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Kategorie: D/A-Wandler, Endstufen

Systemtest: Audiolab Q-DAC, Audiolab MPWR


Erwartungshaltungen

D/A-Wandler Audiolab Q-DAC, Audiolab MPWR im Test , Bild 1
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Vor Kurzem hatte ich mal wieder ein Telefonat mit IAD aus Korschenbroich. Und während wir eigentlich über alles Mögliche sprachen, kam auf den Tisch: „Der Q-DAC ist übrigens fertig. Willste den haben?“. Da mir dessen Vorgänger, der fast schon berühmte M-DAC von Audiolab noch tief im Kopf hing, konnte ich nur „Ja, schick sofort!“ sagen.

Peripherie:


 Apple MacBook Pro, OSX 10.8.4, Sonic Studio Amarra
 Apple MacBook Pro, Windows 7 Home, JRiver Media Center 18, JPLAY
 Streaming-Client NAD M50, RipNAS Solid V3
 Lautsprecher:Klang+Ton „Nada“
 USB-Kabel:Audioquest Diamond DSM 

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Der Grund ist einfach: Das war und ist ein absoluter Knaller- Wandler fürs Geld. Ich bin ja richtig froh, dass ich diesen DAC immer noch hier habe, denn er leistet mir sehr gute Dienste als DAC-Kopfhöreramp. Unlängst hat man die Palette an kleinen HiFi-Bausteinen bei Audiolab erweitert und mit dem Q-DAC einen Wandler herausgebracht, der ganz ähnlich konzipiert ist, doch immerhin 300 Euro weniger kostet. Er kommt im selben Kompaktformat mit ausgelagertem Netzteil und macht optisch keinen Hehl daraus, ein ganz naher Verwandter des preisgekrönten M-DAC zu sein. Auch er hat ein hübsches schwarz-weißes Display und kann auf die selbe stabile Gehäusekonstruktion bauen. Jetzt erwartet man bei dem Preis ja schon, dass hier große Rückschritte gemacht wurden. Und ohne den Q-DAC jetzt abwertend behandeln zu wollen, petze ich mal schnell, was äußerlich erkennbar anders ist als am M-DAC. Zunächst gibt es hier kein Drehrad. Gut, die „Hoch/Runter-Tasten“, die es ersetzen sind für viele die weniger elegante Variante für die Lautstärkeregelung, doch wenn man die Fernbedienung nimmt, ist einem das egal. Dann gibt es auch keinen symmetrischen Ausgänge. Wird Leuten, die mit HiFi-Geräten in dieser Preisklasse liebäugeln, wahrscheinlich auch weniger wichtig sein. Und optischer und digitaler Ausgang sind jetzt nicht mehr in doppelter Ausführung vorhanden.

