Kategorie: Soundbars

Einzeltest: Yamaha YSP-1400


Beam & Stream

Soundbar Yamaha YSP-1400 im Test, Bild 1
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Die Soundprojektoren von Yamaha erfreuen sich schon seit Jahren großer Beliebtheit, wenn es darum geht, echten Heimkinosound aus einer einzigen Box zu zaubern. Der neue YSP-4100 hat darüber hinaus noch einiges mehr zu bieten.

Während die meisten Frontsurroundsysteme mithilfe Virtueller- Surround-Technologie mehrkanaligen Klang aus nur einem Lautsprecher erzeugen, werden bei den Yamaha-Soundprojektoren die Tonsignale per DSP speziell aufbereitet und über mehrere Lautsprecher ausgegeben, die ihre Schallwellen über Reflexionen so zum Hörplatz leiten, dass der Schall gleichzeitig am Ohr des Zuhörers eintrifft. Dazu wird entweder der Raum über ein Mikrofon eingemessen und dabei die für die Reflexionen benötigte Flächen ermittelt, oder, wie beim YSP-1400, über werksseitig voreingestellte Werte ausgegeben. Die Reflexionsflächen müssen übrigens gar nicht groß sein.

Soundbar Yamaha YSP-1400 im Test, Bild 2Soundbar Yamaha YSP-1400 im Test, Bild 3
Schon eine A4-Blatt-große Fläche an den Seiten des Raums genügt, um den Schall weiterzuleiten. 

Ausstattung


Beim YSP-1400 kommen zu diesem Zweck acht kleine Breitbandlautsprecher zum Einsatz. Die Basswiedergabe übernehmen zwei dezent in den Gerätefüßen verborgene Subwooferchassis mit einem Durchmesser von 85 Millimetern. Die Einrichtung des Soundprojektors ist kinderleicht. Je nach Aufstellungsort wird auf der Fernbedienung die entsprechende Taste für eine Aufstellung in der Mitte zwischen den Seitenwänden oder eine wandnahe Aufstellung rechts oder links ausgewählt. Die Pegel des 5.1-Systems lassen sich bei Bedarf individuell anpassen. Hierzu genügt ein längerer Druck auf die Taste „CH Level“, um diese einzeln nacheinander einzustellen. Die kleinen Status-LEDs am Soundprojektor zeigen die getätigten Einstellungen an. Angetrieben werden die Chassis durch separate Digitalendstufen mit einer Leistung von jeweils 2 Watt bzw. 30 Watt für jeden Subwoofer. Der YSP- 1400 ist für den Einsatz in Räumen mit maximal 7 Metern Länge und 7 Metern Breite geeignet. Die Raumhöhe sollte dabei 3,5 Meter nicht überschreiten. Die Zuspielung des TV-Tuner-Tons erfolgt idealerweise per digitaler Kabelverbindung, ist aber auch in analoger Form möglich. Insgesamt verfügt der YSP-1400 über vier Eingänge und einen Ausgang zum Anschluss eines aktiven Subwoofers. Außerdem kann dem Soundprojektor per Bluetooth Musik von einem Smart-Device zugespielt werden und von diesem auch gesteuert werden. Dazu gibt es die kostenlose App „HT Controller“ für Android und iOS. 

Klang


Insgesamt stehen sechs verschiedene Wiedergabemodi zur Auswahl. Die klassische Stereowiedergabe bietet sich natürlich für die Musikwiedergabe an. Dabei überzeugt der YSP-1400 mit einem sehr klaren und detailreichen Sound und satter Basswiedergabe. Alternativ kann man natürlich auch eins der anderen DSP-Programme gern mal ausprobieren. „Music“ bereitet die zweikanaligen Tonsignale mehrkanalig auf und hüllt den Zuhörer in eine Klangwelt mit vielen Effekten ein. So auch beim Filmton mit der Auswahl „Movie“. Täuschend echt, wie aus einem diskreten 5.1-Set, befindet man sich tonal mitten im Filmgeschehen mit klar verständlichen Dialogen, Action auf den Frontkanälen und tollen Surroundeffekten. Szenen wie die wilde Verfolgung der Gangster durch Paris in „G. I. Joe“ machen mit dem YSP-1400 richtig Spaß. Auch für die Aufbereitung des normalen TV-Tons empfiehlt sich diese Einstellung oder das DSP-Programm „TV Program“, das TV-Sendungen ebenfalls mehrkanalig, aber mit etwas dezenteren Effekten aufbereitet.

FAQ - Soundbars

Brauche ich eine Soundbar?

Moderne Flachbildfernseher bieten den integrierten Lautsprechern nur ein sehr begrenztes Volumen. Auch wenn die Hersteller aus den widrigen Voraussetzungen das Beste herausholen, setzt die Physik Klang und Lautstärke insbesondere im Tieftonbereich Grenzen. Gute Soundbars bieten bessern Klang, kräftigeren Bass, höhere Lautstärke, deutlichere Sprachverständlichkeit und meist auch ausgeprägtere Surround-Effekte.


Müssen TV und Soundbar von der gleichen Marke sein?

Nein, dank standardisierter HDMI-Schnittstellen müssen TV und Soundbar nicht von der gleichen Marke sein. Allerdings bieten viele TV-Hersteller die Möglichkeit, die eigenen Soundbars direkt über das Menü des Fernsehers und mit dessen Fernbedienung zu steuern.


Wie schließe ich eine Soundbar an?

