren des „Flachmanns“ arbeiten vier 115-mmTiefmitteltöner, die aufgrund ausgefeilter Chassiskonstruktion trotz  extrem flacher Bauweise einen hohen Schalldruck  erzeugen können.

Soundbar KEF V720W im Test, Bild 2Soundbar KEF V720W im Test, Bild 3
Außerdem finden  sich  zwei 25-mm-Hochtöner im Soundbar,  die dank patentiertem Waveguide über  ein breites Abstrahlverhalten verfügen.  Eine eingebaute Digitalendstufe mit 2 x  50 Watt Leistung versorgt die Chassis im  Soundbar mit Energie. Wie aus der Bestückung zu erkennen ist, handelt es sich  beim V720 um ein zweikanaliges Stereo-System, einen Prozessor für  virtuellen Surroundsound gibt es nicht. KEF hat vielmehr Augenmerk  auf die exzellente Klangqualität des Systems gelegt und verzichtet  bewusst auf klangverändernde Algorithmen. Das KEF-Soundsystem  gibt es wahlweise als V700 oder als V720W; im letzteren Fall gehört ein  aktiver Subwoofer zum Set, der kabellos per  Funkverbindung den Soundbar bei tiefsten Frequenzen wirkungsvoll unterstützen  kann. Der geringe Aufpreis von rund 200  Euro für das V720 ist absolut gerechtfertigt, denn mit einem 200-mm-Tieftöner,  einer 200-mm-Passivmembran und einer  200-Watt-Endstufe bestückt, ist der Subwoofer V-20W des Komplett-Sets ein ernst  zu nehmender Tieftonakrobat.

Praxis


Dank mitgelieferter Befestigungswinkel  bzw. Standfüße lässt sich der Soundbar des  V720W-Sets ganz problemlos entweder an der  Wand befestigen oder stehend vor einem TVGerät auf einem Rack platzieren. Die Verbindung zum TV-Gerät geschieht per HDMI-Kabel, welches sowohl die Tonsignale  zum V720W überträgt als auch das KEFSoundsystem ein- bzw. ausschaltet. Mehr  noch: Eine spezielle Fernbedienung für  das V720W ist nicht nötig, denn Lautstärkeregelung und Ein-Aus-Schaltung  geschehen komplett über die bereits vorhandene Fernbedienung des TV-Gerätes.  Dank der Kommunikation per HDMI-Kabel zwischen Fernseher und V720W  funktioniert dies absolut einwandfrei.  Allerdings: Ganz alte TV-Geräte ohne  HDMI-Anschlüsse lassen sich mit dem  V720 nicht betreiben. Für poblematische Fälle, d.h. der Fernseher hat zwar einen HDMI-Anschluss, sendet darüber aber  keine Tonsignale, steht ein  zusätzlicher optischer Digitaleingang am V720 parat. Die  Signalübertragung zum Subwoofer  geschieht beim V720W per Funk, zumindest  wenn der originale V-20W verwendet wird. Selbst dessen Lautstärke lässt sich mit der vorhandenen TV-Fernbedienung  fein justieren – das KEF-System ist offensichtlich gut durchdacht. Alles  funktioniert äußerst problemlos, auf Anhieb und ohne Kabelwirrwarr  oder aufwendige Setups oder komplizierte Einstellungen. Und wie  klingt´s? Na, einfach prächtig: Der Soundbar liefert glasklaren, unverfärbten Sound, der sowohl Dialoge als auch Soundeffekte wirkungsvoll zur Geltung kommen lässt. Auch wenn es sich beim KEF V720W  „nur“ um ein Stereo-Soundsystem handelt, ist der Qualitätsgewinn  beim Klang gegenüber dem originalen TV-Sound enorm. Falls es im  Film mal richtig krachen sollte, ist der Subwoofer des Sets durchaus in  der Lage, richtigen Druck und Tiefgang beizusteuern. In Sachen Dynamik und Spaßfaktor hält das KEF-Soundsystem locker mit ausgewachsenen 5.1-Sets mit, wie unsere Testszene von der Blu-ray „Zorn der der  Titanen“ eindrucksvoll beweisen konnte.

FAQ - Soundbars

Brauche ich eine Soundbar?

Moderne Flachbildfernseher bieten den integrierten Lautsprechern nur ein sehr begrenztes Volumen. Auch wenn die Hersteller aus den widrigen Voraussetzungen das Beste herausholen, setzt die Physik Klang und Lautstärke insbesondere im Tieftonbereich Grenzen. Gute Soundbars bieten bessern Klang, kräftigeren Bass, höhere Lautstärke, deutlichere Sprachverständlichkeit und meist auch ausgeprägtere Surround-Effekte.


Müssen TV und Soundbar von der gleichen Marke sein?

Nein, dank standardisierter HDMI-Schnittstellen müssen TV und Soundbar nicht von der gleichen Marke sein. Allerdings bieten viele TV-Hersteller die Möglichkeit, die eigenen Soundbars direkt über das Menü des Fernsehers und mit dessen Fernbedienung zu steuern.


Wie schließe ich eine Soundbar an?

Die Soundbar wird in der Regel mittels HDMI-Kabel an den HDMI-Anschluss mit Audiorückkanal (ARC oder eARC) angeschlossen. Alternativ kann auch der digitale optische Audioausgang des TVs (Toslink) genutzt werden. Verlustfreie Tonformate wie Dolby True HD können nur beim Anschluss über HDMI eARC übertragen werden.


Soundbar oder Sounddeck?

