Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Quad Z-3


Haste gedacht

Lautsprecher Stereo Quad Z-3 im Test, Bild 1
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Quad? Das sind doch die mit den berühmten Elektrostaten? Das ist zwar einerseits richtig, aber auch nicht die ganze Wahrheit

Der erste Lautsprecher, den der britische Konstrukteur Peter Walker kommerziell erhältlich machte, war – Überraschung – nicht der berühmte Elektrostat ESL 57, sondern ein Lautsprecher namens „Corner Ribbon“. Sie vermuten zu Recht, dass es sich dabei um ein Eckhorn mit Konustreiber handelte, den Hochtonpart übernahm ein Bändchenhochtöner. Nun ist viel Zeit vergangen, Peter Walker und Quad gelangten mit elektrostatischen Lautsprechern und Elektronik zu Weltruhm. Mittlerweile ist das Unternehmen in internationaler Hand und fertigt in China. Trotzdem hat sich unlängst jemand der Wurzeln erinnert und eine Lautsprecherlinie namens „Z Series“ ins Leben gerufen, deren verbindendes Element ein Bändchenhochtöner ist. Die Reihe besteht aus vier Modellen, die Z-3 ist der kleinere der beiden Standlautsprecher.

Lautsprecher Stereo Quad Z-3 im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Quad Z-3 im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Quad Z-3 im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo Quad Z-3 im Test, Bild 5Lautsprecher Stereo Quad Z-3 im Test, Bild 6Lautsprecher Stereo Quad Z-3 im Test, Bild 7Lautsprecher Stereo Quad Z-3 im Test, Bild 8Lautsprecher Stereo Quad Z-3 im Test, Bild 9
Die Formgebung orientiert sich an aktuellen Standards: Schlanke Silhouette, geschwungener Rücken, gewölbter Deckel – gerade Linien sind zurzeit nicht so angesagt. Die Gehäuse gibt‘s in drei Hochglanzvarianten: Schwarz, Weiß und Palisander. In der Z-3 teilen sich vier Treiber in einer Dreiwegeanordnung die Arbeit: Den Tieftonpart übernehmen zwei 17-Zentimeter-Bässe mit gewobener Kevlarmembran. Der Mitteltöner basiert auf der gleichen Technologie und ist nur unwesentlich kleiner. Darüber kommt der Bändchenhochtöner zum Zuge: Dabei handelt es sich um ein „echtes“ Bändchen mit im Magnetfeld aufgehängten Metallstreifen, der vom Signal durchflossen und dadurch zum Schwingen angeregt wird. Eine eingebauter Transformator sorgt für die Anpassung der kurzschlussähnlichen Impedanz des Bändchens ans reale Leben. Die Bassabteilung arbeitet als Bassreflexsystem; vor dem Austritt des Reflexrohres an der Rückseite ist eine zweite Kammer angeordnet, deren Öffnung nach draußen mit einem Stück Schaumstoff zur Geräuschvermeidung bedämpft ist. Der Signalanschluss erfolgt über ein Bi-Wiring-Terminal der aufwendigeren Sorte, die vier Klemmen wurden übereinandaer auf dem schmalen Rücken der Box angeordnet. Frontbespannungen gibt‘s auch, sie werden magnetisch an ihrem Platz gehalten. Die Verarbeitung des Ganzen ist ohne Fehl und Tadel, die Box ist vertrauenerweckend schwer, also ab in den Hörraum mit dem guten Stück. Nun habe ich für dieses Heft ausschließlich mit Lautsprechern zu tun gehabt, die ein Mehrfaches der Quad kosten. Stellt sich die Frage: Wie ist das jetzt bei „nur“ 4.000 Euro Paarpreis? Klingt auch nicht anders als die sündhaft teuren Dinger, hat nur weniger „Bling“? Absolut nicht. Die Quad sortiert sich dort ein, wo sie preisklassengemäß hingehört. Sie lief im direkten Vergleich zur Burmester BA 31, die eine Klasse größer und stämmiger ist, mit zwei Tieftönern vergleichbarer Größe arbeitet und keinen ausgewiesenen Mitteltöner braucht. So leid es mir für die Verächter highendiger Preisgestaltung tut: Die Burmester ist in jeder denkbaren Disziplin deutllich besser als die Quad. Angesichts des viereinhalbfachen Preises muss sie das auch, alles andere wäre nicht argumentierbar. Was aber nun nicht heißt, dass die Z-3 schlecht spielen würde, im Gegenteil: Der Hersteller hat zweifellos das Optimum aus den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten herausgeholt. In Sachen Basswiedergabe hält sich die Z-3 etwas zurück, was in diesbezüglich kritischen Umgebungen durchaus ein Vorteil sein kann. Das Bändchen tönt sehr detailliert und unaufdringlich, es passt sich bestens ins Klangbild ein. Die Stimmenwiedergabe ist fein und präzise, Räume zeichnet die Box gerne tief, aber nicht opulent breit. Das in Verbindung mit der ausgesprochen guten Verarbeitung macht die Quad Z-3 zu einem attraktiven Angebot, das auf seine Gene aus der „Corner Ribbon“ stolz sein darf.

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Fazit

Gediegen verarbeitete kompakte Standbox mit eher schlankem Bass, guter Durchzeichnung und fein aufgelösten Höhen.

Preis: um 4000 Euro

Quad Z-3

08/2017 - Holger Barske

 
Ausstattung & technische Daten 
Paarpreis ca. 4.000 Euro 
Vertrieb SWS Audio, Wallenhorst 
Telefon 05407 818691 
Internet www.quad-hifi.co.uk 
Garantie 2 Jahre 
B x H x T 26,7 x 96,5 x 34 cm 
Gewicht: ca. 19 kg 
Unterm Strich... Gediegen verarbeitete kompakte Standbox mit eher schlankem Bass, guter Durchzeichnung und fein aufgelösten Höhen. 
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Holger Barske
Autor Holger Barske
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Datum 14.08.2017, 09:55 Uhr
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