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Kategorie: D/A-Wandler, Endstufen

Systemtest: NuPrime DAC-10H, NuPrime ST-10


Doppelt hält besser

D/A-Wandler NuPrime DAC-10H, NuPrime ST-10 im Test , Bild 1
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Mit dem IDA-16 feuerte NuPrime einen gelungenen Einstand nach der Abspaltung vom Mutterkonzern NuForce. Ebenso wie die Firma teilt sich nun auch ihr Vorzeigesystem, denn ab sofort werden Wandlung und Verstärkung getrennt.

Den IDA-16 hatte ich letzten Herbst wirklich zu schätzen gelernt. Ganz in Schwarz mit auffälligen Kanten und unsichtbaren Knöpfen und Anzeigen, traf die Optik des Verstärkers genau meinen Geschmack. Innen gab es äußerst hochwertige Technik, gepaart mit ordentlich Leistung, und klanglich überzeugte mich das Gesamtpaket aus D/A-Wandler und Vollverstärker ebenfalls. Doch auf seinen Lorbeeren darf man sich bekanntermaßen nicht ausruhen und das weiß selbstverständlich auch Nu- Prime. Bereits Ende letzten Jahres kam die Ankündigung, dass weitere Geräte auf dem Weg sind, die nun endlich zum Test eingetroffen sind. Anstelle eines einzelnen Systems standen nun auf einmal gleich zwei der tiefschwarzen Kästen vor mir, denn anstelle eines Vollverstärkers mit eingebautem DAC gibt es nun einen DAC mit Vorverstärker und dazu die passende Endstufe. Bei den Namen bleibt sich NuPrime treu, dann auch hier gibt es wieder Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen. ST-10 nennt sich die Stereo- Endstufe, während der dazugehörige Wandler schlicht DAC-10 genannt wird. In diesem Fall eigentlich sogar DAC-10H, denn unser Testgerät verfügte über den optionalen Kopfhörerverstärker, mit dem nicht nur Ohrhörer mit 6,3-Millimeter-Anschluss betrieben werden können, sondern auch symmetrisch laufende Kopfhörer, die über einen XLR-4-Anschluss verfügen. Wer darauf keinen Wert legt, kann sich die fair bemessenen 250 Euro Aufpreis der H-Variante sparen und auf den normalen DAC-10 zurückgreifen. Optisch sind beide an den IDA-16 angelehnt. Ein solides Aluminiumgehäuse umschließt sämtliche Technik, während die Frontpartie die typischen Winkelzüge zeigt, die man nun wohl als firmentypisch bezeichnen kann.

