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Kategorie: Subwoofer (Home)

Vergleichstest: HEIMKINO räumt mit dem Rätselraten über die richtige Subwoofer-Einstellung auf


Perfekter Bass im Heimkino

Subwoofer (Home): HEIMKINO räumt mit dem Rätselraten über die richtige Subwoofer-Einstellung auf, Bild 1
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Der Subwoofer gehört in ein Heimkinosystem, das ist klar. Doch welcher ist der richtige Bassist für meine Installation und wie stelle ich ihn perfekt ein? Die Antworten auf diese Fragen sowie einen Test von gleich zwölf Bassboliden finden Sie im folgenden Artikel.

In Leserbriefen, E-Mails und Telefonaten kommt immer wieder das Thema Subwoofer zur Sprache. Meist geht es um die Auswahl des passenden Modells, die Einbindung in ein vorhandenes System oder um die optimalen Einstellparameter. Zugleich sehen wir uns mit immer wieder auftretenden Aufstellungs- und Klangmythen konfrontiert, die den Heimkinofan oft mehr verwirren, als dass sie hilfreich sind. Damit räumen wir nun auf und geben wichtige und einfach durchführbare Tipps und Tricks, die zum perfekten Basserlebnis im eigenen Heimkino führen. Zunächst stellt sich die Frage nach dem Tätigkeitsschwerpunkt eines Subwoofers. Diese ist nicht schwer zu beantworten, denn der Bassist ist der sogenannte .1-Lautsprecher in einem 5.1- bzw. 7.1-System – er ist einzig für die Wiedergabe tieffrequenter Schallanteile zuständig. Ist der Woofer korrekt angeschlossen und richtig eingestellt, sorgt er für Tiefbass, wie man ihn sonst nur aus dem Kino kennt. Darüber hinaus entlastet er seine Mitspieler, denn sobald ein Subwoofer im Einsatz ist, werden diese vom „Knochenjob“, nämlich der Wiedergabe tiefster Klanganteile befreit und können in den Frequenzbereichen groß aufspielen, für die sie konzipiert wurden. Dies gilt sowohl für Standboxen als auch für kompakte Regallautsprecher, wobei Letztere ganz besonders vom Einsatz eines Bassmeisters profitieren. Doch wo stelle ich meinen Subwoofer idealerweise auf und welches sind die perfekten Einstellungen in Verbindung mit meinem Raum und meinem Lautsprechersystem? Kein Problem, denn hier hilft HEIMKINO und zeigt, wie man die häufigsten Fehler leicht vermeidet und echten Kinobass „erntet“.

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HEIMKINO klärt auf: Tipps & Tricks fürs perfekte Basserlebnis 


Behauptung 1: „Ein Frontfire-Sub ist einem Downfire-Modell immer vorzuziehen!“


Falsch, denn beide Varianten haben je nach Einsatzzweck und vorhandener Bausubstanz ihre spezifischen Vorteile und können richtig eingesetzt für ein druckvolles Tiefbasserlebnis sorgen.

Downfire:

Hier gibt der Subwoofer seine Schallanteile nach unten, in Richtung Boden ab, von wo sie in alle Richtungen verteilt werden. So werden sie nicht nur hörbar, sondern auch physisch spürbar. Der Einsatz eines solchen Gerätes empfiehlt sich in Neubauwohnungen mit harter Bausubstanz.

Frontfire:

Wird in der Regel als angenehmere Variante empfunden, da die Bassfrequenzen direkt in den Raum abgegeben werden. Eignet sich eher in Altbauwohnungen oder Häusern mit eingezogener Zwischendecke, da die von Downfire-Subs abgegebenen Schallanteile hier regelrecht vom Gebäude verschluckt werden würden.

Behauptung 2: „Ein Y-Kabel ist absolute Pflicht!“


Nicht ganz korrekt: Verfügt der Subwoofer über mehr als einen Eingang, können mithilfe eines Y-Adapters natürlich auch beide Eingänge benutzt werden. Daraus resultiert in der Regel eine Pegelerhöhung um drei Dezibel. Nutzt man ein einfaches Subwooferkabel, kann ein identischer Pegel durch einfaches Drehen am Lautstärkeregler erzeugt werden. Der Anschluss erfolgt im Übrigen so: Bei einem Aktivmodell (95 % aller einzeln erhältlichen Woofer) wird das Gerät mittels eines speziell geschirmten und ausreichend langen Cinchkabels mit dem AV-Receiver verbunden. Benutzen Sie hierfür den in der Regel gelb markierten Subwoofer-Vorverstärkerausgang am AV-Receiver und die Input-Buchse am Bassmeister. 