D/A-Wandler Audiolab Q-DAC, Audiolab MPWR im Test , Bild 2D/A-Wandler Audiolab Q-DAC, Audiolab MPWR im Test , Bild 3D/A-Wandler Audiolab Q-DAC, Audiolab MPWR im Test , Bild 4D/A-Wandler Audiolab Q-DAC, Audiolab MPWR im Test , Bild 5D/A-Wandler Audiolab Q-DAC, Audiolab MPWR im Test , Bild 6D/A-Wandler Audiolab Q-DAC, Audiolab MPWR im Test , Bild 7D/A-Wandler Audiolab Q-DAC, Audiolab MPWR im Test , Bild 8
Okay, wer Playstation und Settop-Box anschließen will hat’s jetzt schwerer. Aber ansonsten muss ich sagen, das ist ein rundum schnuckeliger und in seinem Alugehäuse sehr hochwertig anmutender DAC. Der USB-Eingang empfängt wie schon immer asynchrone Musikdaten und geht nun zeitgemäß bis 192 kHz. In dieser Beziehung ist der kleinere Q-DAC seinem älterem Bruder sogar einen Schritt voraus, denn der hat damals bei 96 kHz den Hahn zugedreht. Und für die Computer-Audio- Fraktion wird auch wichtig sein, dass der Kopfhörerausgang ähnlich hochwertig wie beim M-DAC ist. Für die Desktop-HiFi-Leute ist er also ein heißer Kandidat, denn eine höhere USB-Bandbreite gepaart mit gleichwertiger Headphone-Leistung und einem ebenfalls tollen Wandlerchip klingt zu diesem Kurs natürlich verführerisch. Einen kleine Schritt zurück muss man beim Wandler-Chip hinnehmen. Statt des dicken ESS Sabre 9018 wurde hier das kleinere 9016-Modell verbaut. Der ist günstiger, kann aber mit ähnlich guten Messwerten und Daten aufwarten. Die aufwendige Beschaltung mit einer Armada an lokalen Stromversorgungen hat er auch wieder spendiert bekommen. Er erledigt auch gleich die Lautstärkeregelung, was mit dem entsprechenden Dithering bis über 40 dB unter Normpegel ohne Auflösungsverluste funktioniert, darunter gehen bis zu fast nicht mehr wahrnehmbarem Pegel gerade mal 2 – 3 dB flöten. So gesehen ist die digitale Pegelregelung absolut in Ordnung, eher noch empfehlenswert, denn ein den Pegel absenkendes Poti oder dergleichen kommt dem Rauschteppich ja auch irgendwann nahe. Der Audiolab-Vertrieb IAD hat mir noch ein zweites Päkchen geschnürt und mir, passend für den Test des Wandlers, die ebenfalls neue und sowohl optisch als auch technisch perfekt zu den beiden Kompakt-DACs passende Endstufe mitgeschickt. Irgendwie war es ja eine Frage der Zeit, bis von Audiolab so was kommt. Die Engländer bauen schließlich zwei DACs mit Lautstärkeregelung und auch in der größeren 8200er-Serie hat man Pegelregelung in den DAC/CD-Player- Kombinationsgeräten. Da war es ja die logische Konsequenz, einen reinen Leistungsverstärker nachzuschießen, der natürlich aufgrund seiner Maße speziell für die beiden Kompakt- Wandler interessant ist. Der Q-DAC findet auch schnell an den Cincheingängen Anschluss, wer einen M-DAC besitzt, kann natürlich die symmetrischen Eingänge nehmen. Für beide gleich: Zirka 40 Watt an acht und 60 an vier Ohm kommen im Ernstfall aus den Lautsprecherterminals. Das tut’s in den meisten Fällen. Gut gemachte Verstärker klingen ja oft leistungsstärker und gut gemacht ist der MPWR auf jeden Fall.

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Klang


Jetzt habe ich für Vergleichszwecke ja glücklicherweise ohne große Umstände den M-DAC zu Rate ziehen können. Wahrscheinlich kann man das ständige Gesuche nach Minuspunkten als Vertriebsmensch schon gar nicht mehr hören, doch da müssen sie jetzt durch, zumal es ja gar nicht mal so schlecht für den Q-DAC aussieht. Die Frage der Fragen: Wie viel Klang blieb nach den Sparmaßnahmen in ihm noch übrig? Mehr als man denkt, das gewissenhafte Jitter-Entfernen und die ja immer noch sehr hochwertige Bauteileauswahl sorgen dafür, dass ein ganz ähnlich feiner, gut aufgelöster und neutraler Klang im Hörraum herrscht wie unter Verwendung des direkten Verwandten. Klar kommt er nicht ganz an die Leistungen eines M-DAC heran, das muss man ja schon mal sagen. Doch kostet er auch ein gutes Stück weniger und bietet teilweise sogar Features, die das teurere Modell noch gar nicht hatte. So gesehen geht sowohl die Preisgestaltung als auch das klangliche Resultat mehr als in Ordnung. Er hat‘s halt schwer, wenn man ihn direkt mit einem M-DAC vergleicht. Viel gerechter ist es, preislich in derselben Region liegende Wandler für einen Vergleich heranzuziehen. Und da schlägt er sich in Sachen Features bestens und hinsichtlich Klang steht er dann auch besser, sogar ganz weit oben da. Erste Tests habe ich gleich am Schreibtisch mit ein paar kleinen Monitorboxen durchgeführt und konnte so erste Eindrücke gewinnen. Alle Abtastraten bis 192 kHz werden unterstützt, außerdem habe ich mich hier gleich an Ort und Stelle mit den verschiedenen Filtercharakteristika austoben können. Der Q-DAC lässt sich so ein wenig feintunen, das kann der Besitzer auf Tastendruck machen und sein für ihn klanglich bestes Filter selbst herausfinden. Einige der insgesamt 7 Filter überzeugen mit sehr ruhiger, warmer Spielweise, das gilt besonders, wenn man sich für einen Filtertypen entscheidet, der „Optimal Transient“ heißt, den gibt’s in drei recht ähnlich klingenden Varianten. Ich fand‘s mit einem dieser drei oder dem „Slow-Rolloff “ am besten. Aber das ist meine persönliche Meinung. Bemerkenswert bleibt, dass man in dieser Preisklasse diese Möglichkeit überhaupt geboten bekommt. Dieses Gespann ist für weit mehr als nur den Schreibtisch geeignet, auch an großen Kompakt- oder „normalgroßen“ Standboxen kommen richtig mächtige Töne heraus. Richtig gutes HiFi ist das, für einen unschlagbaren Kurs.