D/A-Wandler NuPrime DAC-10H, NuPrime ST-10 im Test , Bild 2D/A-Wandler NuPrime DAC-10H, NuPrime ST-10 im Test , Bild 3D/A-Wandler NuPrime DAC-10H, NuPrime ST-10 im Test , Bild 4D/A-Wandler NuPrime DAC-10H, NuPrime ST-10 im Test , Bild 5D/A-Wandler NuPrime DAC-10H, NuPrime ST-10 im Test , Bild 6D/A-Wandler NuPrime DAC-10H, NuPrime ST-10 im Test , Bild 7
Hinter winzigen Löchern leuchten blaue LEDs, die beim DAC-10 den Eingang und die Samplingrate beziehungsweise die Lautstärke anzeigen. Bei der H-Version liegen links und rechts davon nun die beiden Kopfhöreranschlüsse, die von einem silbern glänzenden Ring umschlossen sind. Das sieht zwar edel aus, entfernt sich aber leider auch ein wenig von dem absolut minimalistischen Design des großen Bruders. Auch die Bedienfelder sind nun wesentlich deutlicher zu erkennen, wodurch sich der gleiche Effekt einstellt. Hierfür gibt es aber auch einen triftigen Grund, denn NuPrime hat dem DAC-10 eine neue Funktion spendiert, bei der die Knöpfe zum Tragen kommen. Zwei Tasten sind nun für die Anpassung des Gain zuständig: Die rechte regelt die Eingangsempfindlichkeit der Kopfhörerausgänge, die linke Taste bietet die gleiche Funktion, allerdings sowohl für die Kopfhörer als auch für die Anschlüsse an der Rückseite. Durch die Aufteilung auf zwei Geräte sind bei den rückseitigen Anschlüssen des DAC-10 sogar noch Optionen hinzugekommen. Digitale Signale können über je zwei koaxiale oder optische Eingänge übertragen werden, ergänzt um einen USB-B-Port, mit dem der Wandler dann vollkommen ausgereizt werden kann. Anstelle von einem analogen Eingang gibt es nun gleich zwei Stereo-Cinch-Anschlüsse. Bei den Ausgängen hat man nun die Wahl zwischen Cinch oder den symmetrischen XLR-Buchsen, um so die ST-10 mit Signalen zu versorgen. Um dann endlich Musik aus den Lautsprechern kommen zu lassen, wurden die etwas billig wirkenden Plastikklemmen des IDA-16 hier schönerweise durch solide Metallklemmen ersetzt. Technisch bietet der DAC-10 die gleichen Möglichkeiten wie der große Bruder, denn auch hier kommt der ES9018-DAC-Chip von ESS zum Einsatz. Per USB sind so PCM-Samplingraten bis zu 384 kHz bei 24 Bit möglich, bei DSD wird selbst die 265er-Variante mit 11,2896 MHz verarbeitet. Zukunftssicherheit ist also garantiert. Und auch im DAC-10H habe ich wieder meinen Spaß mit dem 9018-Wandler, der wunderbar frisch und direkt spielt. Im Angebot von WiMP stieß ich letztens auf eine Sammlung von 100 Filmmusikklassikern, die ich direkt einmal ausprobieren wollte. Ennio Morricones „L‘estasy Dell‘ Oro“ glänze bereits in CD-Qualität mit hervorragend klaren Höhen von Orchester und Sängerin, gepaart mit toller Räumlichkeit. Höher aufgelöste Musik konnte dann in vielen Belangen noch ein wenig zulegen. Bei einem Genrewechsel zum Queens-of the-Stone-Age-Album „Songs for the Deaf ”, geizte die NuPrime-Kombi nicht mit dem nötigen Bass. In Kombination mit der Endstufe kommt so auch direkt wieder Freude auf, denn wie bereits beim IDA-16, gibt es auch hier ordentlich Leistung. Mit 205 Watt pro Kanal bei 8 Ohm Widerstand lieferte die ST-10 geringfügig mehr Power als vom Hersteller angegeben. Bei 4 Ohm reichte die Messkurve im Labor dann bis knapp unter 300 Watt, bevor die Klirrgrenze von 0,7 Prozent erreicht wurde. Generell war der messbare Klirr ein wenig höher als beim IDA-16, aber trotzdem weit davon weg, sich hörbar zu manifestieren. Damit die digitale Endstufe auch mit der nötigen Energie versorgt wird, sitzt im ST-10 ein riesiger Ringkerntrafo, der für Stabilität sorgt. Optisch liegt mir der IDA-16 zwar mehr, aber ansonsten hat auch die neue DAC/Verstärkerkombi meine Sympathien. Das NuPrime-Konzept von Spitzenklang zu erschwinglichem Preis geht auch hier auf und verdient ein Lob. Man darf gespannt sein, wie sich die nächsten Geräte der Firma schlagen werden, denn wie mir verraten wurde, ist da noch einiges Spannendes in Planung.

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Fazit

Neutraler, räumlicher Klang vom DAC, dazu ordentlich Power von der Endstufe: Da will man natürlich mehr von haben. Die Kombi aus DAC-10H und ST-10 ist technisch auf der Höhe der Zeit und bleibt den NuPrime-Tugenden treu.

