Kategorie: Selbstbauprojekt

Einzeltest: Eton K+T Orchestra Monitor 4 und Orchestra TT 8


Alle Wege führen nach …

Selbstbauprojekt Eton K+T Orchestra Monitor 4 und Orchestra TT 8 im Test, Bild 1
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Ergänzend zur edlen Kleinbox Orchestra Monitor 4 präsentieren wir Ihnen in dieser Ausgabe die Basserweiterung Orchestra TT 8

Den Soloauftritt hat die Orchestra Monitor mit dem winzigen Vierzoll- Tiefmitteltöner nur ihrem schon alleine recht überzeugenden Sound zu verdanken – wandnah aufgestellt vermochte sie bis zu einem recht beachtlichen Pegel durchaus ohne Unterstützung zu überzeugen. Aber natürlich sind in Sachen Dynamik dann auch einmal Grenzen gesetzt, weswegen hier nun die Ergänzung zur großen Standbox erfolgt. 

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Technik


Für den Vierzöller haben wir uns als Spielpartner im Bass den Achtzoll-Orchestra ausgesucht, das passt in Sachen Abstrahlverhalten und Dynamik sehr gut. Vor allem aber hat der Treiber durch seine ausgeprägten Bassfähigkeiten überzeugt – die Simulation sagt ihm in Gehäusen zwischen 40 und 50 Liter eine wahrhaft fundamentale Tieftonwiedergabe voraus. Der 8-612/C8-30 ist auch in allen anderen Disziplinen ein echtes Juwel: Angesichts des fairen Preises von nur 122,60 Euro kann man sich über eine der modernsten Korbkonstruktionen auf dem Markt freuen, natürlich in stabilem Aluminium- Druckguss und mit allen nur erdenklichen Belüftungsmaßnahmen für den Antrieb. Der Mitteltöner hört auf den Namen 4-612/C8/25 RP, wobei die 4 für die Größe steht, 612 für die Baureihe. C8 dürfte 8 Ohm bedeuten, die 25 steht für den Schwingspulendurchmesser in Millimetern. Schon der kleinste Treiber hat einen  ordentlichen Gusskorb mit Belüftungsbohrungen hinter der Zentrierspinne und eine Polkernbohrung. Sein Frequenzgang verläuft bis 4 Kilohertz absolut ideal, um dann im Pegel abzufallen.

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Die Hauptresonanz der versteiften Membran folgt erst weiter oben, so dass die Filterung zum Hochtöner recht einfach werden dürfte. Das Wasserfalldiagramm zeigt komplette Resonanzfreiheit, während unsere Klirrmessung einen leicht erhöhten k3-Wert im Mittelton vermeldet. Mit etwa 87 dB ist der kleine Treiber zudem recht laut. Zur Seite bekommen die Orchestras die große Keramik-Kalotte aus demselben Hause, die inzwischen auf den Namen 29 HD 2 hört. Ausgestattet ist der Töner mit allen technischen Finessen, die man heute auf dem Markt findet. Bei der Keramik der Kalotte handelt es sich um gesintertes Aluminiumoxid. Die gesamte Fertigungsqualität ist standesgemäß sehr gut. Der Frequenzgang ist, abgesehen von der kräftigen Resonanzspitze im Superhochton, recht linear und ändert sich unter Winkeln fast nicht. Es gibt eine sanfte Überhöhung, die allerdings schon durch eine normale Weichenschaltung kompensiert werden kann. Der Klirr ist im gesamten Spektrum extrem niedrig, k3 ist fast nicht vorhanden. Sogar schon unterhalb von 2 Kilohertz kann getrennt werden. Das Wasserfalldiagramm ist sauber, der nutzbare Pegel liegt bei knapp 90 dB.

Gehäuse:


Das 9-Liter-Reflexgehäuse der Monitor 4 aus dem letzten Heft haben wir einfach verschlossen. Theoretisch kann man das Gehäuse für das 3-Wege-Setup noch weiter verkleinern, aber irgendwann bekommt man die Chassis nicht mehr sinnvoll untergebracht. Der Achtzöller hat ein etwa 48 Liter großes Gehäuse bekommen, das genau die richtige Höhe hat, um die Orchestra Monitor 4 auf Ohrhöhe zu bekommen. Die Bedämpfung des Tieftöners ist unkritisch: Zwei Matten Sonofil unterhalb des Reflexrohrs, eine unter den Deckel geklemmt und um den Treiber herum Noppenschaumstoff an die Rückwand und die Seitenwände. Das HP-70-Rohr bleibt ungekürzt. 

