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Kategorie: Aktivlautsprecher

Einzeltest: Ascendo D6 Active


Vollaktivlautsprecher Ascendo D6 Active

Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 1
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Wenn man sich die brandneuen Standlautsprecher D6 Active anschaut, könnte man meinen, der jüngste Spross von Stefan Köpf ist ein wenig schlicht und einfach geraten. Doch die geradlinigen Schönheiten aus dem Hause Ascendo sind weit mehr als nur simple Standboxen

Ein unaufgeregter, wohlproportionierter Lautsprecher ist es geworden: Rund einen Meter hoch ist die D6 Active, gerade mal 20 Zentimeter breit und mit 28,5 Zentimetern auch nicht ausladend tief. Die leicht nach hinten geneigten Lautsprecher ruhen auf soliden, 33,5 Zentimeter tiefen Holzsockeln, die in der Lautsprecherfarbe lackiert sind. Zur Auswahl stehen die wunderbaren, echten Pianolacke in Schwarz oder Weiß, die in zwölf Schichten auf die Lautsprechergehäuse aufgetragen werden. Etwas preiswerter sind die D6 Active mit Gehäusen in Nextelbeschichtung. Weitere Oberflächen sind auf besonderen Wunsch bei Ascendo erhältlich. Die D6 gibt es auch passiv, in der hier gezeigten und getesteten Variante arbeiten die Laut sprecher jedoch vollaktiv. Dadurch werden die Lautsprecher von ihren Fesseln befreit und können in vielfältiger Weise an die Hörgewohnheiten des Besitzers, an die akustischen Unzulänglichkeiten des Hörraums oder an verschiedene Hörsituationen angepasst werden.     

Ausstattung


Die Schallwand des Lautsprechers ist kaum breiter als das einzelne Chassis, das darauf weit oben eingesetzt ist. Nur ein Chassis? Ganz genau, hier sitzt ein Koaxial treiber im 18-cm-Format vom Spezialisten Seas aus Norwegen, der sich bereits in anderen Ascendo-Konstruktionen sehr bewährt hat. Eine paarweise Selektierung durch Ascendo stellt die hohen Qualitätsansprüche des Herstellers und seiner Kunden sicher. Mit einer transparenten Kunststoffmembran und dem innen liegenden Hochtöner mit 25-mm-Gewebekalotte spielt das Doppelpack ab echten 45 Hertz aufwärts bis jenseits der 20-Kilohertz-Grenze. Auf der Rückseite des Lautsprechers sitzt anstelle eines Lautsprecherterminals natürlich ein Aktivmodul.

Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 2Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 3Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 4Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 5Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 6Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 7Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 8Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 9Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 10Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 11Aktivlautsprecher Ascendo D6 Active im Test, Bild 12
Hier handelt es sich um eine sehr potente Bi-Amping-Variante, die jedem Tieftöner 500 Watt und jeder Kalotte 150 Watt Leistung zur Verfügung stellt. Der unscheinbare Aktiveinschub samt digitalem Signalprozessor verfügt über drei Ethernetbuchsen, zwei XLRAnschlüsse und einen Ein-/Ausschalter – das war’s dann auch schon. 650 Watt wollen gekühlt sein, auch wenn es sich bei diesem Verstärker um einen hocheffizienten Schaltverstärker handelt. Dazu öffnet sich der Sockel nach unten, um das Modul „atmen“ zu lassen. An den äußeren Enden des Sockels sind vier Metallfüße eingedreht, die sich in der Höhe verstellen lassen um die Lautsprecher wackelfrei aufstellen zu können.     

Technik


Die besondere Stärke der Ascendo D6 Active liegt in den DSPs, womit Entwickler und der Endkunde nach Herzenslust spielen können. Ascendo nutzt den Signalprozessor im Zusammenspiel mit den beiden Endstufen natürlich für die grundsätzliche Abstimmung des Lautsprechers. An der Filterung (auf der ersten DSP-Ebene), sprich der Filtertypologie, der Flankensteilheit und den Übergangsfrequenzen, können Kunden nichts verändern. Und das ist auch gut so, da sonst der Schuss nach hinten losgehen würde. Die AIA-Speaker- Management-Technologie bietet zahlreiche Möglichkeiten, den Lautsprecher zu beeinflussen. Am besten geschieht dies durch den kundigen Fachhändler, der die erworbenen D6-Active-Lautsprecher in den eigenen vier Wänden des Kunden an den Hörgeschmack anpasst. Je nach Aufwand und Anspruch lassen sich einer oder mehrere Setups abspeichern, die an bestimmte Hörsituationen oder Bedürfnisse angepasst sind. Für den Anwender offen sind die zweite und dritte DSP-Ebene, wodurch die Raumakustikkorrektur und die Klanganpassung ermöglicht werden. Pegel, Eingangsempfindlichkeit und Delay können hier ebenfalls eingestellt werden. Ausgeliefert werden die D6 Active immer mit einem neutralen Frequenzgang. Über einen Webbrowser via Computer, Tablet oder Smartphone kann der Klang des Lautsprechers nach Belieben geändert werden. Durch den Koaxialtreiber ist dabei das homogene und zeitrichtige Abstrahlverhalten gewahrt. Sie wollen unterschiedliche Presets für Klassik, Rock oder Jazz? Überhaupt kein Problem, auch eine Einstellung für nächtliche Musikstunden mit abgesenkten Bässen lässt sich justieren und abspeichern. Alles ist möglich und komplett an die Bedürfnisse und Wünsche des Besitzers anzupassen. Heutzutage sind die akustischen Bedingungen in Hörräumen eher schlechter als früher, da durch reduzierte Einrichtungsstile mehr harte Flächen existieren, die den Klang negativ beeinflussen. Hier hilft die Raumakustikkorrektur des Lautsprechers. Die D6 Active können einzeln oder gemeinsam via Webbrowser justiert werden. Einmal eingestellt, können Besitzer dieses Thema abhaken und die Lautsprecher wie herkömmliche Aktivlautsprecher mit einem Vorverstärker verbinden.     


