Kategorie: In-Car Subwoofer Aktiv
Hifonics ZRX200A – Aktivsubwoofer, der überall hinpasst

Mini Aktivsubwoofer

In-Car Subwoofer Aktiv Hifonics ZRX200A im Test, Bild 1
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Der ZRX200A will das Unmögliche schaffen: ein Subwoofer für Leute, die keinen Subwoofer wollen, zu sein. Wir stellen den Kraftzwerg vor.

Das Thema Car-HiFi Subwoofer war früher einfach. Es gab kleine Subwoofer für Leute, die einfach nur guten Bass im Auto haben wollten und große Subwoofer für die Freaks. Ein Subwoofer war dabei immer ein meist mit Filz bezogenes Holzgehäuse, das sich im Kofferraum breitmachte und, je nach Bassdosis, diesen zunehmend ausfüllte. Diese klassische Basskiste ist heute längst nicht mehr so gefragt, vielmehr will der moderne Autouser möglichst gar keinen Subwoofer mehr. Aber guter Bass ist natürlich unabhängig davon gefragt. Daher müssen neuartige Subwoofer her, möglichst kleine Gehäuse, die sich „unsichtbar“ installieren lassen. Das Problem dabei: Aus wenig Volumen kommt auch wenig Bass. Es sei denn, man behilft sich mit ein paar Tricks.

In-Car Subwoofer Aktiv Hifonics ZRX200A im Test, Bild 2In-Car Subwoofer Aktiv Hifonics ZRX200A im Test, Bild 3In-Car Subwoofer Aktiv Hifonics ZRX200A im Test, Bild 4In-Car Subwoofer Aktiv Hifonics ZRX200A im Test, Bild 5In-Car Subwoofer Aktiv Hifonics ZRX200A im Test, Bild 6
Dazu kommen speziell auf den Einsatzzweck optimierte kleine Subwooferchassis zum Einsatz, die optimiert sind, in extrem wenig Volumen noch ausreichend Bass zu machen. Bei unserem Hifonics ZXR200A kommt noch eine Herausforderung dazu: Das Gehäuse ist sehr flach ausgefallen, es ist ganze 83 Millimeter hoch. Der Grund ist, dass es auch unter einem der vorderen Sitze installiert werden kann - ein prima Platz für unsichtbaren Bass und günstig, weil der Subwoofer nach am Geschehen ist und nicht hinten im Kofferraum. Doch auch dort ist Platz für ein flaches Gehäuse wie das des ZXR200A. Entweder im Seitenteil oder im doppelten Kofferraumboden findet der kleine Woofer in nahezu jedem PKW Platz. Im Inneren des Aluminumgehäuses finden wir besagten Spezialwoofer, der mit einer Flachmembran aus Aluminium so flach ausfällt, dass er nur wenige Zentimeter Einbautiefe hat.   

Neben dem Woofer findet sich ein weiterer Trick für viel Bass: Zwei schmale Passivmembranen befinden sich rechts und links des Woofers im Gehäuseboden. Allerdings funktionieren sich nicht wie gängige Passivmembranen so wie ein Bassreflexsystem. Vielmehr arbeiten sie auf je ein kleines Volumen, das mit einer weiteren Gummimembran (fast) verschlossen ist. Beim genaueren Hinsehen finden wir kleine Löcher in der zweiten Gummimembran, so dass diese als Fließwiderstand für die Bewegung der Passivmembranen wirkt, die Austrittsöffnungen am Gehäuse sind größtenteils verschlossen, sie dienen nicht der „Atmung“ der Passivmembranen, sondern nur dem Druckausgleich. Sinn des Ganzen ist Folgendes: Durch die stark gedämpfte Bewegungsmöglichkeit der Passivmembranen wird dem Woofer ein größeres Volumen vorgetäuscht als wirklich vorhanden.
In-Car Subwoofer Aktiv Hifonics ZRX200A im Test, Bild 3
Rechts und links sitzen die Passivmembranen, die auf Fließwiderstände arbeiten
Das Prinzip ist auch als „KU“ (Kontrollierte Undichtigkeit) bekannt und bewirkt eine stark erniedrigte Einbaugüte des Woofers und auch eine etwas niedrigere Grenzfrequenz, sprich mehr Bass. Die zweite Hälfte des Gehäuses gehört der Endstufe des ZXR200A, diese ist sauber, teilweise mit Platz sparenden SMD Bauteilen, aufgebaut. Es handelt sich um eine Class-AB Endstufe mit diskret aufgebauter Treiberstufe und einem Pärchen MOSFETs.   

