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Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Prima Luna Dialogue Two - Seite 4 / 4


Ansteigende Formkurve

Wechselt man die Endröhrenbestückung auf EL34, was ja durch die Autobias-Schaltung zum Kinderspiel wird, dann macht der Prima Luna einen deutlichen Schritt in Richtung Klarheit und Trockenheit, Mark Knopfler klingt auf einmal etwas schlanker (war er ja zu Zeiten der „Communiqué“ auch), auf einmal steht mehr die raue Kehligkeit seines Gesangs im Mittelpunkt. In dieser Bestückung klingen übrigens der Prima Luna und der Magnat fast identisch - die Röhrentypen machen eben doch einiges aus. Zurück zur KT88 - wir sind ja noch nicht fertig mit der Suche nach eventuellen Fehlern des farbenprächtigen Dialogue Two. Um es kurz zu machen: Er hat keine Schwächen. Sicher, wenn ich jetzt einen aufwendigen und viel teureren Verstärker daneben stelle, dann werde ich auch die Grenzen des Prima Luna erkennen. Nehme ich den hübschen und ausgesprochen bezahlbaren Verstärker jedoch für sich, dann belohnt er mich mit einer exakten Räumlichkeit mit einer Extraportion Flair - er begnügt sich nämlich nicht mit der in Tiefe wie Breite recht groß dimensionierten Bühne und einer exakten Aufstellung der Musiker, nein, er scheint den abgebildeten Raum bis in die hinterste Ecke mit Atmosphäre zu füllen - Musik zum Anfassen.

Dynamisch packt er ohnehin beherzt zu, nur brachiale Dynamiksprünge an den Leistungsgrenzen rundet er irgendwann ab - das ist aber röhrentypisch und nicht dem Gerät anzulasten. Apropos röhrentypisch: Auch der Freund des klassischen Röhrensounds kommt beim Prima Luna auf seine Kosten: Per Ferbedienung schaltet man einfach in den Triodenbetrieb um und hat auf einmal einen Verstärker mit einem ganz anderen Charakter: Feinzeichend, subtil und sanft, fast ein bisschen ätherisch umschmeicheln die Wahl-Trioden den Hörer, alles wirkt etwas feiner und fragiler, aber auch höchst elegant und angenehm. Sicherlich ist diese Betriebsart nicht für alle Musikrichtungen die erste Wahl, aber gerade für ruhige, überwiegend akustisch erzeugte Musikstücke ist die intime Atmosphäre des klassischen Triodenbetriebs ein absoluter Volltreffer.

Fazit

Was will man mehr: Ein kraftvoller, spielfreudiger Vollröhrenverstärker, der sich vom Sofa aus in einen subtilen Feingeist verwandeln lässt. Genügen diese Möglichkeiten immer noch nicht, dann wechselt man ohne weitere Einstellarbeiten die Röhren und erhält damit in einem Gehäuse unzählige Verstärkcharakteristika, die allesamt hervorragend klingen.
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Prima Luna Dialogue Two


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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 12.11.2009, 10:41 Uhr
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