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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Audiolab M-One


Geradlinig

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Es gab mal eine Zeit, da waren Geräte im Halbformat beinahe verpönt. Doch mit der zunehmenden Digitalisierung des HiFi-Marktes und den daraus resultierenden Möglichkeiten erfreuen sich auch kleinere Systeme wieder gesteigerter Beliebtheit. Vor allem, wenn nur das Gehäuse wirklich klein ist.

Plötzlich steht er vor mir. Schimmernd in mattem Silber, frisch aus der Verpackung und nun endlich in voller Größe. Der neue Audiolab M-One hat es zu uns in die Redaktion geschafft und macht einen ersten Eindruck. Wer Geräte von Audiolab kennt, der ist mit dem Design der Marke vertraut. Geradlinig, beinahe schnörkellos, dabei aber nicht unelegant. Stattdessen wird hier eher die Verbindung zwischen Alt und Neu geplegt. Runde Bedienelemente, ein ovales Display, wenige Tasten und dazu diese glatten, gigantisch erscheinenden Oberlächen. Eben dieses Design prägt auch den M-One. Doch auf den ersten Blick ist es ein wenig gewöhnungsbedürftig. In einer HiFi-Redaktion sieht man sicher das eine oder andere Gerät, wobei die die Skala von zum Niederknien hübsch über ungewöhnlich exzentrisch bis hin zu grauenerregend unansehnlich reicht. Nun steht das Gerät also vor mir, doch ich weiß nicht so recht, wo auf der besagten Skala ich den M-One nun einordnen möchte. Das Audiolab Design ist wirklich nicht unansehnlich und von einer minimalistischen Eleganz geprägt. Gleichzeitig erscheint der M-One jedoch irgendwie ein wenig unförmig, auch wenn er optisch den meisten anderen Komponenten des Herstellers gleicht. Nach einigen Minuten der stillen Kontemplation ist es mir dann endlich klar. Es liegt am Halbformat.

Kein anderes Gerät, das mir bekannt ist, kommt näher an die Dei nition des Begriff es „kastenförmig“ heran, fast so, als wäre der M-One dazu da, das Wort im Lexikon zu illustrieren. Das Stauchen in der Breite verfälscht ein wenig die Proportionen des kompakten Vollverstärkers und lässt das eigentlich schlanke Gerät enorm bullig erscheinen. Auch das Fehlen eines Überhangs des Gehäuses um die Anschlüsse herum trägt seinen Teil dazu bei, dass dieser Eindruck etwas verstärkt wird. Und damit wäre also schon der erste Kritikpunkt an Geräten im Halbformat gefunden. Es soll jedoch der letzte sein, den der M-One zulässt, wenn man ihn denn überhaupt gelten lässt. Wie sich nämlich herausstellen sollte, kann Audiolabs Kompaktmodell praktisch jedes Vorurteil über die Geräteklasse entkräften und fängt damit gleich bei dem zuvor noch kritisierten Gehäuse an. Zwar mag der M-One etwas gestaucht und kastenförmig wirken, doch dies liegt auch an der exzellenten Verarbeitung des Gerätes. Der größte Teil des Aluminiumgehäuses ist nämlich aus einem einzigen Stück des Leichtmetalls gefertigt. Das bedeutet, dass hier kaum Spalten zu i nden sind, die die einzelnen Teile trennen und so den Eindruck eines recht massiven Gerätes entstehen lassen.

Preis: um 1200 Euro

Audiolab M-One


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 25.07.2017, 10:02 Uhr