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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Seta Audio BESA CS - Seite 2 / 3


Totale Transparenz


In Mainz hat sich eine kleine Firma, die ihre Kompetenz aus vielen Jahren im Heim-, High-End- und Profibereich erarbeitet hat, mal wieder Gedanken darüber gemacht, wie man einen etwas anderen Standlautsprecher baut und – und jetzt kommt‘s – mit Änderungen tatsächlich auch Verbesserungen erreicht. Drei Lautsprecher von der ganz großen Standbox bis zum Kompaktmonitor gibt es derzeit, die Jungs stricken aber fleißig an vielen neuen Projekten, so dass uns der Stoff aus Mainz nicht ausgehen wird. Die BESA CS ist, wenn man sich die im rasanten Aufbau befindliche Produktpalette ansieht, genau in der Mitte angesiedelt. Mit 1,26 m Höhe ist sie im Rahmen dessen, was man sich unter einer ausgewachsenen Standbox vorstellt, sie wurde für „normale” Räume bis 25 m² Wohnfläche konzipiert. Auffällig sind natürlich sofort die beiden Tiefmitteltöner, die in Verbindung mit dem Mundorf-Air-Motion-Transformer eine D‘Appolito-Anordnung formen. Mit einer Trennfrequenz von zirka 2,5 kHz bei einem Abstand (Mitte Tieftöner – Mitte AMT) von zirka 12 Zentimetern erfüllen sie die vom Altmeister höchstpersönlich aufgestellte Forderung, um das durch diese Anordnung mögliche gute Abstrahlverhalten zu erreichen. Doch das Besondere daran ist die Behandlung, die sie von Entwickler Florat Seta erfahren haben. Um maximale Steifigkeit herzustellen wurden penibel passgenaue Formkegel auf die Membranen geklebt, wodurch sie quasi nicht mehr zum Aufbrechen neigen und einer idealen, kolbenförmigen Bewegung folgen. Klar, alles resoniert irgendwann und auch die Dome-Chassis der BESA CS tun das, allerdings sind deren Resonanzspitzen weit oberhalb des Einsatzbereichs. So weit, dass eine simple 6-dB-Filterung möglich ist, ohne sich diese Resonanzen im Gesamtspektrum noch einzufangen. Der Hochtöner kommt ebenfalls mit 6 dB ins Geschehen, die Trennfrequenz zu den Tiefmitteltönern liegt bei 3 kHz. Das ist natürlich eine gute Voraussetzung, da Bauteile im Signal dieses natürlich nie besser machen können. Trotzdem: auch wenn jeweils nur ein Bauteil „im Weg“ ist, hat Florat Seta dessen Qualität den Bauteilespezialisten von Mundorf aus Köln überlassen, über deren Kompetenz auf diesem Gebiet eigentlich nichts weiter zu sagen ist. Die Auswahl an kompetenten Zulieferern aus deutschen Landen ist überhaupt bemerkenswert. Das Kegelmaterial ist ein sehr leichter Kunststoff , der gerade durch seine Form ultrastabile Oberflächen garantiert, wegen des geringen Gewichts aber keine großartigen Verschiebungen der Thiele-Small-Parameter erzeugt. Diese Parameter hat sich Florat Seta nämlich genau ausgesucht. Er hat Treiber gesucht, die zu seinem Gehäuseprinzip passen. Er setzt nämlich nicht etwa auf bewährte Prinzipien wie Bassreflex oder Transmissionline sondern tüftelte lange Zeit an einem „Clusterflex” getauften Gehäuse, das gänzlich ohne Bedämpfung auskommt und freie Membranbewegung sicherstellt. Die Funktionsweise ist irgendwo zwischen Bassreflex, TQWT und offener Box angesiedelt, so richtig simulieren lässt sich so was aber nicht, weshalb das optimale Gehäuse in viel Trial-and-Error gefunden wurde. Apropos: Die Behausung an sich ist sehr aufwendig gefertigt und sauber lackiert. Viele hübsche Farben von Silbermetallic über Racing-Green bis hin zu schlichtem Weiß ist alles machbar; außerdem haben die Mainzer mittlerweile auch noch eine Auswahl an Furnieren. Fragen Sie bei Interesse einfach nach. Seta Audio bleiben übrigens jederzeit transparent und informieren auf ihrer Homepage ganz genau darüber, woher sie welche Komponenten beziehen. Schauen Sie ruhig

Preis: um 13500 Euro

Seta Audio BESA CS


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Autor Christian Rechenbach
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Datum 03.11.2010, 12:46 Uhr