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Kategorie: Car-HiFi-Lautsprecher 16cm

Einzeltest: DLS RZ 6.2


Breitbandig

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Bislang mussten sich Breitbandliebhaber ihr System aus Einzelchassis selbst zusammensuchen und abstimmen. Jetzt bringt DLS mit dem RZ 6.2 ein fertiges Komposystem mit Breitbänder zu den Fachhändlern. Wir sehen uns an, was dabei herausgekommen ist.

Eine Zeitlang galten sie als Insidertipp und es wurde hinter vorgehaltener Hand von ihren magischen Klangfähigkeiten gemunkelt. Die Rede ist von Breitbändern, die mit ihrem Arbeitsbereich vom Grundton bis in den Superhochton für außergewöhnliche Hörerlebnisse sorgen sollen. Die Vorteile des Breitbänders ergeben sich aus seinem breiten Arbeitsbereich, der alle zur Identifizierung eines Klangs (Oberwellen!) relevanten Frequenzen enthält, bzw. aus der Tatsache, dass der gesamte wichtige Frequenzbereich von einem einzigen Chassis abgestrahlt wird. Die Nachteile seien auch nicht verschwiegen: Oft hat ein Breitbänder Probleme, im echten Hoch- und Superhochton mit einem Kalottenhochtöner mitzuhalten. Weiterhin seien alle Einbaufaulen ausdrücklich gewarnt: Ein Breitbänder braucht ein eigenes Gehäuse und will genau auf den Hörplatz ausgerichtet werden! DLS hat jetzt einen Breitbänder mit einem 16er-Tieftöner verheiratet, das Set liegt als RZ6.2 bei den Händlern. Für den von DLS als Breitband- Hochtöner sowie als 2"-Tweeter bezeichneten Treiber wählten die Entwickler eine 50-mm-Konusmembran aus Glasfasergewebe. Bei der Dustcap kommt ein gerne genommener Kniff zum Einsatz: Die Aluminiumkalotte ist direkt auf den Spulenträger geklebt, was eine direkte Energieeinleitung zur Folge hat. Das bewirkt eine besonders effiziente Abstrahlung höherer Frequenzen, also genau da, wo die (für Hochtöner) große Konusmembran nachlässt. Im Amplitudenfrequenzgang sieht man dann einen Höhenschub, der beim DLS-Breitbänder ab 10 kHz einsetzt und erst bei 25 kHz aufhört. 19-mm-Schwingspule und Neodymantrieb vervollständigen die Ausstattung des Kleinen. Dem gegenüber ist der Tieftöner des RZ-Systems fast schon langweilig. Man sieht ihm an, dass er nicht auf Mitteltonqualitäten entwickelt wurde, sondern sich mehr oder weniger auf den Tiefton konzentrieren darf. Die Papiermembran gerät recht dick und schwer, sie wird von einer großen 38-mm- Spule mit ordentlich Wickelhöhe angetrieben. Dazu bekam der Töner einen ziemlich fetten Magneten spendiert. Messtechnisch lässt er sich im Mittelton etwas hängen und bricht bereits ab 2,5 kHz in Membranresonanzen auf. Die Trennfrequenz des Systems liegt nominell bei ca. 1,5 kHz – das schafft man auch mit einer guten 28er-Hochtonkalotte. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, weil die beiden Chassis einen sehr breiten Überlappungsbereich zeigen, der sich von ca. 500 Hz bis 2 kHz erstreckt. Die Frequenzweiche bügelt ziemlich erfolgreich die Resonanzen des Tieftöners, während sie den Breitbänder zwar tief, aber nur mit 6 dB/Okt. Abkoppelt. 

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DLS RZ 6.2

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

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Interessante Testportale:
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
Elmar Michels
Autor Elmar Michels
Kontakt E-Mail
Datum 17.12.2015, 10:01 Uhr
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