Kategorie: In-Car Endstufe Multikanal

Einzeltest: Mosconi Gladen D2 80.6 DSP


Alles drin

Car HiFi Endstufe Multikanal Mosconi Gladen D2 80.6 DSP im Test, Bild 1
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Nachdem Mosconi letztes Jahr mit der D2 100.4 DSP Furore gemacht hat, kommt jetzt die kosequente „Verlängerung“ in Form der D2 80.6 DSP. Wir riskieren einen Blick auf die Neue.

Italienische Verstärkerbaukunst in höchster Form, nichts anderes hat uns Mosconi mit der vor einem Jahr eingeführten D2-Reihe beschert. Die Verstärker bieten modernste Digitaltechnik mit jeder Menge Leistung auf kleinstem Raum. Neben den „normalen“ Amps mit 4, 2 und 1 Kanälen hat Mosconi bei der 100.4 auch wahlweise eine DSP-Variante im Angebot. Die D2 100.4 DSP kann man sich als eine 100.4-Endstufe plus ein 4to6-Prozessor vorstellen. Der neueste Streich ist jetzt die D2 80.6 DSP, die man sich im Geiste aus einer um 2 Kanäle verlängerten 100.4 und einem DSP 6to8 zusammensetzen kann. Die 80.6 ist etwas länger geworden, aber mit 20 x 12 Zentimetern Grundfläche und 4 Zentimetern Höhe nach wie vor ultrakompakt für eine Sechskanal.

