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Einzeltest: Linn Klimax DS - Seite 2 / 3


Am Ziel

Interessant wird es bei den vier CAT-Buchsen, die neu auf der Rückseite hinzugekommen sind. Hier werden die großen Standlautsprecher angeschlossen, die zum Klimax System Exakt gehören. Grundsätzlich handelt es sich dabei um die bisherigen Boxen-Flaggschiffe Klimax 350 – gewaltige Fünf-Wege- Standlautsprecher mit zwei Achtzoll- Subwoofer-Treibern, einem 17-Zentimeter-Tieftöner und dem bekannten 3k-Array, bestehend aus Mitteltöner, Hochtöner uind Superhochtöner in einer tropfenförmigen Einheit vor der Reflexrohr-Öffnung. Das Gehäuse ist durch seine geschwungene Form frei von internen Reflexionen – jegliche Resonanzanfälligkeit wird durch eine aufwendige Versteifungsmatrix eliminiert. In Sachen Finish gibt es eine ganze Reihe von Furnier- und Lackvarianten. Die Klimax 350 gibt es als passive, analog aktive und jetzt eben ganz neu als Exakt-Variante. Dabei werden die digitalen Signale vom Klimax DSM bis in den Lautsprecher hineingeleitet und dann erst ganz kurz vor den Endstufen, die übrigens jedes Chassis einzeln antreiben, gewandelt.

Das bietet nicht nur den Vorteil eines einheitlichen, verlustfreien Signalwegs, sondern auch eine Reihe ganz neuer Möglichkeiten: Während man mit einer passiven Frequenzweiche mühevoll versucht, die Eigenschaften der einzelnen Chassis so abzugleichen, dass ein einigermaßen linearer Frequenzgang entsteht, kann man mit dem mächtigen DSP der Klimax Exakt 350 jedes einzelne Chassis so korrigieren, dass es in seinem Arbeitsbereich perfekt linear arbeitet. Des Weiteren hat man bei der Abstimmung die völlige Wahlfreiheit, was die Flankensteilheit auf den Trennfrequenzen angeht und – vielleicht das Wichtigste überhaupt – man kann die Phasengänge der Chassis angleichen, so dass ein absolut phasenrichtiger Lautsprecher entsteht. Damit aber nicht genug – es gibt über die Konfigurationssoftware „Konfig“ die einmalige Möglichkeit, den Lautsprecher an die Akustik des Hörraums anzupassen. Dazu gibt es ein einfach zu bedienendes Menü, in dem man die Abmessungen des Hörraums samt der Position der Lautsprecher eingibt.

Dieser Setup-Vorgang wird übrigens vom geschulten Linn-Händler durchgeführt, der im ersten Schritt durch Erfahrung und etwas Empirie die akustisch ideale Aufstellung der Lautsprecher ermittelt und dann die Konfig- Software die Raum-Moden errechnen lässt – das sind durch die Abmessungen des Hörraums definierte Frequenzen im Tieftonbereich, bei denen sich stehende Wellen bilden, die nur langsam abklingen und sich durch Dröhnen bemerkbar machen. Werden diese Frequenzen durch gezielte Filterung des Wiedergabefrequenzgangs weniger angeregt, entzerrt sich der Klang deutlich – es gibt keine Überlagerungen mehr, die Klarheit und Präzision steigert sich deutlich. In einem zweiten Schritt – der oft genug im Geiste des häuslichen Friedens notwendig ist – werden die Boxen von der akustisch idealen Position an ihre tatsächliche finale Aufstellung gerückt. Das wird in der Regel näher an der Rückwand sein, wodurch die Frequenzen vor allem unterhalb von 200 Hertz verstärkt werden, was den Klang wiederum etwas „dicklich“ macht. Auch die neue Position gibt der Linn- Händler in die Software ein – Konfig errechnet die Veränderung und korrigiert sie in Sekundenschnelle. Zu guter Letzt kann auch noch der Hochtonpegel in Maßen an die Bedämpfung des Hörraums angepasst werden.

Preis: um 59500 Euro

Linn Klimax DS


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