Kategorie: DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player

Einzeltest: Bluesound Node


Knotenpunkt

DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player Bluesound Node im Test, Bild 1
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Mehrere Räume unkompliziert mit Musik versorgen, ohne ein teures Komplettsystem oder eine volle High-End Anlage in jedem Raum. Bisher ein schwieriges Unterfangen, wenn man guten Klang mit einem günstigen Preis haben wollte. Die kleinen Streamer von Bluesound könnten da jetzt Abhilfe schaffen.

Peripherie:


 Perreaux éloquence 150i
 Quellen: Integrita Audiophile Music Server WiMP HiFi Internetradio
 Lautsprecher: Valeur Audio Micropoint 2 SE, Klang + Ton „Nada“

Während der Name Lenbrook Industries weniger bekannt ist, werden HiFi-Enthusiasten wahrscheinlich trotzdem mit Produkten der Firma vertraut sein. So stehen die Marke NAD wie auch der Lautsprecherhersteller PSB unter dem Schirm des kanadischen Mutterkonzerns. Bekannte Namen und bewährte Ingenieursleistungen also, die gute Vorzeichen für die neue Marke Bluesound sind. Fünf verschiedene Geräte umfasst die Linie bis jetzt: Eine Komplettanlage mit integrierten Lautsprechern namens Pulse und ein Lautsprecherset mit dem Namen Duo.

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Dazu die beiden Streamer- Varianten mit Verstärker oder CD-Ripper, namens Powernode und Vault. Wir haben uns das Einstiegsmodell Node angesehen, das schon mit einem Paar Aktivboxen auskommt, aber auch an einen externen Verstärker angeschlossen werden kann. Alle fünf Systeme folgen dem selbst gesetzten Ziel der Hersteller: einfacher Anschluss und komfortable Bedienung verbunden mit tollem Sound. Dabei können sie natürlich von den Erfahrungen der Ingenieure der Schwestermarken profitieren. Ihr Ziel vom einfachen Anschluss haben die Bluesound-Jungs mit dem Node schon mal erreicht. Kaum ist das Stromkabel in die Steckdose gesteckt, versorgt das interene Netzteil den kleinen Kasten mit Energie. Für die Einrichtung des Systems braucht es noch ein Netzwerkabel, und man kann loslegen. Die gratis im AppStore und in Androids PlayStore erhältliche App wird zur Einrichtung und zur Bedienung benötigt, da der Node keine direkte Möglichkeit der Eingabe hat. Nach dem optionalen Einrichten der WLAN-Funktion und der Freigabe der Netzwerkordner auf dem NAS ist alles bereit zum Spielen. Das dauert nur wenige Momente und verläuft vollkommen problemlos. Über den USB-A-Anschluss an der Rückseite kann ebenfalls Musik abgespielt werden, wenn ein USB-Stick oder eine externe Festplatte angeschlossen werden. Außerdem sind ab Werk bereits verschiedene Onlinedienste über den Node abrufbar. Mit TuneIn ist ein gratis Internetradio bereits für jeden verfügbar und auch verschiedene Streamingdienste wie WiMP HiFi oder Spotify stehen zur Auswahl. Die Bibliotheken der Dienste können einfach über die App ausgewählt und durchsucht werden, natürlich vorausgesetzt man ist im Besitz eines passenden Accounts, der über die Einstellungen mit dem System gekoppelt wird. Der Node ist dafür ausgelegt, beispielsweise in einem Bücherregal unbeachtet, möglicherweise im Verbund mit Systemen in anderen Räumen, seine Arbeit zu tun. Deshalb darf man nicht erwarten, dass er über eine übermäßige Anzahl an Anschlüssen verfügt. Als Eingänge gibt es den angesprochenen USB-Anschluss, einen optischen Tos- Link-Eingang, den Ethernet-Port, oder die Übertragung per WLAN. Wer einen Bluetooth-Adapter in den USB-Port steckt, kann auch Musik direkt von seinem Mobilgerät an den Node senden. Als Ausgang dienen die Stereo- RCA-Stecker. Das ist im Vergleich zu großen Streamern vielleicht auf den ersten Blick wenig, doch mehr braucht es für so ein Gerät auch nicht. So wird Kabelsalat von vornherein ausgeschlossen und der Node bleibt unauffällig. Verstecken muss sich der Kleine allerdings nicht, denn auf Design braucht man trotz der geringen Größe nicht zu verzichten. Das wahlweise weiße oder schwarze Gehäuse versteckt mit den zwei spitzen Seitenteilen die innen liegende Technik, so dass der Node leicht trapezförmig wirkt. In der Mitte fällt der Blick auf das Bluesound-Logo auf dem silbernen Streifen, unter dem an der Ober- und Unterseite des Gerätes jeweils zwei unauffällige Lüftungsschlitze sitzen. Hinten wird der Streifen durch die verfügbaren Anschlüsse unterbrochen, wo verbundene Kabel aufgrund der leichten Einbuchtung nicht zufällig getrennt werden können. Auf der Oberseite befindet sich beim Node die einzige Taste am Gerät selbst: Ein Mute-Button mit eingebauter LED. Diese verrät durch verschiedene Farben und Leuchtmuster den Zustand des Gerätes. So weist konstantes blaues Leuchten auf laufenden Betrieb hin, während zum Beispiel weiß pulsierendes Licht auf ein verfügbares Update hinweist. Diese sollen übrigens zukünftig alle zwei Monate verfügbar sein und kleine Verbesserungen wie auch völlig neue Optionen beinhalten. 

