Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Nubert nuLine 284-Set


Dampfhammer mit Feinzeichnung

Lautsprecher Surround Nubert nuLine 284-Set im Test, Bild 1
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Sie sind konventionell aufgebaut, hervorragend verarbeitet und optisch dezent gestylt. Eine klassische Linie, sollte man meinen. Doch weit gefehlt, denn in unserem Hörraum entfachte die eher brav ausschauende nuLine-Serie einen regelrechten Orkan.

So war es und so bleibt es: Wer sich für den Kauf eines Paars Nubert-Lautsprecher entscheidet, der weiß, was er bekommt: ein mit besten Bauteilen bestücktes, neutral abgestimmtes, grundehrliches und wertbeständiges Schallwandler-Duo zu einem fairen Preis. Das ist schon mehr, als viele andere Lautsprecher-Hersteller zu bieten haben, doch die Liste der Vorzüge der neuen Nubert-nuLine-Serie lässt sich noch lange fortführen ...

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Gehäuse


Dass es sich bei der neuen Serie um sehr hochwertige Produkte handelt, wird bereits beim Öffnen der stabilen Verpackung deutlich, in der die edle Fracht, zusätzlich in einen Gewebestrumpf und Folie gehüllt, sicher ruht. Und das ist nur standesgemäß, wie bereits der erste Blick auf das exquisite Kleid eines jeden nuLine-Familienmitglieds beweist: Hier bestimmen klare Linien, sanfte Kanten und die erstklassig aufgetragene Schleiflack-Oberfläche, die auch nach akribischer Prüfung keinen Makel erkennen lässt, das Bild und machen jedes nuLine-Modell zu einem schicken Wohnaccessoire. Apropos akribisch, auch beim Gehäusebau hat das schwäbische Entwicklerteam nichts dem Zufall überlassen und setzt auf massivste, innen verstrebte MDF-Korpusse, die nach eigenen Vorgaben in einer Spezialwerkstatt in Nordrhein-Westfalen produziert werden und Wandstärken von 19 bis 38 Millimetern aufweisen. Besser kann man Gehäuse kaum fertigen, weshalb ich auch dieses Merkmal auf die eingangs erwähnte Liste der Vorzüge dieser Serie aufnehme.

Bestückung


Auch in Sachen Bestückung folgt das Entwickler-Team der Nubert- Philosophie, die vorsieht, dass ausschließlich Bauteile eingesetzt werden, die der Verbesserung der Soundperformance dienen. So werden sämtliche Chassis, egal ob Hoch-, Mittel- oder Tieftöner in Schwäbisch Gmünd entwickelt und aus streng selektierten Bauteilen bei einem Spezialisten nach hauseigener Spezifikation gefertigt.

Lautsprecher Surround Nubert nuLine 284-Set im Test, Bild 2Lautsprecher Surround Nubert nuLine 284-Set im Test, Bild 3Lautsprecher Surround Nubert nuLine 284-Set im Test, Bild 4
Das heißt, jedes in einer nuLine eingesetzte Chassis wurde speziell für seinen Einsatzzweck entworfen und hat nichts mit der Massenware von der Stange zu tun, die man oft in Mitbewerberprodukten antrifft. Besonders stolz sind die Schwaben auf ihren brandneuen „nuOva“- Hochtöner. Wie die Bezeichnung bereits ahnen lässt, basiert der Tweeter auf einer ovalen Platte, in der die 26 Millimeter durchmessende Seidenkalotte dezentral ihren Platz findet. Aufgrund der Tatsache, dass Nubert seinen Hochtöner asymmetrisch platziert, ist es den Entwicklern nach eigener Aussage gelungen, klangschädigende, horizontale Kantendispersionen deutlich zu reduzieren. Im Mitteltonbereich gibt es in Form der hier eingesetzten Flachmembranen ebenfalls etwas völlig Neues zu entdecken, was die Nubert Speaker Factory wie folgt erklärt: „Zu Beginn der Entwicklungsarbeiten bestätigte sich, dass flache Membranen für störende Partial-Schwingungen anfälliger waren als ähnlich große Konus-Membranen. Durch Feinarbeit an Mehrschicht-Membranen, die über eine Bienenwaben- Struktur verfügen (Honeycomb-Technologie), konnten die störenden Eigenresonanzen Schritt für Schritt zu wesentlich höheren Frequenzbereichen verlagert werden, bei denen die Abstrahlung fast vollständig durch den Hochton-Lautsprecher erfolgt.“ Brandneues begegnet mir auch in Sachen Tieftontechnik in der Standbox nuLine 284. Hier nämlich setzt Nubert auf ebenfalls selbst entwickelte, mit einem Doppelmagnetsystem aufwendig gestaltete Langhub-Chassis. Da diese maximal 150 Millimeter messen, dabei aber einen deutlich größeren Hub als die meisten Mitbewerber erreichen, vereinen sie die Vorzüge kleiner, impulsstarker Treiber mit denen großer Schwingsysteme, die viel Luft bewegen und somit eine tiefere Grenzfrequenz erreichen. Beste Voraussetzungen also für ein Lautsprecherset, das im Zwei- und Mehrkanalbetrieb höchste Pegelleistung bei zugleich niedrigsten Verzerrungen liefern soll.