Im Einsatz


Stefan Köpf hat seine neusten Schöpfungen höchstselbst vorbeigebracht und in unserem akustisch recht guten Stereohörraum eingemessen. Das dauerte etwa 15 Minuten: Eingriffe erfolgten aufgrund der asymmetrischen Aufstellung für jeden Lautsprecher getrennt, am Ende hatten wir einen wunderbar ausgewogenen Frequenzgang auf dem Display des Messrechners. Hätten wir es gewollt, wäre dabei, trotz der vorhandenen Raumeinflüsse, ein völlig linearer Amplitudengang mit einer maximalen Abweichung von 0,5 dB herausgekommen. Weswegen wir uns auch entschlossen haben, den Frequenzgang des Lautsprechers nicht abzubilden, da sich wirklich alles einstellen ließe. Gemessen haben wir einen korrigierten Lautsprecher spaßeshalber dennoch. Die Eingriffe waren recht dezent, bis auf ein paar Buckel und Einbrüche gab es keine Besonderheiten zu erkennen. Manche unkorrigierten Lautsprecher haben weitaus wildere Frequenzgänge. Auffällig hingegen ist das exzellente Abstrahlverhalten des Lautsprechers, mit nahezu deckungsgleichen Amplituden unter 0, 15 und 30 Grad. Nur bei 10 Kilohertz ist auf Achse eine kleine Auslöschung durch die koaxiale Bauweise zu erkennen. Auch das Klirrverhalten ist großartig, ja geradezu souverän für einen Treiber dieser Größe. Selbst bei lauten 95 dB bleibt der kritische K3-Wert im relevanten Bereich immer deutlich unter einem Prozent. Erst unterhalb von 150 Hertz übersteigt der K3- Wert die 1%-Marke.     


Klang


Durch die Einmessung der sonstigen „Oberbassbeule“ des Hörraums beraubt, spielen die D6 Active entschlackt und trocken auf. Mit der neutral gewählten Abstimmung malen sie ein wunderbar raumgreifendes und plastisches Klangbild, mit allerbester Fokussierung und exzellenter Durchhörbarkeit. Das funktioniert sehr leise bis sehr laut in bewundernswerter Deutlichkeit und höchster Präzision. Es ist schon erstaunlich, was den doch recht zierlichen Standlautsprechern an Dynamik und Basspotenz innewohnt. Es mag zwar die allerunterste Oktave fehlen, doch was es an „echtem“ Bass gibt, stellt auch den anspruchsvollsten Hörer zufrieden. E-Bass, Schlagzeug und synthetisch generierte Sounds stellen die D6 Active mit Nachdruck in den Raum. Uns gefällt die enorm gute Auflösung in den mittleren und hohen Tonlagen – an Details gibt es kein Mangel. Dabei bleiben die Lautsprecher sehr harmonisch und nerven nie mit übertriebener Härte oder einem Übermaß an Analytik. Alles spielt aus einem Guss, das funktioniert bei Dillons brüchiger Stimme und sparsamer Instrumentierung genauso gut wie bei Agnes Obels feinem Gesang oder aufwendig produzierten Rockstücken, wie die von uns gehörten Titel von Puscifer und A Perfect Circle. Das Schöne dabei ist, dass der Zauber der Musik erhalten bleibt, egal ob wir vom guten, alten Vinyl oder unserem NAS zuspielen.

Fazit

So stellen wir uns einen Vollaktivlautsprecher vor: einfach in der Handhabung, sehr fl exibel in den Möglichkeiten und grandios im Klang. Dabei von einer optischen Schlichtheit, die den Lautsprecher überall integrierbar macht und sehr elegant erscheinen lässt. Klasse Boxen, die D6 Active von Ascendo!

Preis: um 7200 Euro

Ascendo D6 Active


-

Ausstattung & technische Daten 
Paarpreis: 6.900 Euro (Nextel), 7.200 Euro (Klavierlack) 
Vertrieb Ascendo, Ansbach 
Telefon 0721 95139929 
Internet www.ascendo.de 
B x H x T (in mm) 200/1020/285 
Garantie 5 Jahre 
Gewicht: 22 kg 
Ausführungen Echter Klavierlack Schwarz und Weiß, Nextel, weitere Oberfl ächen auf Anfrage 
Verstärkerleistung Nein 
Fazit So stellen wir uns einen Vollaktivlautsprecher vor: einfach in der Handhabung, sehr fl exibel in den Möglichkeiten und grandios im Klang. Dabei von einer optischen Schlichtheit, die den Lautsprecher überall integrierbar macht und sehr elegant erscheinen lässt. Klasse Boxen, die D6 Active von Ascendo! 

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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
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