Behauptung 3: „Den Subwoofer in die Ecke stellen, denn hier macht er am meisten Bass!“


Das Wichtigste zuerst: Die Positionierung in der Zimmerecke ist in den meisten Fällen unbedingt zu vermeiden, denn hier hat jede Raumresonanz ihr Maximum. Das macht sich in der Regel durch unkontrolliertes Dröhnen bemerkbar. Versuchen Sie deshalb, den Sub aus der Zimmerecke zu verbannen und probieren Sie mehrere Positionen im Raum aus. Schon um wenige Zentimeter verschoben, wird sich ein völlig anderes Klangbild ergeben. Aufgrund unterschiedlichster Raumgrößen und -geometrie gibt es hier leider keine Faustformel. Beim Einsatz eines einzigen Subwoofers stellt sich allerdings die Positionierung an 1/4 der Raumlänge oft als sehr gute Lösung heraus.

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Behauptung 4: „Den Sub zunächst am Hörplatz positionieren und den Woofer anschließend dort aufstellen, wo er am besten klingt!“


In der einen oder anderen Heimkino-Installation mag dieser Tipp zufällig zum Erfolg geführt haben. Generell ist zu sagen, dass die einzige Konstante in diesem Fall der vom Sub abgegebene Direktschall ist. Indirekt gehörte Schallanteile (Reflexionen) werden aufgrund unterschiedlicher Abstände zu den Seitenwänden und daraus resultierender neuer Raummoden in einem völlig anderen Verhältnis ans menschliche Ohr geliefert. Fazit: Man kann diese Variante natürlich ausprobieren. Allerdings sind die Erfolgsaussichten eher gering. 

Behauptung 5: „Trennfrequenz immer voll aufdrehen!“


Nahezu jeder Aktivwoofer bietet die Möglichkeit zur Einstellung der Übernahmefrequenz. Mittels Trennfrequenzregler kann so ein möglichst nahtloser Übergang zwischen den Arbeitsbereichen der Lautsprecher und des Subwoofers hergestellt werden. Drehen Sie diesen nur dann voll auf, wenn Ihr AV-Receiver die Möglichkeit zur Regelung der Trennfrequenz bietet. Die ideale Trennung wird dann über die automatische Einmessfunktion ermittelt bzw. kann ganz einfach manuell im Menü des AV-Gerätes gewählt werden. Bei größeren Standlautsprechern empfiehlt sich in der Regel die Trennung bei rund 80 Hertz, während der Wert bei kompakteren Boxen deutlich höher (meist oberhalb 100 Hertz) liegt.

Behauptung 6: „Phaseneinstellung hat keine Auswirkung!“


Obwohl die Phasenregelung zu den wichtigsten Einstellmöglichkeiten am Subwoofer gehört, hört und liest man diese Meinung leider immer wieder. Der Phasenregler/-schalter zeichnet für die punktgenaue Angleichung an die mitspielenden Lautsprecher verantwortlich. Im Detail: Ist der Subwoofer in einem anderen Abstand als die Boxen zur Referenzposition aufgestellt, können sich unterschiedliche Laufzeiten ergeben. Mit der Phasenregelung können diese ausgeglichen werden. Idealerweise geht man zu zweit vor. Während eine Person an der Referenzposition sitzt und dem Testton (idealerweise ein wiederkehrendes Basssignal) lauscht, dreht die zweite Person langsam am Phasenregler. Die richtige Einstellung ist dann gefunden, wenn der Bass am lautesten erscheint. 

Behauptung 7: „Zwei Subwoofer bringen ,nur‘ mehr Leistung!“


Das ist teilweise korrekt. Bietet sich die Möglichkeit, mehr als einen Bassmeister aufzustellen, ist die Aufrüstung auch aus anderen Gründen zu empfehlen. Zwei Subwoofer bringen neben einem enormen Pegelgewinn bei geringerem Aufwand auch eine deutliche „Zähmung“ stehender Wellen. Da der Raum von mehr als einer Stelle angeregt wird, hilft der Einsatz eines zweiten Subwoofers, sogenannte Lateral-Moden (von rechts und links reflektierende Moden) in den Griff zu kriegen, was sich in einer deutlich homogeneren Raumverteilung sämtlicher Bassanteile bemerkbar macht.

Behauptung 8: „Zwei Subs immer parallel bzw. diagonal im Raum aufstellen!“


Beide Aufstellungsvarianten haben ihre Vorteile und können je nach Hörgeschmack perfekte Ergebnisse liefern: Geht es darum, mehr Druck im Grund- und Tieftonbereich zu erzeugen, empfiehlt sich die parallele Aufstellung im Frontbereich. Im Idealfall positionieren Sie beide Subwoofer etwa bei einem Viertel der Raumlänge. Ist dies aus Platzgründen nicht möglich, probieren Sie die Platzierung an verschiedenen Punkten des möglichen Bereiches. Dabei sollten die beiden Subs immer parallel zueinander aufgestellt sein. Einige Heimkinobesitzer schwören hingegen auf die Diagonalaufstellung und eine entgegengesetzte Phaseneinstellung ihrer Subwoofer. Dies hat (je nach Aufstellung und Raumgeometrie) den Vorteil einer präziseren Bassdarstellung, wobei der Maximalpegel in der Regel fällt, da beide Geräte quasi gegeneinander wirken.

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