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Firespawn – Abominate
Die Reunion-Welle der altgedienten Deathmetal-Bands (Pestilence, Protector und viele andere) führt seit einigen Jahren auch zu neuen Acts, die sich aus Mitgliedern von in den 1990er-Jahren aktiven Bands zusammensetzen. Die Schweden von Firespawn rekrutieren ihr Setup aus den jeweils göttlichen Entombed (Sänger Lars-Göran Petrov), Defleshed, Necrophobic und Unleashed – meine Herren, da steigt die Erwartungshaltung jedes Deathmetal-Fans im Alter von 30 bis 50 unweigerlich in ungeahnte Höhen. Kleines Problem: Überhöhte Erwartungshaltungen werden meistens nicht erfüllt. Allerdings liegt das sehr oft ganz und gar nicht an der Mucke, sondern daran, dass man die Emotionalität, die in der Jugend durch extreme Musik ausgelöst wird, nach so vielen Jahren und Jahrzehnten nicht mehr einfach so auf Knopfdruck wiederauferstehen lassen kann. Da kann ein Album noch so perfekt eingespielt, solide komponiert und sauber auf die Vinylscheibe gepresst sein: Das erste Mal „Altars of Madness“, „Cause of Death“ oder „Leprosy“ kann man einfach nicht reproduzieren. Da dies nun – mit einiger Wehmut – gesagt ist, schauen wir konkret auf „Abominate“. Alles, was ich oben gesagt habe, trifft auch auf den neuen Opus von Firespawn zu: Musikalische Perfektion an der Schnittstelle von traditionellem skandinavischen und amerikanischen Deathmetal (Morbid Angel scheinen gerade in den langsamen Tracks wie dem Titeltrack ab und zu durch, ebenso Deicide und Immolation bei den schnelleren wie „Heathen Blood“ oder „The Great One“), eine klasse Produktion und eine extrem saubere Pressung stehen für eine virtuelle Höchstbewertung parat. Ist es vielleicht die Perfektion in allen Belangen, die dem doch eigentlich so rauen, unangepasst sein wollenden Genre nicht wirklich entspricht? Dennoch: Großer Spaß ist „Abominate“ allemal!
Fazit
Nach allen Maßstäben perfektes, brachiales Deathmetal-Album, das vor 30 Jahren einer Heiligsprechung gleichgekommen wäre.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Firespawn – Abominate (Century Media)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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