Software


Das Design des Node ist zwar gelungen, doch oft wird man keinen Blick auf das Gerät werfen müssen. Da er kein Display besitzt, erfolgt die Bedienung nämlich ausschließlich per App. Diese kann mit einem klar strukturierten Design punkten. Die Quellen sowie die eingerichteten Streamingdienste und das Internetradio sind über das Menü schnell zu erreichen. Alle Alben werden beim Durchsuchen standardmäßig mit ihrem Cover präsentiert. Wer dabei die im Vergleich zur Übertragung per Kabel geringfügig verlängerte Reaktionszeit des WLAN umgehen möchte, kann eine Listendarstellung wählen. Ausgewählte Titel landen in der Warteschlange und werden dann, dank Gapless Play, ohne Pausen abgespielt. Dabei ist es egal, von welcher Quelle die Songs kommen. Musik vom Netzwerkspeicher kann problemlos mit Alben aus dem Angebot eines Streamingdienstes oder von USB-Sticks kombiniert werden. Dabei wird außerdem angezeigt, von welchem Dienst der Titel kommt, oder bei eigenen Titeln, ob es sich um CD-Rips oder hoch aufgelöste Musik handelt. Die aktuelle Warteschlange lässt sich außerdem gleich als Playlist speichern. Laufende Songs werden stets am unteren Bildschirmrand eingeblendet, wobei eine Wischbewegung nach oben reicht, um die Abspielfunktionen und das Cover im Vollbild anzeigen zu lassen. Auch eine digitale Lautstärkeregelung ist verfügbar, kann aber auf Wunsch deaktiviert werden. Mehr Informationen über Titel, Album oder Künstler kann man innerhalb der App über die Musikdatenbank last.fm abrufen. Wer die Bluesound-Geräte gerne als Multiroom-System nutzen möchte, kann die im gleichen Netzwerk befindlichen Streamer über die App zusammenlegen. So wird dann die derzeitige Songauswahl auf allen ausgewählten Geräten abgespielt. Es reicht also vollkommen aus, sein Smartphone mit dem hauseigenen WLAN zu verbinden, um sofort das ganze Haus zu beschallen. Viel bequemer kann man es nicht machen. Da die Betriebssoftware BlueOS des Node auch in Geräten der Schwesterfirma NAD implementiert werden kann, ist es so möglich, auch diese mit der Bluesound-App zu steuern. Der Faktor Einfachheit, den die Entwickler berücksichtigen wollten, ist also bedient worden, denn mit der flüssig laufenden App ist die Bedienung wirklich simpel. Überzeugen muss das System jedoch auch von der Hardware-Seite. 

