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Andrea Motis – Loopholes
Der Hinweis „And now for something completely different“ ist recht unscheinbar auf der Rückseite des Covers zu finden, jedoch von großer Bedeutung für das aktuelle Werk der spanischen Sängerin, Multiinstrumentalistin und Komponistin. Stand das Vorgängeralbum mit der WDR Big Band ganz im Zeichen von Latin und Swing, interpretiert sie auf „Loopholes“ mit kleinerer Besetzung ihre Vorstellung davon, wie sich heutzutage lässige Grooves anzuhören haben, wenn sie einer intensiven Behandlung mit Funk und Neo-Soul unterzogen wurden.
Die zwölf Stücke sind sehr abwechslungsreich gestaltet, Andrea Motis singt in vier verschiedenen Sprachen (katalanisch, spanisch, portugiesisch, englisch) und demonstriert ihre Fähigkeiten an der Trompete, die sie bereits in jungen Jahren an die Seite der weltweit bekanntesten Musiker geführt hat. Als maßgebliche Kraft neben ihr wirkt ihr Ehemann, der vielseitige österreichische Musiker Christoph Mallinger. Er hat nicht nur den größten Anteil an den Kompositionen, auch ist er an Gitarre, Geige und Mandoline aktiv. Der japanische Keyboarder Big Yuki, der Bassist Stephan Kondert und Gregory Hutchinson am Schlagzeug vervollständigen das Quintett. Für ausgemachte Jazz-Fans ist das Album eher nicht geeignet – mit wenigen Ausnahmen, wie z. B. den Titeln „Heat“ und „Calima“, dafür umso mehr für Anhänger hochwertiger Popmusik, die sich langsam in den Jazz vortasten wollen.
Die Kurzweiligkeit von „Loopholes“ entsteht auch aus der relativen Kürze der einzelnen Titel, von denen nur eines länger ist als fünf Minuten, dafür fünf weniger als drei Minuten gehen. Die Pressqualität und der Klang des Vinyls sind ohne Beanstandung, geliefert wird in einem Standardcover mit einer gefütterte Innenhülle, mehr Ausstattung gibt’s nicht.
Fazit
Ein Album, das Jazz- und Pop-Fans gleichermaßen ansprechen dürfte.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Andrea Motis – Loopholes (Jazz to Jazz)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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