Car HiFi Endstufe Multikanal Mosconi Gladen D2 80.6 DSP im Test, Bild 2Car HiFi Endstufe Multikanal Mosconi Gladen D2 80.6 DSP im Test, Bild 3Car HiFi Endstufe Multikanal Mosconi Gladen D2 80.6 DSP im Test, Bild 4Car HiFi Endstufe Multikanal Mosconi Gladen D2 80.6 DSP im Test, Bild 5Car HiFi Endstufe Multikanal Mosconi Gladen D2 80.6 DSP im Test, Bild 6Car HiFi Endstufe Multikanal Mosconi Gladen D2 80.6 DSP im Test, Bild 7Car HiFi Endstufe Multikanal Mosconi Gladen D2 80.6 DSP im Test, Bild 8
Der Aufbau ist typisch für die D2- Reihe, alle Anschlüsse und Regler sitzen an einer Seitenplatte, auf der es entsprechend eng zugeht. Wir finden sechs Cincheingänge, die paarweise auf Hochpegel umgeschaltet werden können und ebenso paarweise einen Gainregler haben. Das ist sehr gut mitgedacht, denn wer neben einem Autoradio noch AUX-Quellen wie Freisprecheinrichtung oder einen Musikplayer anschließen will, muss die Empfindlichkeiten getrennt einstellen können. Neben den Cinchausgängen von Kanal 7 und 8 (natürlich prozessiert) hat die 80.6 einen optischen Digitalausgang als Zusatzausstattung dazugewonnen, an dem ebenfalls das Stereosignal von Kanal 7 und 8 anliegt. Wie bei der 100.4 DSP sind ein optischer S/PDIF-Eingang und eine Netzwerkbuchse für die diversen Fernbedienungsmöglichkeiten des Hauses (Displayfernbedienung RCD, RC Mini für die wichtigsten Funktionen) vorhanden. Natürlich gibt es auch den Schacht für Mosconis Bluetooth-Adapter, der wahlweise das kleine BT-Modul zur Steuerung mit der Android-App oder das Bluetooth-Streamingmodul MOS_BTS aufnimmt. Nach wie vor unerreicht ist Mosconis Verwaltung der diversen Signalquellen mit der automatischen Umschaltung auf die gerade priorisierte Quelle. So kann natürlich mitgebrachte Musik problemlos ins Werkssystem eingeschleift werden, egal ob über einen analogen Eingang oder digital optisch oder digital per Bluetooth. Die D2 80.6 DSP erkennt immer automatisch, welche Quelle dazukommt und schaltet diese durch. Die Erkennungsempfindlichkeit lässt sich einstellen und beim optischen Digitaleingang (der meist nicht lautstärkegeregelt ist) kann die Lautstärkeinformation aus den analogen Kanälen 1 und 2 generiert werden. Das Umschalten erfolgt dabei nach einer Prioritätenliste, so dass man sich durch geschicktes Anschließen aussuchen kann, was durchgeschaltet wird. Beispielsweise Navi schlägt Freisprechen schlägt Bluetoothmusik schlägt Werksradio. Oder aber Verkehrsdurchsage (entsprechend eingestelltes Radio) schlägt Musikplayer und so weiter. Hilfreich bei der Integration in beliebige vorhandene Systeme ist die Einschaltautomatik, die nicht nur Hochpegel eines Autoradios erkennt (BTL, Gleichspannungsoffset), sondern auch echte Signalerkennung (SE) erlaubt. So wird man mit der 80.6 immer froh, egal, ob Nachrüstradio oder Werksanlage. Der integrierte DSP hat mehr oder minder die Funktionalität eines Mosconi DSP 6to8, die neueste Software gibt‘s kostenlos zum Download auf mosconi.org. Die Software ist übersichtlich gestaltet und in sechs Hauptrubriken vom Eingangsmixer bis zum Ausgangspegel unterteilt. Equalizerbänder gibt es weit mehr, als man benötigt, alle sind parametrisch einstellbar, so dass keine Wünsche offen bleiben. Im Zeitmenü gibt es die übliche Verzögerung in 0,02 s bzw. 7-mm-Schritten, wobei sich die Kanäle gruppieren lassen, so dass man mehrere gleichzeitig verstellen kann. Das gilt auch fürs Phasenmenü, das jedoch nur Umpolen erlaubt. Das Highlight der Software ist der umfangreiche Eingangsmixer, der die beschriebenen Aux-Quellen konfiguriert und das Routing auf die Ausgänge beinhaltet. Alle Quellen lassen sich dabei beliebig den Ausgängen zuordnen, die Verteilung geschieht übersichtlich durch die Eingabe von Prozentwerten. So lässt sich auch bei Soundpaketen ab Werk das verteilte und verbogene Signal durch Summierung und EQ ordentlich zurückgewinnen. Die Frequenzweichen und Filter funktionieren bei Mosconi modular. Der Benutzer kann aus mehreren Hoch- oder Tiefpässen größere Steilheit generieren und sich aus der Kombination von Hochpass und Tiefpass ein Bandpassfilter bauen. Nettigkeiten wie Shelf und Notch zum Absenken beliebiger Frequenzbereiche oder Einzelfrequenzen nimmt man gerne. Im Inneren der 80.6 geht es naturgemäß recht eng zu. Im Erdgeschoss ist die Sechs- Kanal-Endstufe untergebracht, wobei alle leistungstragenden Bauteile am rückwärtigen Kühlkörper untergebracht sind. Pro Kanalpaar übernimmt ein Chip die Endverstärkung, diskrete Leistungstransisoren finden sich nur in der Netzteilsektion. Vorne am Stromeingang wird mit Zenerdiode und zwei verschiedenen Kapazitäten sorgfältig gesäubert und ganz hinten vor den Lautsprechern findet ebenso eine sorgfältige Filterung statt, hier ist von der 80.6 ein genauso vorbildliches Störungsverhalten zu erwarten wie bei der 100.4. Der Acht-Kanal-Prozessor nimmt als separate Platine im Obergeschoss Platz. Er ist natürlich ganz ähnlich wie der 6to8 bestückt und arbeitet ebenso mit Atmel-Prozessor nebst Wandler von Burr-Brown und DSP von TI. Im Bereich von Digitaleingang und Bluetoothsteckplatz befindet sich der Baustein zur Anpassung der Samplingrate, der dafür sorgt, dass alles, was reinkommt (die optische Verbindung ist nur bis 96 kHz/24 Bit zertifiziert) auf die internen 48 kHz umgerechnet wird. Durch den DSP-Chip geht es zur Erhöhung der Rechengenauigkeit mit 48 Bit Breite. Durch die 48 kHz interne Datenrate bestimmen sich dann der Audiofrequenzumfang bis ca. 22 kHz sowie die Schrittweite der Laufzeitkorrektur, die bei der 80.6 DSP also im üblichen Rahmen liegen. Im Messlabor punktet die 80.6 mit sehr erwachsenen Werten. Ihre 6 x 64 Watt können sich absolut sehen lassen. Und brückbar ist sie auch noch, so dass knapp 200 Watt für einen gebrückten 4-Öhmer zusammenkommen. Die Verzerrungen liegen selbst im Vergleich zu großen Endstufen auf niedrigem Niveau, für einen Endstufenchip sind die Ergebnisse sogar hervorragend. Auch der Rauschabstand ist trotz Class-D, Chip und der Enge auf der Platine mit 82 dB sehr vorbildlich, sicher ein Verdienst des sauberen Aufbaus und der sorgfältigen Filterungen. Eine Anekdote nebenbei zur Standfestigkeit. Der Tester war schon kurz davor, das Exemplar zum Hersteller zurückzuschicken, weil Kanal 1 und 2 nur Unsinn machten und bei Weitem nicht die volle Leistung brachten und ein gequältes Zirpen aus der Endstufe kam, während Kanal 3 – 6 vorbildlich Leistung in die Lastwiderstände schoben. Nach Stilllegung von 1 und 2 zeigten 3 und 4 das gleiche eigentümliche Verhalten. Natürlich lag es an der Verkabelung, wo sich offen sichtlich Drähte verselbstständigt hatten und überhaupt nicht da Kontakt hatten, wo sie sollten. Die arme 80.6 hat also mit einem Kanalpaar übelst auf einen Quasikurzschluss gearbeitet – die anderen Kanäle haben dabei seelenruhig weitergemacht. Hinterher hat die Kleine zwar fast geglüht, aber die Endstufe funktioniert einwandfrei weiter auf allen Kanälen. Wer die 80.6 kaputtbekommen will, muss sich also wirklich Mühe geben. 

