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Kategorie: In-Car Subwoofer Aktiv

Einzeltest: Emphaser EBP1000A


Idealvorstellung

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Aktivsubs müssen praktisch, aber nicht langweilig sein. Emphaser bringt mit dem EBP1000A einen topaktuellen Beitrag zum Thema.

Einen Aktivsubwoofer zu machen ist nicht schwer. Man nehme eine beliebige Basskiste und schraube ein auf dem Markt leicht zugängliches Verstärkermodul in die Rückwand, und fertig ist das neue Aktivmodell. Bei Emphaser hat man es vorgezogen, sich etwas tiefere Gedanken zu machen, wie der ideale Aktivsubwoofer aussehen muss. Herausgekommen ist eine Bassbox, an der alles anders ist: ungewöhnliches Gehäuse, ungewöhnlicher Treiber und ungewöhnliche Elektronik. Schauen wir mal genauer hin. Natürlich muss ein moderner Aktivsub möglichst kompakt sein und möglichst wenig Stellfläche im Kofferraum für sich beanspruchen. Daher ist der EBR1000A nur 26 cm breit. Sein asymmetrisches Gehäuse ist so designt, dass er an der linken Seite im Kofferraum Platz nimmt. Dabei passt er auch im kleineren Kofferräumen problemlos und ist insgesamt kleiner als eine gängige 25er-Kiste. Um dennoch einen möglichst großen und damit potenten Treiber integrieren zu können, fiel die Wahl auf ein Ovalchassis im Format 7 x 10 Zoll, das saugend auf den Innenteiler passt. Das Gehäuse arbeitet nach dem Bandpassprinzip, wodurch der innen liegende Lautsprecher ganz automatisch geschützt ist. Wichtig bei Bandpässen ist die Portöffnung, da der gesamte Schall durch sie hindurch muss. Daher empfiehlt es sich, den Port möglichst großflächig zu machen. Bei Emphaser arbeitet man mit einem Trick, nämlich mit einer Freiform-Öffnung, deren Querschnitt sich nach außen stark vergrößert. Die genaue Form und die exakten Kammervolumina wurden in Versuchsreihen ermittelt. Doch nicht nur die 7 x 10er-Größe ist an dem Emphaser-Bass ungewöhnlich. Seine mit 50 mm Durchmesser groß dimensionierte Schwingspule besitzt zwei Abgriffe, die bei unserer Messung mit 2 x 1,0 Ohm ungewöhnlich niederohmig ausfallen. Das macht man normalerweise im dB-Drag-Bereich, um mit den sehr niedrigen Lasten die Endstufe richtig auszuquetschen. Prinzipbedingt steigt dabei die Stromstärke in schwindelerregende Höhen, was enorm aufs Material geht. Nun verbietet es sich, bei einem kompakten Aktivsub ein fettes Endstufenbrett für SPL-Anwendungen einzubauen. Daher vermuten wir eine der neuen Chip-Endstufen im EBP1000A, bei denen ein kleiner „Käfer“ die Verstärkung anstelle der normalen (großen) Endtransistoren übernimmt. Was dann aber nach Herausschrauben der im Gehäuseboden integrierten Elektronik zutage tritt, lässt uns erst einmal staunen. Es ist wenig, das war zu erwarten. Zwei handtellergroße Platinen, gespickt mit SMD-Bauteilen, obendrauf nur der makroskopische Part, nämlich die Eingangsfilterung und zwei Spulen, die eine Class-D anzeigen. Doch richtig blass wird man, wenn man merkt, dass es keine Zweikanalendstufe ist, sondern eine Mono (in Vollbrücke, daher die zwei ausgangsseitigen Spulen). Die Lautsprecherdrähte gehen von nur einem Plus und einem Minus aus, das heißt, die Doppelschwingspule des Basstreibers liegt parallel an der Endstufe mit 2 x 1 Ohm! Das Teil läuft auf mono 0,5 Ohm, das muss man erst mal wegstecken. Und als wäre das nicht genug, erledigen vier Transistörchen von je 4,5 mm Länge die Endverstärkung. Genau 158 Watt an 0,5 Ohm bei 13,8 V/1 % THD kommen raus, das ist unglaublich. Natürlich ganz ohne Kühlkörper, muss das Teil einen Wirkungsgrad haben! Dabei muckt die Endstufe nicht im Mindesten, der Klirr liegt in weiten Teilen zwischen 0,1 und 0,3 %, also vollkommen ok für einen Subwoofer und

Preis: um 280 Euro

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Emphaser EBP1000A

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

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