Hardware


Als Hauptprozessor verwendet der Node einen ARM-Cortex, der das System reaktionsschnell laufen lässt. Angeforderte Daten werden zügig übertragen und der interne DAC wird mit Arbeit versorgt. Dabei handelt es sich um einen Chip von Cirrus Logic, der eine Reihe von Formaten und Samplingraten verarbeiten kann. Egal ob verlustbehaftete, wie MP3 und Ogg Vorbis, oder verlustfrei komprimierte Dateien wie zum Beispiel FLAC und ALAC. Auch unkomprimierte Daten wie WAV-Dateien können abgespielt werden. Bei den Abtastraten ist der Node ebenso wenig wählerisch. Von 32 kHz bis zu 192 kHz mit 16 oder 24 Bit gelingt die Datenübertragung problemlos. Beachtlich: Selbst über die WLAN-Verbindung gelang in unserem Test die Übertragung von Titeln mit einer Auflösung von 192 kHz ohne Aussetzer oder bemerkbaren Jitter. Das ist von einem Gerät dieser Preisklasse nicht unbedingt zu erwarten. Die Kombination aus Soft- und Hardware ist absolut gelungen, und die sieben Jahre, die das System im Entwicklungsstadium befand, haben sich augenscheinlich gelohnt. Doch der verbaute DAC kann beim Node mangels digitalem Ausgang nicht umgangen werden. Darum ist es natürlich wichtig, wie sich der Kleine klanglich schlägt. 

Klang


Es fällt erst einmal schwer, dem Node einen bestimmten Klang zuzuordnen, denn so richtig beeinflusst er die gespielte Musik gar nicht. Kein bestimmter Frequenzbereich wird besonders bevorzugt oder betont, der Node reicht durch, was hineinkommt. Dabei kann der der kompakte Streamer mit einer schönen dynamischen Weite aufwarten. Der Wechsel zwischen laut und leise gelingt gut, und Feinheiten bleiben immer erkennbar. Generell spielt das Gerät sehr detailliert und klar. Ein guter, direkter Klang, genau auf den Punkt. Bluesound hat hier sein Konzept intelligent umgesetzt. Einfache Einrichtung, gute Bedienung, alles geht bequem und schnell. Die Verbindung von Convenience mit echtem HiFi-Klang ist eine tolle Idee. Man ist schnell mit dem Gerät verbunden und kann sofort drauflos spielen. Dabei taugt der Node bei Weitem nicht nur zur Hintergrundbeschallung, sondern kann auch den konzentrierten Hörer überzeugen. Mehrere Systeme lassen sich einfach verbinden, und das zu einem Preis, der bei vollen Multiroom-Systemen wohl gerade für die Fernbedienung reicht. Mit den Updates werden außerdem immer wieder neue Funktionen hinzukommen, so dass auch die Zukunftssicherheit garantiert ist. Man merkt an jeder Ecke, dass sich die Ingenieure Gedanken um jede Kleinigkeit gemacht haben. Das hat sich gelohnt, denn das Endergebnis ihrer Überlegungen kann sich wirklich sehen lassen.

Fazit

Der Node bietet bequeme Bedienung und verbindet sie gekonnt mit klanglicher Qualität. Egal ob im ganzen Haus oder nur in einem einzigen Raum, in wenigen Sekunden läuft Musik. Modern, schnell, einfach und dazu noch günstig. Bluesound ist HiFi mit Lifestyle.

Preis: um 450 Euro

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Bluesound Node


10/2014 - Philipp Schneckenburger

Ausstattung & technische Daten 
Kategorie Netzwerkplayer 
Vertrieb Dynaudio, Rosengarten 
Telefon 04108 41800 
Internet www.bluesound.com 
Abmessungen (B x H x T in mm): 205/146/167 
Unterstützte Formate: MP3, AAC, WMA, OGG, WMA-L, FLAC, ALAC, WAV, AIFF 
Unterstützte Abtastraten: 32; 44.1; 48; 88.2; 96; 176.4, 192 kHz; 16, 24 Bit 
Eingänge WLAN, 1 x Ethernet, 1 x USB-A, 1 x Toslink optisch 
Ausgänge 1 x RCA Stereo 
checksum „Der Node bietet bequeme Bedienung und verbindet sie gekonnt mit klanglicher Qualität. Egal ob im ganzen Haus oder nur in einem einzigen Raum, in wenigen Sekunden läuft Musik. Modern, schnell, einfach und dazu noch günstig. Bluesound ist HiFi mit Lifestyle.“ 
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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
Kontakt E-Mail
Datum 18.10.2014, 10:01 Uhr
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Topthema: DIE MUSIKTRUHE IST ZURÜCK
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