Messungen und Sound


Der ZXR200A ist mit Low- und High-Level Eingängen ausgestattet, letztere bieten auch eine Einschaltautomatik. Die Filter bestehen aus Tiefpass und Boost und einen Umpolschalter gibt es auch. Unsere Endstufenmessung attestiert dem ZXR einen (unnötig) hohen Boost von gut 13 dB und einen tief angesetzten Subsonic. Bei der Leistungsmessung glänzt die Endstufe mit 144 Watt an 2 Ohm, was weit über dem Durchschnitt liegt. Akustisch zieht sich der kleine Hifonics ebenfalls beachtlich aus der Affäre, nur der Boost wirkt zu unspezifisch, da im selben Frequenzbereich das Gehäuse auch so bevorzugt spielt. Ansonsten ist die Frequenzantwort für ein derart kleines Gehäuse beachtlich. Klanglich klingt der ZRX200A ebenfalls größer als er ist. Immer noch kein Tiefbassmonster, das geht nun wirklich nicht bei 5 Litern Volumen, spielt er jedoch knackig auf, so dass man im Alltagsbetrieb jederzeit zufrieden ist. Er liefert genau das ab, was von ihm erwartet wird, er fügt dem normalen Sound den entscheidenden Extrakick im Bass zu. Und der macht jede Menge Laune, weil der Sound lebendig und knackig ans Ohr kommt.

Fazit

Der ZXR200A ist ein kleiner, durchdachter Subwoofer, der überall hinpasst, nicht zuviel kostet und das entscheidende Bassplus ins Auto holt.

Kategorie: In-Car Subwoofer Aktiv

Produkt: Hifonics ZRX200A

Preis: um 220 Euro


10/2022
4.5 von 5 Sternen

Kompaktklasse
Hifonics ZRX200A

10/2022

Hifonics ZRX200A
KLANGTIPP
 
Bewertung 
Klang 30% :
Tiefgang 7.50%

Druck 7.50%

Sauberkeit 7.50%

Dynamik 7.50%

Labor 40% :
Frequenzgang 10%

Maximalpegel 10%

Endstufenleistung 20%

Praxis 30% :
Ausstattung 10%

Verarbeitung Elektronik 10%

Verarbeitung Mechanik 10%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Audio Design, Kronau 
Hotline 07253 9465-0 
Internet www.audiodesign.de 
Technische Daten
Gehäusebreite (in cm) 34,5 
Gehäusehöhe (in cm) 8.3 
Gehäusetiefe (in cm) 24,5 
Bauart/Volumen g 5 l 
Reflexkanal (d x l) Nein 
Gewicht (in kg) 6.3 
Chassisdurchmesser (in cm) 25 
Nennimpedanz (in Ohm)
Schwingspulendurchmesser (in mm) 38 
Leistung an Nennimp. (in W) 144 
Empfindlichkeit Cinch max. (in mV) 100 
Empfindlichkeit Cinch min. (in V) 4,5 
THD +N (<22 kHz) 5W (in %) 0.03 
THD +N (<22 kHz) Halblast (in %) 0.11 
Rauschabstand (A bew.) (in dB) 99 
Ausstattung
Tiefpass 50 – 150 Hz 
Bassanhebung 0 – 13 dB/50 Hz 
Subsonicfilter fix 25 Hz 
Phaseshift Umpolschalter 
Low-Level-Eingänge Ja 
High-Level-Eingänge Ja 
Einschaltautomatik •, DC 
Start-Stopp-Fähigkeit – (9.4 V) 
Fernbedienung •, Gain 
Sonstiges Passivmembranen 
Klasse Kompaktklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
Car&Hifi „Kleiner Bassmacher für unsichtbaren Bass.“ 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 25.10.2022, 09:58 Uhr
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  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
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