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„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Kris Kristofferson – Closer To The Bone (New West Records)
Kris Kristofferson – Closer To The Bone
Auszug aus einem Interview mit Kris Kristofferson von der Webseite seiner Plattenfirma: „Gott weiß, es gibt bessere Gitarristen und Sänger als mich da draußen. Aber irgendwie scheint’s mit meinem Material zu funktionieren – nur ich und der Song.“ Das sagte er anlässlich seiner letzten ausverkauften Tour, und eigentlich trifft das auch für sein jüngstes Album „Closer To The Bone“ zu: Singen kann der 73-Jährige nur bedingt, seine Gitarrenbegleitung beschränkt sich aufs Nötigste, aber irgendwie hat das was. Der Mann, der nicht nur auf eine erfolgreiche, seit fast 40 Jahren andauernde Schauspielkarriere zurückblicken kann, ist zudem ein absolut ernst zu nehmender Musiker. Er war ein enger Freund von Johnny Cash; mit ihm, Willie Nelson, Waylon Jennings bildete er in den Achtzigern und Neunzigern die Country-Band „The Highwaymen“. Als Songwriter ist er ein echtes Schwergewicht, so stammen Klassiker wie „Me And Bobby McGee“ aus seiner Feder. Beim neuen Album hat er, da bin ich mir ziemlich sicher, ein bisschen auf die späten Arbeiten von Johnny Cash mit Rick Rubin geschielt. Auch Kristofferson hat versucht, eine betont aufs Wesentliche reduzierte Platte einzuspielen. „Good Morning John“ hat er sogar ganz offiziell seinem alten Freund gewidmet. Und so gibt’s nur eine sehr sparsame Begleitung, im Wesentlichen gibt’s einen Mann mit einer vom Leben gezeichneten, wahrlich nicht makellosen Stimme, eine akustische Gitarre und elf Eigenkompositionen, die um die üblichen Themen kreisen. Die Produktion von Don Was passt ganz hervorragend zu diesem knorrigen, leicht zerbrechlichen Spätwerk: Jede Unsauberkeit blieb drin. So etwas nennt man Authentizität, und das ist zu begrüßen. Die Platte klingt recht gut, lediglich ein paar Rauschfahnen fallen hier und da auf. Die 180-Gramm-Pressung selbst ist absolut in Ordnung.
Fazit
Knorrig, sperrig, ungekünstelt: So muss eine 73-jährige Legende klingenKategorie: Schallplatte
Produkt: Kris Kristofferson – Closer To The Bone (New West Records)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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