In der Praxis


Inzwischen ist das Testset in unseren Hörraum aufgebaut, eingerichtet und hat seine Einspielzeit hinter sich. Zeit also, sich dem Praxistest zu widmen. Doch bevor es an die Klangbeschreibung geht, möchte ich ein paar Tipps zur perfekten Einstellung geben. Erstens: Achten Sie darauf, dass Sie die rechte und linke Box nicht verwechseln. Befinden sich die Hochtöner an der Innenseite, ist alles korrekt. Zweitens: Richten Sie die nuLine 284 leicht auf Ihren Referenzplatz aus. In dieser Position habe ich die beste Bühnendarstellung erreicht. Drittens: Center und Standbox lassen sich über je zwei Kippschalter im Klangcharakter an den eigenen Hörgeschmack anpassen. Hier habe ich mit den Einstellungen „brillant“ (Hochton) und „neutral“ (Tiefton), die für einen typischen Wohnraum (mit Teppichboden und Möbeln) idealen Einstellmöglichkeiten gefunden. Viertens: Über einen weiteren Kippschalter an der Regalbox nuLine 24 lässt sich auswählen, ob selbige als Monopol oder Dipol genutzt werden soll. Liegt der hauptsächliche Einsatzzweck in der Filmwiedergabe, empfiehlt es sich, sie als Dipol zu verwenden. Hören Sie hauptsächlich Musik in 5-Kanal- Stereo oder einem Surroundmodus, rate ich die Effektbox als Direktstrahler zu verwenden. Probieren Sie es einfach selbst aus, denn je nach vorgeschalteter Kette, Ihrem Raum oder auch dem persönlichen Geschmack kann eine andere Einstellung im individuellen Fall eine noch bessere Lösung ergeben.

Klang


Nun aber endlich zum Hörtest, auf den ich mich bereits gefreut habe. Hier hält das Sextett, was der Hersteller verspricht, und imponiert durch ein groß aufgefächertes Surroundbild, das jeden Winkel unseres Testkinos auszufüllen scheint. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um von vorn nach hinten oder von rechts nach links wandernde Klanganteile handelt, hier wird jede Rauminformation rein, punktgenau und mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks zu Gehör geliefert, die einen mitten im Geschehen wähnen lässt. Mehr als das, denn neben der absolut zeit- und klangkorrekten Detaildarstellung gelingt es dem Sextett fast nebenbei, auch noch die Atmosphäre der Szenerie einzufangen und in unseren Hörraum zu transportieren. Nur selten habe ich ein Mehrkanalsystem gehört, das so glasklar und fein aufgelöst zur Sache geht wie das nuLine-Set. Und das unabhängig von seiner Lautstärke, denn egal ob ich etwas lauter oder leiser drehe, dieses Setup büßt nichts, aber auch gar nichts von seiner Feinzeichnung, Homogenität oder Detailtreue ein. Das macht einfach Spaß – und das selbst unter einem Pegel, der bei vielen Mitbewerbsmodellen bereits nach kurzer Zeit anstrengt. Die Performance des weißen Sextetts ist bereits jetzt famos, doch es wird noch besser. Kurze Zeit später, als es deutlich turbulenter zur Sache geht, krempelt das Nubert-Set sprichwörtlich die Ärmel hoch und sprüht nur so vor Feuer, Spielfreude und Agilität, was für echtes Gänsehaut-Feeling und den ultimativen Heimkino-Kick sorgt und die man sich kaum besser wünschen könnte. Zu einem großen Teil ist dies der Bassperformance der Frontboxen und des Subwoofers zu verdanken, die sich als durchzugsstark und extrem tiefgründig herausstellt und obendrein durch eine Extraportion Körperschall imponiert, der selbst das große Ledersofa in unserem Testkino in Schwingung versetzt.