Fazit

Für unter tausend Euro gibt‘s hier eine exzellente Kombi, die klanglich zu begeistern weiß und der nur noch eine Quelle, am besten ein Computer, und ein Satz Lautsprecher fehlen. Meinen Segen haben die beiden. Wer noch ein bisschen Geld drauflegt, kann mit dem M-DAC sogar noch etwas mehr herausholen.

Preis: um 500 Euro

Audiolab Q-DAC


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Preis: um 600 Euro

Audiolab MPWR


10/2013 - Christian Rechenbach

Ausstattung & technische Daten: Audiolab Q-DAC
Vertrieb IAD, Korschenbroich 
Telefon 02161 617830 
Internet www.audiolust.de 
Eingänge: 1 x S/PDIF RCA (bis 192 kHz, 24 Bit) 
Ausgänge: 1 x S/PDIF RCA (bis 192 kHz, 24 Bit) 
Abmessungen (in mm): 250/59/252 
Besonderheiten Nein 
checksum „Für unter tausend Euro gibt‘s hier eine exzellente Kombi, die klanglich zu begeistern weiß und der nur noch eine Quelle, am besten ein Computer, und ein Satz Lautsprecher fehlen. Meinen Segen haben die beiden. Wer noch ein bisschen Geld drauflegt, kann mit dem M-DAC sogar noch etwas mehr herausholen.“ 
Ausstattung & technische Daten: Audiolab MPWR
Vertrieb IAD, Korschenbroich 
Telefon 02161 617830 
Internet www.audiolust.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 246/114/252 
Eingänge: 1 x analog RCA / 1 x analog XLR 
Leistung 4 Ohm (in W): 2 x 60 W 
Leistung 8 Ohm (in W): 2 x 40 W 
SNR (in db (A)) 88 
THD (in%) 0.02 
checksum Für unter tausend Euro gibt‘s hier eine exzellente Kombi, die klanglich zu begeistern weiß und der nur noch eine Quelle, am besten ein Computer, und ein Satz Lautsprecher fehlen. Meinen Segen haben die beiden. Wer noch ein bisschen Geld drauflegt, kann mit dem M-DAC sogar noch etwas mehr herausholen. 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
Kontakt E-Mail
Datum 14.10.2013, 11:59 Uhr
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Elmar Michels - Ressort Car Hifi
Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Car Hifi 1/2022

Sie werden es beim Download nicht gemerkt haben, doch diese CAR&HIFI ist die dickste seit langem. Neben jeder Menge Tests enthält diese Ausgabe wieder die im letzten Jahr eingeführte Preisverleihung an die besten Geräte des Jahres. Unter der Rubrik Product of the Year finden sie auf 25 Extraseiten die bestklingenden, leistungsfähigsten und highendigsten Geräte aus unserem Testfuhrpark oder auch Produkte, die uns durch ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, Einsteigerfreundlichkeit oder Cleverness aufgefallen sind.
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Wir begrüßen Sie herzlich zur neuen Ausgabe unseres Analogmagazins "LP". Der Titel verrät bereits, dass wir uns für dieses Heft mit dem neuen luftgelagerten Bergmann-Plattenspieler auseinandergesetzt haben. Hinzu gesellen sich Testberichte zu zwei sehr exklusiven Verstärkerkombinationen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Grandinote aus Italien verblüfft mit einem exotischen Halbleiterkonzept, Air Tight legt die Messlatte in Sachen Röhrentechnik höher. Hinzu gesellen sich zwei interessante Phonovorstufen, ein weiterer extremer Röhrenvollverstärker und eine ganze Reihe anderer Komponenten, die Sie bestimmt interessieren werden.
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Thomas Schmidt - Ressort Hifi
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In dieser Ausgabe geht es tief hinunter: Zum ersten Mal in einem langen Zeitraum gibt es mal wieder einen Subwoofer von der Klang+Ton. Und deswegen haben wir es auch gleich richtig gemacht: Ein mächtiger 21-Zoll-Treiber und dazu ein DSP-Verstärkermodul mit gut 1000 Watt in schlanken 150 Litern: So gehen im Heimkino 19 Hertz und im Musikbetrieb unkomprimierte 120 Dezibel - dass sollte fürs erste reichen.
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
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