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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Paradise Lost – Obsidian (Nuclear Blast)
Paradise Lost – Obsidian
Paradise Lost waren und sind einer meiner größten musikalischen Einflüsse überhaupt. Nicht nur, dass sie mit ihrem Zweitwerk „Gothic“ ein ganzes Genre definiert haben, auch die folgenden Veröffentlichungen haben bis heute keine echte Konkurrenz. Klar gab es viele Nachahmer, doch den besonderen Sound von Paradise Lost konnte niemand auch nur im Ansatz auf dieser Qualitätsstufe erreichen. Das gilt ausdrücklich auch für die sehr poppigen Alben um die Jahrtausendwende: „One Second“, „Host“ und „Symbol of Life“ waren zwar weit entfernt vom Doom/Death der Anfangsjahre, doch die konstante und sinnvolle Entwicklung der Band war stets nachvollziehbar und auf höchstem Niveau. Die Rückwendung zum harten, sogar von Growling geprägten Metal seit dem 2007er Werk „In Requiem“ hat sicherlich dennoch viele Fans gefreut und hat für mich persönlich im dramatischen, genialen „Beneath Broken Earth“ vom 2015er Album „The Plague Within“ kulminiert. „Obsidian“ startet ganz anders. Akustisch, mit melodiösem Gesang und poppigen Streichern eröffnet „Darker Thoughts“ das Album – wasndas? Doch schon eine Minute später folgt eine teilweise Entwarnung in Form von fetten Gitarrenakkorden und aggressivem Shouting. Dennoch: Schon der Opener deutet an, dass Paradise Lost ihren Horizont deutlich weiter aufspannen als auf dem direkten Vorgängeralbum, „Ghost“ zum Beispiel huldigt ungeniert den Sisters of Mercy. Elemente aus „Host“-Zeiten finden sich im weiteren Verlauf ebenso wie von „Medusa“ und „Icon“. Letzteres Album ist vielleicht das stilistisch „Obsidian“ nächstliegende – plus Growls und der fetter Produktion. Der Anfang des doomigen Video-Tracks „Fall From Grace“ garantiert Gänsehaut, beim zweiten Hören noch mehr als beim ersten. Wirkliche Enttäuschungen bleiben aus.
Fazit
Konsequente Entwicklung ohne die Grundtugenden aufzugeben: Paradise Lost haben wieder mal alles richtig gemacht.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Paradise Lost – Obsidian (Nuclear Blast)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
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