Kategorie: Streaming Client

Einzeltest: YBA MP100


Kein Risiko

Streaming Client YBA MP100 im Test, Bild 1
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Die Musikstreamer-Landschaft ist groß, mittlerweile tümmeln sich da viele Modelle in allen Formen und Farben. Ein aktueller Beitrag zum Thema kommt von YBA, die in einer interessanten Preisklasse mit einer hübschen und vor Funktionen strotzenden Maschine auf den Markt zukommen.

Peripherie:


 Audiodata Musikserver MS 1
 Vollverstärker: Audionet SAM-G2, Musical Fidelity M6A
 Lautsprecher: Klang+Ton „Nada“, Audio Physic Avantera 

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YBA, das sind die Initialen von Yves-Bernard André, einem französischen Elektronikprofessor, der nun schon seit weit über 20 Jahren hauptsächlich Verstärker und CD-Spieler unter seinem Namen anbietet. Die Marke YBA gibt’s also schon lange, die „Heritage-Range“ ist hingegen ziemlich neu. Das nahmen die Franzosen zum Anlass, auch gleich eine neue Produktgattung einzuführen und bieten nun erstmalig auch einen Musikstreamer an. Der sieht mit seiner gebürsteten Aluminiumfront und dem überhaupt recht dezenten Design sehr nett aus, in der Mitte sitzt ein Display, das Aufschluss darüber gibt, welche der vielen möglichen digitalen Quellen gerade spielen. Auch erkennt man sofort, welche Plattform den Netzwerkteil des Streamers übernimmt. Das österreichische Unternehmen Stream Unlimited steuerte sein Wissen und die nötige Erfahrung bei, was mit Sicherheit eine vernünftige Entscheidung war, denn diese Plattform funktioniert einfach und kommt in vielen hochgelobten Netzwerkspielern zum Einsatz. Dazu später mehr, erst einmal soll es um das gehen, was mit bloßem Auge zu erkennen ist. Die Bedienelemente an der Vorderseite sind schon mal was ganz anderes. Per Kippschalter navigiert man sich durch die Menüstruktur, was im ersten Moment gewöhnungsbedürftig ist, nach kurzer Eingewöhnungsphase aber recht gut funktioniert und tatsächlich so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal darstellt und einen so ein bisschen an selige HiFi- Tage erinnert.

Streaming Client YBA MP100 im Test, Bild 2Streaming Client YBA MP100 im Test, Bild 3Streaming Client YBA MP100 im Test, Bild 4Streaming Client YBA MP100 im Test, Bild 5Streaming Client YBA MP100 im Test, Bild 6
Die meiste Zeit wird man allerdings die Fernbedienung oder ein Smartphone für die Steuerung des MP100 nutzen, wobei neben den vielen UPnP-Apps für alle erdenklichen mobilen Betriebssysteme natürlich die offizielle Stream-Unlimited-Software Stream700 zu nennen ist, mit der es sogar möglich ist, neben der Netzwerkfunktion auch die anschließbaren iDevices wie iPod oder iPhone und Speichersticks zu bedienen oder das Internetradio zu bedienen. Auch kann man hier die per USB oder elektrischer S/PDIF-Leitung angeschlossenen Zuspieler auswählen und vom YBA-DAC verarbeiten lassen. Das geht in diesem Umfang mit den anderen Apps wie PlugPlayer oder BubbleUPnP nicht. Doch Sie merken schon: Wie es sich für einen modernen Netzwerkspieler gehört, kann der MP100 weitaus mehr als nur Musik über das Netzwerk streamen und wiedergeben. Nur eine Sache muss man bedenken: Er benötigt für seine Funktion dringend eine Vorstufe oder einen Vollverstärker, denn seine analogen Ausgänge sind nicht regelbar. Finde ich aber weniger schlimm, oft wird bei einem Netzwerkplayer eh nur die wenig empfehlenswerte digitale Lautstärkeregelung genutzt. Nicht, dass ich was gegen diese Art des Pegeleinstellens hätte, doch viele Streamer schenken ihr wenig Beachtung und bieten wenig highendige Lösungen. Dann besser weglassen, so wie hier. Außerdem gibt’s von YBA noch den Vollverstärker A100, auch aus der Heritage-Serie, der dann auch optisch ganz wunderbar passt, die Lautstärkeregelung mitbringt und sich mit der YBA-Fernbedienung steuern lässt. Seine Fähigkeiten als D/A-Wandler kann der MP100 übrigens auch an einem Computer unter Beweis stellen. Er bietet eine adaptive USB-Anbindung, die zwar dem absolut Computeraudiophilen nicht reichen wird, aber wenigstens ohne die Installation von Gerätetreibern funktioniert. Und der verbaute DAC, dem eine hochwertig anmutende analoge Ausgangsstufe nachgeschaltet ist, kann sich sehen lassen. Bis 192 kHz in 24 Bit wandelt der Wolfson WM8740 alles gewissenhaft, das ist dann auch die maximale Auflösung der Musikdateien, die per Streaming empfangen werden können. Auf dem analogen Ausgangsboard findet man übrigens an vielen Stellen kleine vibrationsdämpfende Holzstückchen auf den Bauteilen – hier wurde ins Detail gegangen. Yves-Bernard André hat schließlich vor, mit seiner Marke wieder ganz groß zu werden, und da hat er sich offensichtlich überlegt, dass man das sehr gut über die klanglichen Leistungen seiner HiFi-Entwicklungen schaffen kann – es hieß also, bis ins kleinste Detail zu optimieren. Und gelohnt haben sich diese Maßnahmen ohne Zweifel, denn dieser Netzwerkplayer klingt absolut sahnig, sucht seine Vorzüge eher im Fließenlassen von Musik und tönt einfach rund. Details stellt er zweifelsohne souverän dar, versucht allerdings nicht, den Hörer durch fisseliges Übertreiben zu beeindrucken sondern setzt hundertprozentig auf Langzeittauglichkeit und Genuss. Das macht schon Spaß.

Fazit

Französisches HiFi hat immer einen besonderen Touch. Der MP100 besticht ganz besonders aus klanglicher Sicht und baut hinsichtlich Bedienkonzept auf bestehende, bewährte Lösungen. Das funktioniert, hat vielfältige Anschlussmöglichkeiten und sieht auch hübsch aus.

Preis: um 1699 Euro

Streaming Client

YBA MP100


12/2013 - Christian Rechenbach

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 1699 
Vertrieb: Günter Härtel Handelsvertretungen, Hamm 
Telefon: 02385 5236 
Internet: www.haertel-vertrieb.de 
Abmessungen (B x H x T in mm): 430/374/120 
Eingänge: 1 x S/PDIF RCA, 1 x USB (adaptiv, bis 48 kHz, 16 Bit) 
Ausgänge: 1 x analog RCA 
checksum „Französisches HiFi hat immer einen besonderen Touch. Der MP100 besticht ganz besonders aus klanglicher Sicht und baut hinsichtlich Bedienkonzept auf bestehende, bewährte Lösungen. Das funktioniert, hat vielfältige Anschlussmöglichkeiten und sieht auch hübsch aus.“ 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 18.12.2013, 12:46 Uhr
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