Die Soundbar wird in der Regel mittels HDMI-Kabel an den HDMI-Anschluss mit Audiorückkanal (ARC oder eARC) angeschlossen. Alternativ kann auch der digitale optische Audioausgang des TVs (Toslink) genutzt werden. Verlustfreie Tonformate wie Dolby True HD können nur beim Anschluss über HDMI eARC übertragen werden.


Soundbar oder Sounddeck?

Eine Soundbar ist schlanker und wird vor den Fernseher gelegt. Dabei ist vor dem Kauf darauf zu achten, dass der TV genug Platz über der Standfläche lässt, damit der Bildschirm nicht durch die Soundbar verdeckt wird. Durch die schlanke Bauform benötigen die meisten Soundbars für eine kräftige Basswiedergabe einen zusätzlichen Subwoofer, der im Lieferumfang oft bereits dabei ist. Ein Sounddeck ist deutlich tiefer, hier wird der TV in der Regel einfach darauf gestellt. Durch das größere Volumen und mehr Platz für größere Lautsprecher bieten viele Sounddecks bereits ohne Subwoofer einen kräftigen Bass.


Was ist Dolby Atmos?

Manche Soundbars sind in der Lage, das immersive 3D-Tonformat Dolby Atmos wiederzugeben. Hierzu sitzen oben in der Soundbar leicht nach vorne angewinkelte Lautsprecher. Diese strahlen die Höhenkanäle von Dolby Atmos gegen die Decke ab. Durch die Deckenreflektionen hat man am Hörplatz den Eindruck, der Ton würde von oben kommen. So entsteht ein dreidimensionales Klangerlebnis.


Kann ich mit einer Soundbar auch Musik vom Handy hören?

Die allermeisten Soundbars besitzen Bluetooth, so dass Musik drahtlos vom Smartphone an die Soundbar gestreamt werden kann. Bei einigen Soundbars sind sogar Streamingdienste wie Spotify bereits ab Werk installiert.


Kann ich eine Soundbar an der Wand montieren?

In der Regel ja. Die meisten Soundbars bieten Vorbereitungen für die Wandmontage. Sounddecks hingegen benötigen eine feste Standfläche.


Brauche ich einen Subwoofer?

Insbesondere bei kleineren Soundbars ist ein zusätzlicher Aktiv-Subwoofer sinnvoll. Dieser erhält sein Signal in der Regel kabellos per Funk von der Soundbar, so dass er lediglich ein Netzkabel benötigt. Oft gehört der Subwoofer bereits zum Lieferumfang. Manche größere Soundbars sind bereits im Stand-Alone-Betrieb für den Full-Range-Einsatz inklusive Tiefbass ausgelegt. Hier ist es Geschmackssache, ob man noch kräftigeren und tieferen Bass möchte. Eine spätere Aufrüstung mit einem kabellosen Subwoofer ist in der Regel problemlos möglich.


Welche Erweiterungen gibt es?

Neben dem Subwoofer gibt es für viele Soundbars auch kabellose Rearlautsprecher. Diese werden hinter dem Hörplatz oder seitlich davon aufgestellt und verbessern die Surround-Effekte. Hier sind von einigen Herstellern sogar Modelle mit Akku verfügbar, welche komplett ohne Kabel auskommen und nur gelegentlich geladen werden müssen.

Fazit

Mit dem YSP-1400 können Sie TV- und Filmton wie mit einem „echten“ Mehrkanalset erleben. Obendrein ist der Soundprojektor eine prima Mini- HiFi-Anlage mit guten klanglichen Qualitäten.

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Kategorie: Soundbars

Produkt: Yamaha YSP-1400

Preis: um 400 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


4/2014
4.5 von 5 Sternen

Einstiegsklasse
Yamaha YSP-1400

Bewertung 
Ton 50% :
Surround 40%

Stereo 10%

Praxis 50% :
Ausstattung 20%

Bedienung 10%

Verarbeitung 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Yamaha, Rellingen 
Telefon 04101-3030 
Internet www.yamaha.de 
Messwerte
Frontsystem (B x T x H in mm) 1000/133/96 
Gewicht (in Kg) 4.3 
Verstärkerleistung (W) Front/Sub gesamt 76 W/2 x 30 
Ausstattung
Funktionsprinzip Soundprojektor 
Farbe Schwarz und weiß 
Lautsprecher 5.1 
Chassis Front Anzahl 8 x Breitband / 2 x Subwoofer 
Subwoofer Chassis-Durchmesser (in mm) 85 
Bauart Bassreflex 
Dekodierung:
Dolby Digital/ PL II/ DTS Ja / Nein / Ja 
Surround-Programme
Radiotuner Nein 
Eingänge Audio 1 x optisch/1 x elektrisch/2 x analog 
Besonderheiten Bluetooth und App-Steuerung 
Preis/Leistung sehr gut 
+ + sehr guter Surroundklang 
+ + Bluetooth und App-Steuerung 
+/- + Kanäle einzeln einstellbar 
Klasse: Einstiegsklasse 
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Heinz Köhler
Autor Heinz Köhler
Kontakt E-Mail
Datum 03.04.2014, 22:25 Uhr
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Topthema: High End-Standbox zum kleinen Preis
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Schlank und rank soll die Standbox sein und natürlich extrem tief in den Basskeller hinabreichen, bei gleichzeitig hoher Dynamik – kurz: Die eierlegende Wollmillchsau. Eine Lösung gibt es hierfür, auch wenn manche schon bei dem Wort zusammenzucken: Seitenbass.

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