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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Monster Magnet – Powertrip (Spinefarm Record)
Monster Magnet – Powertrip
Machen wir uns nichts vor: Trotz überaus gut gefertigtem 180-Gramm-Doppelpack klingt‘s – nun ja: miserabel. Blechern, voll von Kompressionsartefakten, untenherum ohne viel Substanz. Trotzdem freue ich mich wie Bolle, dass der 1998er-Durchbruch der Stoner-Rock-Urgesteine um Frontmann David Wyndorf wieder auf Vinyl zu haben ist. Und sollte mich mal wieder jemand fragen: Ja, „Powertrip“ gehört ohne Zweifel auf meine Liste mit den besten zehn Rockalben der Musikgeschichte. Keine andere Band hat es bis heute wie Monster Magnet zu ihrer Hochzeit verstanden, derart abwechslungsreiche musikalische Vollgas-Feuerwerke abzubrennen und dann auch noch intelligent und fantasievoll zu texten. Das beginnt mit dem wahren Türeintreter in Gestalt der Hitsingle „Space Lord“ und endet nicht beim nur mit einem Gitarren-Akkord intonierten „Baby Götterdämmerung“. Haben Sie schon mal erlebt, dass eine Hardrock-Nummer damit beginnt, dass der Sänger erzählt, er habe heute ein Buch gelesen? Wyndorfs Auflüge in die Untiefen der menschlichen Seele sind so einzigartig wie erschreckend und bilden den perfekten Gegenpol zum andauernd scharf abbiegenden Vollgaszug. Klar, Wyndorf war damals leidenschaftlicher Acid-Konsument und das hat dem Album zweifellos seinen Stempel aufgedrückt. Geschadet hat‘s dem Mann mehr als der Platte. Der Klappentext auf einem der Innencover setzt sich übrigens recht ungeniert mit dem Zustand der Band und der Erwartungshaltung des Labels an Album Nummer drei auseinander – lesenswert. Ich hätte mir Politur beim Sound gewünscht und weniger Dreck auf den beiden Scheiben, ansonsten geht die Neuauflage aber völlig in Ordnung.
Fazit
Gehört zwingend in den Schrank jedes Rockfans.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Monster Magnet – Powertrip (Spinefarm Record)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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