Frequenzweiche


Da die Weiche nur eine Ergänzung zur Orchestra Monitor 4 ist, hier noch einmal kurz das bestehende Setup: Der Hochtöner hat ein Hochpassfilter dritter Ordnung mit einer zusätzlichen Serienspule direkt vor dem Treiber, um die Hochtonresonanz etwas abzufangen. Der Vorwiderstand ist gegenüber der Solo- Variante von 5,6 Ohm auf 4,7 Ohm gesunken. Spiegelbildlich zum Hochtöner hat der Mitteltöner ein Tiefpassfilter dritter Ordnung. Wir haben für die Kombination Orchestra Monitor 4 und Orchestra TT 8, so der Name des Tieftonabteils, eine Trennfrequenz von etwa 500 Hertz anvisiert. Der Mitteltöner erhält also einen Hochpasskondensator und eine große Parallelspule, um einen Buckel auf der Einbauresonanz zu vermeiden. Der Hochpass schiebt den Pegel im Einsatzbereich recht deutlich nach oben, so dass ein Vorwiderstand nötig wird. Der Tieftöner lässt sich sehr einfach mit einer großen Kernspule und einem Parallelkondensator in Form bringen – die Trennfrequenz ist weit genug entfernt von den Impedanzspitzen, so dass keine Wechselwirkung zu befürchten ist. Es ergibt sich eine perfekte Übernahme bei 400 Hertz und knapp 5 Kilohertz. 

Messungen


Auf den ersten Blick mag man sich an der recht deutlichen Stufe im Frequenzgang stören – betrachtet man aber das exzellente Rundstrahlverhalten des Satelliten und den zum Hochton wieder ansteigenden Pegel, dann kommt man zum selben Schluss wie bei der Abstimmung nach Gehör: Insgesamt ist das eine zwar nicht aggressive, aber noch längst keine mulmige Box, nicht einmal mit der potenten Bassergänzung. Wie gesagt: Die Abstrahlung ist fast unter allen Winkeln gleich – dazu gibt es einen gesunden durchschnittlichen Wirkungsgrad von gut 85 dB/2,83 Volt. Der Impedanzverlauf ist verstärkerunkritisch und bis auf ein paar wenig dramatische Stellen, bei denen der Klirr bei 95 Dezibel etwas erhöht ist, ist die Kombination auch hier frei von Problemen. Das Wasserfalldiagramm zeigt ebenfalls keinen Grund zur Beanstandung. 

Hörtest


Der Übergang von der Orchestra Monitor 4 zur großen Drei-Wege-Box ist spektakulär. Gegenüber der doch recht schlanken Monitorbox kann die Kombination Monitor 4 mit TT 8 im Bass auf einem ganz anderen Niveau. Klar, das geht tiefer runter und hat viel mehr Punch – was aber am meisten überzeugt, ist die Qualitätssteigerung im Mitteltonbereich, der jetzt noch mal etwas feiner auflöst und einen tieferen Raumeindruck hinterlässt. Die Stufe im Frequenzgang äußert sich in einer eher sanften Spielweise im Präsenzbereich – wobei das gute Rundstrahlverhalten zu einem extrem luftigen und leichten Klang im Hochton führt, der die Drei-Wege-Box zu einem echten Langzeit-Spielpartner macht. 

Aufbauanleitung


Auf einer Seitenwand werden nacheinander Front, Ruckwand, Deckel, Boden aufgeleimt. Die zweite Seitenwand verschliest die Box. Danach werden die Chassis-Frasungen angebracht und die Locher für Treiber, Reflexrohr und Polklemmen gebohrt. Bedämpfung siehe Text des Artikels. 

Zubehör pro Box


 3 Matten Sonofil
 Noppenschaumstoff
 Schrauben
 Schaumstoffdichtstreifen für Chassis
 Kabel
 Polklemmen
 Reflexrohr HP70 


Holzliste


Material: MDF 19 mm

 2 x 700 x 302 mm Seiten
 2 x 700 x 280 mm Front / Rückwand
 2 x 302 x 242 mm Boden / Deckel 

Fazit

Mit der Basserweiterung TT 8 wird die Orchestra Monitor 4 zu einer kräftigen und gleichzeitig extrem edel klingenden Standbox.

Preis: um 600 Euro

Selbstbauprojekt

Eton K+T Orchestra Monitor 4 und Orchestra TT 8


12/2018 - Thomas Schmidt

Ausstattung & technische Daten 
Technische Daten K+T Orchestra Monitor 4 und Orchestra TT 8 
Chassishersteller: Eton 
Vertrieb: Intertechnik, Kerpen 
Konstruktion Thomas Schmidt 
Chassisparameter K+T-Messung
Funktionsprinzip: Bassreflex 
Bestückung: 1 x Eton 4-612/C8/25 RP 1 x Eton 8-612/C8/32 RP 1 x Eton 29 HD 2 
Nennimpedanz in Ohm:
Kennschalldruckpegel 2,83V/1m 85 
Abmessungen (B / H / T in cm): 100/28/41 
Kosten pro Box (zzgl. Gehäuse): ca. 600 Euro + Gehäuse 
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Autor Thomas Schmidt
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Datum 04.12.2018, 13:38 Uhr
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