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Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Marantz NA11S1 - Seite 2 / 5


Schnittmenge


Auf den hatte ich gewartet. Das hat folgende Gründe: Erstens fand ich seinen kleinen Bruder, den NA7004, vor ein paar Jahren schon richtig gut und innovativ, zum anderen hatte ich ja erst vor ein paar Ausgabe das Vergnügen, den dicken SA11-S3 von Marantz besprechen zu dürfen und fand auch den in jeglicher Hinsicht einwandfrei – auch die DAC- beziehungsweise Computer- Audio-Fähigkeiten. Und so erwartete ich jetzt einen Netzwerkplayer, der so ein bisschen die Schnittmenge aus diesen beiden oben genannten Produkten darstellt. Das wäre ja schon toll gewesen. So ganz stimmt das, wie sich nun herausstellte, nicht. Und das ist gut so. Die Japaner haben nun wirklich ein bisschen mehr gemacht als nur das Laufwerk vom SA11 wegzulassen und ein Streaming-Modul ins Gehäuse zu bauen. Die bestehenden positiven Eigenschaften sind aber grundsätzlich geblieben. Wir haben es hier wieder mit einem massiven Block zu tun, in den die Elektronik gewandert ist, der natürlich ins Corporate-Identity-Design von Marantz geformt wurde und durch dezente Beleuchtung der Bedienknöpfe nett in Szene gesetzt wird. Mittig ist das schwarz-weiße Display, darunter ein großer Ein-/Ausschalter Auf der Frontseite sind außerdem noch ein USB-Eingang und eine Kopfhörerbuchse. Das klingt zunächst etwas trocken, aber schauen Sie sich mal die Bilder an: Der NA11 sieht schon klasse aus, muss man ja sagen. Über das farbliche Zusammenspiel von golden/kupfernen Wänden und blauem Licht kann man ja gern streiten. Wer’s nicht mag: Es gibt ihn auch in Schwarz. Unabhängig von der Farbe gibt‘s in jedem Fall dicke, zirka 5 Millimeter starke Wände, die dem Player extreme Stabilität verleihen und Störungen von außen wirkungsvoll unterbinden. Das wird noch durch die aufgedoppelten Wände und den edlen Kupferkäfig verstärkt. Somit werden Vibrationen jeglicher Art wirkungsvoll im Keim erstickt. Und ich sage es Ihnen: Ich hätte früher auch nicht gedacht, dass bei einem digitalen HiFi-Gerät so viel passieren kann, wenn man vibrationsdämmende Maßnahmen durchführt. Ist aber so. Außerdem ist das Ding HF-mäßig dicht und kann sich somit voll auf die ihm zugedachten Aufgaben konzentrieren. Und noch etwas wird durch diese feine, satte 12 Kilogramm schwere Konstruktion erreicht: Der Betrachter nimmt diesen Player von der ersten Sekunde an ernst und weiß sofort, dass hier ein Netzwerkplayer/DAC steht, der das Zeug hat, den klanglichen Himmel zu erreichen. Das Gehäuse trägt also seinen Teil zum erstklassigen Eindruck bei, der Kenner und Technikliebhaber wird von dem, was hinter den Wänden verbaut wurde, extrem angetan sein. Der NA11 wurde von Grund auf neu konstruiert und bekam ein Engineering verpasst, das man bei einem Netzwerkplayer sonst kaum findet. Oder sagen wir mal D/A-Wandler mit Netzwerkfunktion dazu. Wie auch immer, er versteht sich prächtig mit digitalen Daten über die verschiedensten Zuspielkanäle. Digitale Eingänge sind in optischer und elektrischer Form vorhanden, beide Buchsen sind auch noch mal als Ausgang ausgeführt. Die wird man in der Regel kaum in Anspruch nehmen, denn einen preislich passenden Wandler, der besser klingt als der, der im NA11 schon drinsteckt, wird man nur schwer auftreiben können. Auch interessant ist der USB-Eingang an der Vorderseite. Hier können USB-Festplatten oder Apple-Geräte wie iPod oder iPhone eingesteckt werden. Bedient wird dann ganz einfach mit der Fernbedienung des NA11 oder sogar der Marantz-App, denn obwohl die reinen Netzwerkfunktionen natürlich mit jedem beliebigen UPnP-Programm steuerbar sind, hat nur die Marantz-App Vollzugriff

Preis: um 4000 Euro

Marantz NA11S1


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Autor Christian Rechenbach
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Datum 17.10.2013, 14:44 Uhr