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Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Lyngdorf TDAI-3400


Wenn schon, denn schon

18020

Lyngdorf hat sich mit dem TDAI-3400 ganz dem Digitalen verschrieben. Halbe Sachen gibt es hier keine.

Während viele Hersteller nach wie vor zögern, bestimmte Teile einer HiFi-Anlage zu digitalisieren, hat die dänische Firma Lyngdorf solche Vorbehalte längst abgelegt. Nutzer der produzierten Geräte sollen guten Klang genießen können, und dafür ist schließlich jedes Mittel recht – wenn es denn auch gut gemacht ist. Für die Entwicklung und Implementierung solcher Technologien wird ein eigenes Team genutzt, das verschiedene Ansätze verfolgt und schließlich in den Geräten der Marke vereint. Spitze dieser Entwicklung ist der TDAI-3400-Vollverstärker von Lyngdorf, der eine ganze Reihe technischer Feinheiten aufweist und in einem vielseitigen System zu vereinen versucht. Wie vielseitig der 3400 tatsächlich ist, erkennt man bereits an der knapp 32 Seiten starken Anleitung. Dabei behandelt diese so manche Dinge sogar recht kurz, was dem Verständnis keinen Abbruch tut, aber durchaus zeigt, wie viel der TDAI eigentlich kann. Lyngdorf möchte seinen Verstärker anscheinend mit jedem beliebigen Gerät auf dem Markt nutzbar machen. Gerne sogar gleichzeitig, denn die Anzahl und Art der verfügbaren Anschlüsse ist hier wirklich enorm. Dazu muss man allerdings sagen, dass unser Testgerät bereits mit zwei optionalen Eingangsmodulen ausgestattet war, die eine Reihe zusätzlicher Eingänge mit sich bringen.

Als Erstes wäre da das analoge Modul, das einen XLR- und drei Cinch-Eingänge besitzt, wodurch die Gesamtzahl an unsymmetrischen Inputs auf fünf steigt. Gerade digitale Anschlüsse sind aber im Fokus des Herstellers, und auch hier gehen die Dänen in die Vollen. Mehrere optische und koaxiale S/PDIF-Eingänge und ein AES/EBU stehen zur Verfügung. Dazu gibt es natürlich einen USBB- Port für besonders hoch aufgelöste Signale. Das optionale HDMI-Modul bietet sich für Nutzer an, die den Verstärker auch für ihre AV-Geräte nutzen wollen. Drei Eingänge und ein Ausgang für den Fernseher bietet die zusätzliche Platine. Dabei sind die Anschlüsse 4K- und HDR-kompatibel und damit auch für anspruchsvolle Nutzer bestens geeignet. Per USB-A-Anschluss an Rück- und Vorderseite lässt sich der Verstärker auch direkt mit der gewünschten Musik beliefern, doch am elegantesten geht dies natürlich mit den umfangreichen Streamingfunktionen des TDAI-3400. Wahlweise per Ethernetkabel, was bei einem Gerät wie dem Lyngdorf am angemessensten erscheint, oder auch per WLAN-Einbindung kann der Verstärker mit einem Router verbunden werden. Apple-Nutzer können so ihre iOS-Geräte per AirPlay mit dem System verbinden, während mit der Spotify-Connect-Unterstützung ein Streamingdienst direkt mit an Bord ist.

Preis: um 5000 Euro

Lyngdorf TDAI-3400


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