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Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: Plinius Koru


Saubere Leistung

Phono Vorstufen Plinius Koru im Test, Bild 1
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Den Lauten gehört die Welt, während die leisen, feinen Geister sich oft mit einer Existenz in der zweiten Reihe begnügen müssen. Wir haben es uns an dieser Stelle zur Aufgabe gemacht, für Gerechtigkeit zu sorgen

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„Was redet er denn da, das Gerät ist doch ein echter Hingucker!“, werden einmütig alle sagen, die die neue Plinius-Vorstufe mit dem schönen Namen „Koru“ einmal gesehen haben. Stimmt – ich habe mich in der Einleitung auch auf die inneren Werte bezogen. Äußerlich macht die Plinius Koru tatsächlich eine Menge her, wenn auch die extravagant gerundete Frontplatte eine fluchtende Kombination mit Geräten anderer Hersteller unmöglich macht. Jetzt könnte man bösartig unterstellen, dass Plinius vielleicht gar nicht vorhat, seine Phonostufe mit Fremdgeräten kombinieren zu lassen – das ist uns aber egal, uns interessiert in erster Linie eben die Koru.

Phono Vorstufen Plinius Koru im Test, Bild 2Phono Vorstufen Plinius Koru im Test, Bild 3Phono Vorstufen Plinius Koru im Test, Bild 4Phono Vorstufen Plinius Koru im Test, Bild 5
Auf der Hersteller-Webseite wird sie als legitimer Nachfolger der „Jarrah“ gehandelt, eine Phonovorstufe, die wir im Holozän der LP einmal im Rahmen eines Phonostufen-Vergleichs getestet haben. Damals war das Fazit eindeutig: Klanglich hui, technisch pfui – was sich vor allem auf das externe Steckernetzteil bezog, in dessen Plastikgehäuse der Trafo fröhlich umherklapperte. Nun, seitdem sind einige Liter Wasser den Clutha River auf der neuseeländischen Südinsel hinuntergeflossen. Wer den neuen Phonopreamp in die Hände nimmt – bei dem Gewicht dürfen es ruhig beide sein – der wird eine Menge Eindrücke sammeln, sicher aber nicht den mangelnder Solidität. Externe Netzteile gehören definitiv der Vergangenheit an, ebenso der rustikale Charme hölzerner Frontplatten. Heutzutage heißt die Devise: gefrästes Aluminium, dicke Schrauben und ein schier unzerstörbares Gehäuse. Frontal, oben und seitlich dominiert dabei das schlichte Mattschwarz der eloxierten Aluminiumblenden, die es auch in einem hellen Silber gibt. Durch die Einfassung des Deckels und die komplette Rückseite sieht man es durch: Das gesamte innere Stahlblechgehäuse ist in Blau gehalten und zwar genau in dem Farbton, den auch ein sehr renommierter und sehr teurer Hersteller von Studiogeräten verwendet. Apropos teuer: Die Koru gibt es für 2.200 Euro – angesichts der inflationären Preisentwicklung auf dem Weltmarkt fast schon ein Sonderangebot, wenn man nur das äußere Finish in Betracht zieht. Nach dem Aufschrauben sind eventuell bestehende Zweifel an der technischen Solidität nicht nur beseitigt, sondern buchstäblich atomisiert: So einen auf die Spitze getriebenen Aufwand habe ich in dieser Preisklasse überhaupt noch nicht gesehen. Das geht schon los bei den Siebkapazitäten der diversen Spannungsversorgungen, die sich auf insgesamt 0,1 Farad(!) addieren. Zur richtigen Einordnung: Die Kapazität eines Kondensators wird in Mikrofarad angegeben – mit der Gesamtkapazität des Plinius betreiben andere Vollverstärker und nicht zu kleine. Die abgeteilte Netzteilplatine ist mit einem trotz der nur ein paar Zentimeter kurzen Leitung geschirmten Kabel mit der Audioschaltung verbunden – konsequente Detaillösungen, wohin das Auge blickt. Was von außen aussieht wie ein normales Mäuseklavier zur Einstellung der Empfindlichkeit, Eingangsimpedanz und -kapazität ist in Wahrheit nur die Steuerung einer aufwendigen Formation von Relais, die eine nicht zu kleine Fläche auf der Audioplatine einnimmt. Auf diese Art und Weise vermeidet Plinius die Leitungswege zu den kleinen DIP-Schaltern und vor allem minderwertige und alternde Kontaktstellen. Der getriebene Aufwand, kombiniert mit einer sehr guten Bauteilequalität und durchdachtem