Kategorie: Aktivlautsprecher

Einzeltest: Blue Aura WS90t Wireless


Musikalische Aura

Aktivlautsprecher Blue Aura WS90t Wireless im Test, Bild 1
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Heutzutage hängt bei vielen der Fernseher an der Wand und nimmt demnach keinen Platz im Wohnzimmer mehr weg. Da darf dann auch die Anlage dezent sein. Die WS90t von Blue Aura ermöglichen nun das schlankeste Anlagenkonzept überhaupt. Links und rechts ein Lautsprecher – fertig!

Blue Aura ist eine recht junge, vom Personalstamm her trotzdem sehr erfahrene Firma mit Sitz in Kalifornien und verfügt über ein nettes Portfolio an modernen Drahtloslautsprechern und Funklösungen. Das Unternehmen besteht zu einem gesunden Teil aus mächtig fitten Ingenieuren, die Drahtlosprotokolle zum Frühstück essen und mit diesem Wissen im Rücken ganz besonders stabile und flotte Wireless-Übertragungswege in ihre Produkte integrieren können. Ganz offensichtlich verstehen sie darüber hinaus auch was von Audio, denn die beiden WS90t-Lautsprecher machen einen einwandfreien Eindruck.

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Das sind auf den ersten Blick recht schlanke und kompakte Standboxen, die wunderbar verarbeitet sind und mit dem Kunstlederbezug und den sauberen Nähten an der Seite optisch richtig was hermachen. Bestückt sind sie jeweils mit zwei 13-Zentimeter-Tiefmitteltönern mit gutmütiger Papiermembran und einer 25er-Gewebekalotte, die dank der kompakten Bauweise schön nah an den Mitteltöner heranrücken kann. So was sorgt meist für saubere Übernahme im Übergangsbereich der Trennfrequenzen. In unserem Messlabor konnte man den beiden jedenfalls keine Schweinereien nachweisen. Laut Papierform sind das sehr neutrale, in Anbetracht ihrer Größe sehr breitbandige und verzerrungsarme Lautsprecher, die sich nichts zuschulden kommen lassen und eine auf akustischer Seite sehr gewissenhafte Entwicklung unter Beweis stellen. Alles, was man braucht, ist übrigens bereits integriert. Die Verstärkerelektronik sitzt auf der Rückseite, die Möglichkeit der Lautstärkeregelung ist per Infrarotfernbedienung auch gegeben. Der Clou an diesen Lautsprechern ist aber ohne Frage ihr Gesamtkonzept. Die beiden hübschen Säulen benötigen an ihrem Arbeitsplatz lediglich eine Steckdose für die Aktivelektronik, das Zuspielen der Audiosignale erfolgt über die Luft. Bis zu drei Paar kann man in in seiner Wohnung in Betrieb nehmen, die einzelnen Zonen deklariert man per Kippschalter an der Rückseite. Ein WLAN braucht man für die WS90t übrigens nicht, sie bauen ihre Funkstrecke selbstständig auf, was schlussendlich für eine stabile und abbruchfreie Übertragung sorgt. Das Senden besagter Audiosignale erledigt ein USB-Transmitter, der von jedem Computer per Plug&Play als externe Soundkarte erkannt wird und die auf dem Rechner gespeicherte Musik, ob das nun Inhalte von iTunes, Windows Media Player oder jedem anderen Abspielprogramm sind, an die beiden Standboxen schickt. Nett: Hat man einmal eine Playlist angelegt und gestartet, kann man per Infrarotfernbedienung sogar Titelsprünge ausführen, ohne an den Rechner zu müssen. Da sich die allermeisten Abspielprogramme ja per Tablet oder Smartphone steuern lassen, bekommt man diesen Komfort quasi auch geschenkt. Der Transmitter ist übrigens von der schlauen Art und beschränkt sich nicht darauf, ausschließlich Musik vom Computer zu streamen. Neben dem USB-Eingang befindet sich nämlich noch eine Kombi-Buchse, über die man sowohl ein 3,5-mm-Klinkenkabel anschließen als auch ein optisches Signal einspeisen und drahtlos an die Lautsprecher schicken kann. So lässt sich leicht ein Smartphone, Tablet oder auf optischem Wege ein Fernsehgerät einbinden – Anlage komplett. Man muss halt nur dafür Sorge tragen, dass der Transmitter immer per USB Strom beziehen kann, denn eine Stromversorgung braucht er nun mal. 

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Praxis & Klang


Klar, zu allererst war der Rechner dran. Der Transmitter wird ungehend erkannt und ist in Sekunden als Tonausgabegerät eingerichtet, danach reicht ein Klick auf „Play“. Das hat übrigens Priorität. Solange der Computer Musik macht, wird diese Musik auch gespielt, alle anderen Signale, die beispielsweise per Klinkenkabel zugeführt werden, sind in diesem Moment stummgeschaltet. Dass die Blue-Aura- Entwickler etwas von Funkstrecken verstehen, habe ich ja schon gesagt, die Praxis beweist das übrigens ziemlich eindeutig. Zwischen Sender und Empfänger besteht ein Zeitversatz von gerade einmal 18 Nanosekunden, so dass man sie problemlos zur akustischen Unterstützung des Fernsehers einsetzen kann. Überrascht war ich dann tatsächlich vom Klang dieser beiden doch recht kompakten Standboxen. Das geht weit über das hinaus, was ein Mensch mit normalen bis gehobenen Anforderungen an Lautstärke und Klang von derart schlanken Säulen erwartet. Sie liefern ein ordentliches Pfund Bass, ohne den jedoch zu stark zum Ausdruck zu bringen, und spielen oberhalb des Tieftonbereichs sehr aus gewogen, bruchlos und durchhörbar. Man vermisst nichts und kann sich voll und ganz dem Musikgenuss hingeben. Alles, was man wiedergibt, kommt geschmeidig und sauber durchhörbar aus den Boxen und lässt tatsächlich vergessen, dass man es mit einem doch recht kompakten Konstrukt zu tun hat. Ich war während des Hörtests von den beiden schwarzen Lautsprechern sehr angetan. Das und die Tatsache, ein so modernes und schlankes Anlagenkonzept vor sich zu haben, macht die Sache vollends rund. So hört der moderne Mensch. 

Preis: um 1500 Euro

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Aktivlautsprecher

Blue Aura WS90t Wireless

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

08/2014 - Christian Rechenbach

Bewertung 
Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Günther Härtel Handelsvertretung, Hamm 
Internet www.haertel-vertrieb.de 
Telefon 02385 5236 
Ausstattung
Bestückung 130-Millimeter-Tiefmitteltöner, 25-Millimeter-Gewebekalotte 
Gewicht (in Kg) 3,5 
Abmessungen (B x H x T in mm) 160/900/170 
+ sehr gefälliges Design 
+ stabile 48-kHz-Funkübertragung 
+ + mehrere Quellgeräte möglich 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 21.08.2014, 09:47 Uhr
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