Preis: um 1850 Euro

NuPrime DAC-10H


-

Preis: um 1600 Euro

NuPrime ST-10


03/2016 - Philipp Schneckenburger

 
Ausstattung & technische Daten: NuPrime DAC-10H
Preis: um 1.850 Euro 
Vertrieb: TAD-Audiovertrieb GmbH, Bad Kötzting 
Telefon: 09941 9084210 
Internet www.tad-audiovertrieb.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 355/59/394 
Eingänge 2 x S/PDIF koaxial 
Unterstützte Formate: Gängige PCM Formate, DXD, DSD 
Unterstützte Abtastraten: S/PDIF bis 192 kHz, 24 Bit USB: PCM bis 384 kHz, 24 Bit; DSD bis DSD256 (11,2896, 1 Bit) 
Ausgänge: 1 x RCA Stereo, 1 x XLR Stereo, 
checksum „Neutraler, räumlicher Klang vom DAC, dazu ordentlich Power von der Endstufe: Da will man natürlich mehr von haben. Die Kombi aus DAC-10H und ST-10 ist technisch auf der Höhe der Zeit und bleibt den NuPrime-Tugenden treu.“ 
Ausstattung & technische Daten: NuPrime ST-10
Preis: 1600 
Vertrieb: TAD-Audiovertrieb GmbH, Bad Kötzting 
Telefon: 09941 9084210 
Internet: www.tad-audiovertrieb.de 
Abmessungen (H x B x T in mm): 59/355/394 
Eingänge: 1 x RCA Stereo, 1 x XLR Stereo 
Ausgänge: 1 x Lautsprecher Stereo 
Leistung (8 Ohm in Watt): etwa 220 Watt 
Leistung (4 Ohm in Watt): etwa 295 Watt 
checksum „Neutraler, räumlicher Klang vom DAC, dazu ordentlich Power von der Endstufe: Da will man natürlich mehr von haben. Die Kombi aus DAC-10H und ST-10 ist technisch auf der Höhe der Zeit und bleibt den NuPrime-Tugenden treu.“ 
Advents-Highlights

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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
Kontakt E-Mail
Datum 06.03.2016, 10:27 Uhr
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Topthema: Ohrenschmaus
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Dipl.-Phys. Guido Randerath - Ressort Heimkino und Car Hifi
Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
Heimkino 1/2022

Jüngst veröffentlichte die gfu den HEMIX Home Electronics Martkt Index für die ersten drei Quartale 2021. Demnach hat der Markt für Home Electronics sich weiter positiv entwickelt und zum Vorjahr 6,9 Prozent zugelegt. Hauptumsatzbringer waren dabei neben der weißen Ware die privat genutzten IT-Produkte mit +8,1 % und die Telekommunikation mit +7,1 %. Bei den TV-Geräten sank die Stückzahl zwar um 14,9 %, doch durch den stark gestiegenen Durchnittspreis (+16,8 %) blieb der Umsatz im TV-Segment nahezu konstant auf hohem Niveau (-0,6 %).
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Elmar Michels - Ressort Car Hifi
Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Car Hifi 1/2022

Sie werden es beim Download nicht gemerkt haben, doch diese CAR&HIFI ist die dickste seit langem. Neben jeder Menge Tests enthält diese Ausgabe wieder die im letzten Jahr eingeführte Preisverleihung an die besten Geräte des Jahres. Unter der Rubrik Product of the Year finden sie auf 25 Extraseiten die bestklingenden, leistungsfähigsten und highendigsten Geräte aus unserem Testfuhrpark oder auch Produkte, die uns durch ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, Einsteigerfreundlichkeit oder Cleverness aufgefallen sind.
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Holger Barske - Ressort<br>High-End
Holger Barske
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Wir begrüßen Sie herzlich zur neuen Ausgabe unseres Analogmagazins "LP". Der Titel verrät bereits, dass wir uns für dieses Heft mit dem neuen luftgelagerten Bergmann-Plattenspieler auseinandergesetzt haben. Hinzu gesellen sich Testberichte zu zwei sehr exklusiven Verstärkerkombinationen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Grandinote aus Italien verblüfft mit einem exotischen Halbleiterkonzept, Air Tight legt die Messlatte in Sachen Röhrentechnik höher. Hinzu gesellen sich zwei interessante Phonovorstufen, ein weiterer extremer Röhrenvollverstärker und eine ganze Reihe anderer Komponenten, die Sie bestimmt interessieren werden.
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Thomas Schmidt - Ressort Hifi
Thomas Schmidt
Ressort Hifi
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In dieser Ausgabe geht es tief hinunter: Zum ersten Mal in einem langen Zeitraum gibt es mal wieder einen Subwoofer von der Klang+Ton. Und deswegen haben wir es auch gleich richtig gemacht: Ein mächtiger 21-Zoll-Treiber und dazu ein DSP-Verstärkermodul mit gut 1000 Watt in schlanken 150 Litern: So gehen im Heimkino 19 Hertz und im Musikbetrieb unkomprimierte 120 Dezibel - dass sollte fürs erste reichen.
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