Aufbau zeigt messbare Ergebnisse: Fast noch nie in der Geschichte der LP habe ich so gute Fremdspannungsabstände gemessen. Fast 85 Dezibel für MM und immerhin noch über 70 Dezibel für MC ist aller Ehren wert, auch der sagenhaft niedrige Klirr. Für die Beurteilung des Klangs lassen solche Messwerte allerdings immer Extraschichten erwarten – so auch bei der Koru, bei der ich bei den ersten Takten der Stücke, die ich während der Testphase eigentlich permanent gehört habe, richtig erschrocken bin. Tonal und räumlich völlig anders als in der fast identischen Kette für den Test zuvor. Da war es wieder, das alte Problem von Komponenten, die so weit wie möglich neutral abgestimmt sind: Das Ohr kann sich nirgends „festbeißen“, der erste Aha-Effekt fehlt. An dieser Stellte sollte man einen Fehler nicht machen: Das Gerät als langweilig abtun und sich nicht mehr damit beschäftigen. Im Zuge einer Hörsession, die sich zugegebenermaßen um einiges länger hinzieht als bei einer geschickt gesoundeten Komponente, erschließen sich meist wunderbare Fähigkeiten. So macht sich die Nebengeräuscharmut der Plinius-Vorstufe natürlich auch in der Wiedergabe bemerkbar, bei der man erst durch seine Abwesenheit bemerkt, wie sehr Rauschen den Gesamtklang beeinflusst. Die Koru wirkt hier viel ruhiger, sauberer, aber auch minimal dunkler timbriert als die meisten anderen Geräte. Die einzigen Geräusche, die auffallen, stammen tatsächlich von der Platte selbst – und auch die wirken deutlich weniger störend. Von der Laufruhe profitiert in erster Linie die räumliche Abbildung, die ja nicht auf das Hauptsignal, sondern auf die Reproduktion teilweise extrem leiser Echos angewiesen ist. Die Plinius holt hier auch noch das letzte Restchen Feininformation aus der Rille, soweit es vorhanden ist, natürlich. Dabei stellt das Gerät durchaus Ansprüche: Phonostufen mit einem schlechteren Verhalten sehen manchmal großzügig über eine minimale Fehljustage des Tonabnehmers hinweg – die Neuseeländerin lässt sich nicht täuschen und verlangt Nachbesserung. Da kann es je nach Schwere des Fehlers durchaus passieren, dass die Mitte der Abbildung deutlich verrutscht – auf der Habenseite kann man mit so einem präzisen „Messgerät“ an der Hand eine recht gute Beurteilung per Gehör vornehmen, so dass sich mit einer Testschallplatte auch schiefe oder verdrehte Nadelträger leicht kompensieren lassen. Mit einem optimal eingestellten Plattenspieler wird man nach der Eingewöhnungszeit dann verwöhnt: Durch ihre konsequente Zurückhaltung in Sachen Eigenklang verwöhnt die Plinius den Hörer mit einer extrem sauberen, kontrastreich aus der Rille herausgearbeiteten Musikwiedergabe und riesigen dynamischen Fähigkeiten, soweit es die aufgelegte Platte erfordert. Die vermeintlich dunkle Abstimmung ist die Abwesenheit von Klirr – in den Höhen arbeitet die Koru nämlich genauso sauber und detailfreudig wie in allen anderen Bereichen. Noch einmal: Für diese Vorstufe muss man sich bewusst entscheiden – ich kann mir vorstellen, dass die strenge Neutralität ihres durch und durch perfektionistischen Ansatzes nicht jedermanns Sache ist. Hat man sich aber für sie entschieden, dann verfügt man über ein sehr mächtiges Werkzeug, um auch die letzten Details aus dem schwarzen Gold zu kitzeln.

Fazit

Die Plinius Koru ist technisch wie klanglich eine der saubersten Phono-Vorstufen, die ich kenne. Mehr musikalische Details und Neutralität gibt es für diesen Preis weit und breit nicht noch mal.

Preis: um 2200 Euro

Plinius Koru


-

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Expolinear, Berlin 
Telefon 030 8739454 
Internet www.expolinear.de 
Garantie (in Jahren)
B x H x T (in mm) 450/90/400 
Gewicht (in Kg) 5,5 
Unterm Strich... » Die Plinius Koru ist technisch wie klanglich eine der saubersten Phono-Vorstufen, die ich kenne. Mehr musikalische Details und Neutralität gibt es für diesen Preis weit und breit nicht noch mal. 
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Autor Thomas Schmidt
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