Fazit

Wer sich für ein Nubert-Surroundset entscheidet, macht nichts falsch. Das war immer so und hat sich in diesem Test wieder einmal bestätigt. Mit seiner neuen nuLine-Serie hat sich die Nubert Speaker Factory einmal mehr selbst übertroffen und eine Lautsprecher-Linie kreiert, die ich jedem Heimkino- und Musikfan unbedingt empfehlen kann, der gerade über den Kauf klanglich höchst anspruchsvoller Schallwandler, die obendrein hübsch aussehen und exzellent verarbeitet sind, nachdenkt.

Preis: um 4100 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Lautsprecher Surround

Nubert nuLine 284-Set

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

07/2013 - Roman Maier

Bewertung 
Klang 70% :
Dynamik/Lebendigkeit 15%

Tiefbasseigenschaften 15%

Tonale Ausgewogenheit 10%

Detailauflösung 10%

Zusammenspiel 10%

Hörzone Center 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrungen 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Laborbericht Nubert nuLine 284-Set 
Garantie 5 Jahre / 2 Jahre (Elektronik) 
Vertrieb Nubert, Schwäbisch Gmünd 
Telefon 0800 – 68 23 780 (gebührenfrei innerhalb Deutschland) 
Internet www.nubert.de 
Messwerte
Ausführungen 5 Farben 
Abmessungen (B / H / T in mm):
Frontlautsprecher 180/110/330 
Center 680/150/280 
Rearspeaker 150/250/250 
Subwoofer 332/575/520 
Ausstattung
Subwoofer nuLine AW-1100 
Gewicht 35.5 
Leistung laut Hersteller (in Watt) 320 
Membrandurchmesser (in mm) 280 
Bauart Bassreflex 
Prinzip Frontfire 
Pegel Knöpfe/Fernbedienung 
Trennfrequenz Fernbedienung (40-200Hz) 
Phasenregulierung stufenweise 0-180° 
Hochpegel Eingang / Ausgang 2/2 (Schraubkl.) 
Niederpegel Eingang / Ausgang 2/2 Cinch 
Frontlautsprecher NuLine 284 
Gewicht (in kg) 28.5 
Anschluss Bi-Wire 
Tiefton (in mm) 3 x 125 
Mittelton (in mm) 100 
Hochtonton (in mm) 26 
Bauart Bassreflex 
Rear-/Surroundlautsprecher nuLine 24 
Gewicht (in kg) 4.8 
Anschluss Single-Wire 
Tief- / Mittelton (in mm) 100 
Hochtonton (in mm) 2 x 26 
Bauart Bassreflex 
Centerlautsprecher nuLine CS-174 
Gewicht (in kg) 18 
Anschluss Bi-Wire 
Tief- / Mittelton (in mm) 2 x 123 
Hochtonton (in mm) 26 
Bauart Bassreflex 
empfohlene Raumgröße (in m²) 50 
Preis/Leistung hervorragend 
+ exzellente Auflösung 
+ leistungsstarker Subwoofer 
Klasse Spitzenklasse 
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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 04.07.2013, 10:14 Uhr
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