Kategorie: Plattenspieler

Einzeltest: Audio-Technica AT-LPW50PB


Audio Technica Edel-Plattenspieler

Plattenspieler Audio-Technica AT-LPW50PB im Test, Bild 1
20171

Als einer der weltweit größten Hersteller von Tonstudiotechnik hält Audio Technica seit Jahrzehnten auch die analoge Flagge hoch.

Vor allem in Sachen Tonabnehmer ist Audio Technica seit den großen Zeiten der analogen Musikwiedergabe in den 70er und 80er Jahren nicht stehengeblieben. Während viele der Global Player von damals verschwunden sind oder sich einfach anderen, digitaleren Medien zugewandt haben, hat es sich Audio Technica nicht nehmen lassen, einfach weiter zu machen. Der Erfolgt gibt den Japanern Recht: Heute ist man nicht nur der wohl größte Tonabnehmerhersteller der Welt, mit einer nach wie vor beeindruckenden Palette von aktuellen Systemen, sondern hat mit der inzwischen auslaufenden AT-95/91-Familie zwei absolute Klassiker geschaffen, die die meist gebauten Systeme der Welt sein dürften. Aber keine Sorge: Natürlich sind die Nachfolger schon in den Startlöchern: Jetzt unter dem Namen AT-VM95 und mit leicht überarbeitetem Design geht es in die nächsten Jahrzehnte.

Plattenspieler Audio-Technica AT-LPW50PB im Test, Bild 2Plattenspieler Audio-Technica AT-LPW50PB im Test, Bild 3Plattenspieler Audio-Technica AT-LPW50PB im Test, Bild 4
Und hier schließt sich der Kreis, denn auf dem neuen Plattenspieler AT-LPW50PB ist standesgemäß ein AT-VM95E montiert, also der legitime Nachfolger des AT-95. Dazu aber später mehr. Der neue Dreher, der eine hoch glänzende schwarze Lackierung der 30 Millimeter dicken Zarge erhalten hat, entspricht dem modernen „Brettspieler“-Design, das heute in der Einsteiger- und Mittelklasse so beliebt ist. Basismaterial ist MDF, das sich seit vielen Jahren als absoluter Glücksfall für Hifi und speziell Plattenspieler erwiesen hat: Innen stark dämpfend und dabei steif und stabil ist es einfach optimal als Baumaterial für Geräte, die ja einen mechanischen Abtastvorgang in elektrische Signale umwandeln müssen. Auf der Zarge sind der Antriebsmotor unter dem Teller aus hochwertigem Gussmaterial, das Tellerlager und der Tonarm montiert. Weil sich der Motor unter dem Teller „versteckt“, treibt er diesen über einen kurzen Gummiriemen über den Subteller an. Trotz der flachen Bauweise bringt auch der Teller genug Masse auf die Waage, um ein stabiles Trägheitsmoment für perfekten Gleichlauf zu erzeugen. Dazu kommt noch eine solide Gummimatte, die Resonanzen endgültig den Garaus macht. Was der eine oder andere vermissen dürfte: Die Stroboskopmarkierungen am Tellerrand. Aber der AT-LPW50PB ist eben keiner der bekannteren DJ-Plattenspieler mit Direktantrieb, sondern ein dediziertes Hifi -Gerät für den anspruchsvollen Musikhörer, der sich Audio- Technica-Qualität in den heimischen Hörraum stellen möchte. Die Geschwindigkeit wird über einen im Antrieb eingebauten Sensor ständig kontrolliert und gegebenenfalls nachgeregelt. Die Abtastung der in der Rille gespeicherten Musiksignale erfolgt über das schon erwähnte AT-VM95E, das mit seinem elliptischen Nadelschliff für eine präzise Reproduktion sorgt und den Hörer schon fast ein bisschen an High-End- Sphären schnuppern lässt. Montier ist das System an einem geraden Tonarm mit komfortablem Wechsel-Headshell. Das Armrohr ist aus Carbon - an dieser Stelle sicher das Mittel der Wahl: resonanzarm und sehr verwindungssteif. Der Tonarm ist kardanisch gelagert und ab Werk perfekt leichtgängig ohne Spiel eingestellt. Die Auflagekraft wird über das Gegengewicht mit Skala eingestellt, das Antiskating über ein Einstellrad an der Tonarmbasis. Ansonsten gibt es an Bedienelementen nur noch einen griffigen Drehknopf für die Geschwindigkeiten 33 und 45. Das ist aber nur die halbe Wahrheit: An der Rückseite des Audio Technica kann man erkennen, dass der Spieler noch eine eingebaute Phonostufe besitzt, die zumindest Signale von MM-Tonabnehmern so verstärkt, dass jeder beliebige Verstärker das Signal weiter verarbeiten kann – es muss lediglich ein analoger Eingang vorhanden sein. Zusammen mit dem vormontierten System sorgt dieser Phonopre für eine angenehm runde Spielweise, die man vom einem Plattenspieler erwartet. Warm und voll mit satten Klangfarben und einem angenehmen Punch im Bass musiziert der Audio Technica auf einem erstaunlich hohen Niveau für einen Dreher der 450-Euro-Klasse. Dabei gibt es auch Präzision: Im Hochtonbereich findet das System eine perfekte Balance aus Detailtreue und sanften Glanzlichtern. Durch eine Aufrüstung auf einen schärferen Nadelschliff, die innerhalb der AT-VM95-Familie jederzeit ganz einfach durch Umstecken des Nadeleinschubs möglich ist, gewinnt man noch einmal ganz deutlich: Das gesamte Klangbild wird noch einmal strukturierter und präziser in den Konturen - der AT-LPW50PB geht jede Steigerung locker mit. 

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Fazit

Der Audio Technica AT-LPW50PB ist ein eleganter und klanglich hoch ambitionierter Plattenspieler, mit dem man lange analoge Freuden genießt.

Preis: um 450 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Plattenspieler

Audio-Technica AT-LPW50PB

Spitzenklasse

4.5 von 5 Sternen

12/2020 - Thomas Schmidt

Bewertung 
Klang 70%

Labor 15%

Praxis 15%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Audio Technica, Mainz 
Telefon 06134 257340 
Internet www.audio-technica.de 
Ausstattung
Abmessungen (B x H x T in mm) 420/126/340 
Gewicht (in Kg) ca. 6 kg 
Ausführung Riemenantrieb, Acrylhaube 
Geschwindigkeiten 33 U/min, 45 U/min 
Anschlüsse Line, Phono 
Kurz und knapp
+ elegantes Design / eingebauter Phonoverstärker 
+ + sehr guter Klang 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 16.12.2020, 09:56 Uhr
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