Eine Soundbar ist schlanker und wird vor den Fernseher gelegt. Dabei ist vor dem Kauf darauf zu achten, dass der TV genug Platz über der Standfläche lässt, damit der Bildschirm nicht durch die Soundbar verdeckt wird. Durch die schlanke Bauform benötigen die meisten Soundbars für eine kräftige Basswiedergabe einen zusätzlichen Subwoofer, der im Lieferumfang oft bereits dabei ist. Ein Sounddeck ist deutlich tiefer, hier wird der TV in der Regel einfach darauf gestellt. Durch das größere Volumen und mehr Platz für größere Lautsprecher bieten viele Sounddecks bereits ohne Subwoofer einen kräftigen Bass.


Was ist Dolby Atmos?

Manche Soundbars sind in der Lage, das immersive 3D-Tonformat Dolby Atmos wiederzugeben. Hierzu sitzen oben in der Soundbar leicht nach vorne angewinkelte Lautsprecher. Diese strahlen die Höhenkanäle von Dolby Atmos gegen die Decke ab. Durch die Deckenreflektionen hat man am Hörplatz den Eindruck, der Ton würde von oben kommen. So entsteht ein dreidimensionales Klangerlebnis.


Kann ich mit einer Soundbar auch Musik vom Handy hören?

Die allermeisten Soundbars besitzen Bluetooth, so dass Musik drahtlos vom Smartphone an die Soundbar gestreamt werden kann. Bei einigen Soundbars sind sogar Streamingdienste wie Spotify bereits ab Werk installiert.


Kann ich eine Soundbar an der Wand montieren?

In der Regel ja. Die meisten Soundbars bieten Vorbereitungen für die Wandmontage. Sounddecks hingegen benötigen eine feste Standfläche.


Brauche ich einen Subwoofer?

Insbesondere bei kleineren Soundbars ist ein zusätzlicher Aktiv-Subwoofer sinnvoll. Dieser erhält sein Signal in der Regel kabellos per Funk von der Soundbar, so dass er lediglich ein Netzkabel benötigt. Oft gehört der Subwoofer bereits zum Lieferumfang. Manche größere Soundbars sind bereits im Stand-Alone-Betrieb für den Full-Range-Einsatz inklusive Tiefbass ausgelegt. Hier ist es Geschmackssache, ob man noch kräftigeren und tieferen Bass möchte. Eine spätere Aufrüstung mit einem kabellosen Subwoofer ist in der Regel problemlos möglich.


Welche Erweiterungen gibt es?

Neben dem Subwoofer gibt es für viele Soundbars auch kabellose Rearlautsprecher. Diese werden hinter dem Hörplatz oder seitlich davon aufgestellt und verbessern die Surround-Effekte. Hier sind von einigen Herstellern sogar Modelle mit Akku verfügbar, welche komplett ohne Kabel auskommen und nur gelegentlich geladen werden müssen.

Fazit

Wer den TV-Klang eines großen Flachbildschirms zu einem überzeugenden Heimkino-Sound aufmotzen will, ist mit dem KEF V720W  bestens beraten. Auf einfachste Weise bietet dieser elegante und  superflache Soundbar in Kombination mit einem Wireless-Subwoofer  ein Klangerlebnis, welches einer echten HiFi-Anlage kaum nachsteht.  Installation und Bedienung sind kinderleicht und durchdacht – ein  Stromanschluss, ein HDMI-Kabel und die originale Fernbedienung  des TV-Gerätes reichen völlig aus. Einfacher und besser als mit dem  KEF V720W kann man zurzeit wohl kaum den Sound seines Flat-TVs  verbessern. Zusammen mit dem kräftigen Wireless-Aktiv-Subwoofer ist das KEF-V720W-Soundsystem für knapp 900 Euro ein echter  Preisknaller!

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Kategorie: Soundbars

Produkt: KEF V720W

Preis: um 900 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


1/2014
5.0 von 5 Sternen

Oberklasse
KEF V720W

KEF V720W Soundbar incl. Subwoofer aus Schaufenster
EURONICS DE
555,00 €
BEST PRICE 555,00 €
Bewertung 
Klang 50%

4.5 von 5 Sternen

Praxis 50%

5 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb GP Acoustics, Essen 
Telefon 0201 170390 
Internet www.kef.com 
Ausstattung
Ausführung Schwarz 
Abmessung Soundbar (B x H x T in mm) 1200/160/535 
Abmessung Subwoofer (B x H x T in mm) 295/195/295 
Gewicht Soundbar / Subwoofer (in Kg) 7.1/9.6 
Tiefmitteltöner 4 x 115-mm-Chassis 
Hochtöner 2 x 25-mm-Aluminium-Kalotte 
Tieftöner (Sub) 1 x 200, 1 x 200-mm-Passivmembran 
Verstärker Soundbar (in Watt) 2 x 50 
Verstärker Subwoofer (in Watt) 1 x 200 
Eingänge 1 x HDMI, 1 x optisch digital 
Ausgänge Subwoofer-out (+Wireless) 
Preis/Leistung hervorragend 
+ einfache Installation 
+ Bedienung mit TV-Fernbedienung 
+/- kabellose Verbindung zum Subwoofer 
Klasse Oberklasse 
Testurteil überragend 
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Dipl.-Ing. Michael Voigt
Autor Dipl.-Ing. Michael Voigt
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Datum 20.01.2014, 15:03 Uhr
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Topthema: Die ewige Legende
Die_ewige_Legende_1667396535.jpg
Harwood Acoustics LS3/5A

Es gibt Lautsprecher und dann gibt es noch die LS3/5A. Sie spaltet sowohl ihre Hörer, als auch die, die sie gar nicht kennen. Warum das so ist? Nun, dafür muss man sich vor allem anschauen und natürlich hören, was sie kann und nicht, was sie nicht kann.

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