Sound


Im Hörcheck kann man die D2 nur als klangliches Highlight bezeichnen. Mit wie viel Hingabe und Drive sie die Musik wiedergibt, verdient uneingeschränkt Beifall. Geschlagene Basssaiten von Stoppok und Worthy beherrscht sie genauso wie das bei vielen Wiedergabegeräten gefürchtete Flügelhorn aus Hugh Masekelas „Hope“. Frauen- wie Männerstimmen erklingen authentisch im Hörraum. Funkelnde Hochtondetails? Kein Problem! Und plötzlich einsetzendes Schalgzeug auch nicht. Bei all den Allrounderqualitäten klingt es nie beliebig, sondern die Musik kommt mit ihrer Seele rüber. An dieser Vorstellung gibt es überhaupt nichts zu meckern.

Fazit

Mit der D2 80.6 DSP stellt Mosconi die Endstufe für alle Fälle hin. Klein und modern für den versteckten Einbau auch in ein Werkssystem, genug Kanäle für alle möglichen Anwendungen und ein DSP mit allem, was man braucht machen die 80.6 zur sprichwörtlichen Eier legenden Wollmilchsau.

Preis: um 850 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

In-Car Endstufe Multikanal

Mosconi Gladen D2 80.6 DSP

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

11/2015 - Elmar Michels

 
Bewertung 
Klang 40% :
Bassfundament 8%

Neutralität 8%

Transparenz 8%

Räumlichkeit 8%

Dynamik 8%

Labor 35% :
Leistung 20%

Rauschabstand 5%

Klirrfaktor 10%

Praxis 25% :
Ausstattung 15%

Verarb. Elektonik 5%

Verarb. Mechanik 5%

Klang 40%

Labor 35%

Praxis 25%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Audio System Europe, Walddorfhäslach 
Hotline 07127 810282-0 
Internet www.gladen.de 
Technische Daten
Kanäle
Leistung 4 Ohm (x6) 64 
Leistung 2 Ohm (x6) 98 
Leistung 1 Ohm (x6) 0 
Brückenleistung 4 Ohm (x3) 196 
Brückenleistung 2 Ohm (x3) 0 
Empfindlichkeit max. mV 290 
Empfindlichkeit min. V 8.4 
THD+N (<22 kHz) 5 W 0,03 
THD+N (<22 kHz) Halblast 0,048 
Rauschabstand dB(A) 82 
Dämpfungsfaktor 20 Hz 44 
Dämpfungsfaktor 80 Hz 43 
Dämpfungsfaktor 400 Hz 39 
Dämpfungsfaktor 1 k Hz 38 
Dämpfungsfaktor 8 kHz
Dämpfungsfaktor 16 kHz
Ausstattung
Tiefpass 10 - 20k Hz 
Hochpass 10 - 20k Hz 
Bandpass 10 - 20k Hz 
Bassanhebung -12 - 12 dB/10 - 20k Hz 
Subsonicfilter via HP 
Phasesshift 0, 180!/LZK via DSP 
High-Level-Eingänge Ja 
Einschaltautom. (Autosense) Ja 
Cinchausgänge • , prozessiert Abmessungen 
Abmess. (L x B x H in mm) 200/120/41 
Sonstiges DSP, Triggerung externer Quellen, Bluetooth-Steuerung, Modulschacht, fernbedienbar etc. 
Klasse Absolute Spitzenklasse 
Preis/Leistung hervorragend 
Car&Hifi „Sechs Kanäle und DSP kompakt und zeitgemäß umgesetzt – perfekt!“ 
Eingänge · 6 x RCA (Cinch), umschaltbar Hi/Lo mit Autosense (BTL, Audio) / · Kanal 5, 6 als Aux für Navi/Telefon schaltbar / · 2 digitale Eingänge, 1 x optisch, 1 x per Bluetooth 
Ausgänge · 2 x RCA, prozessiert / · 6-Kanal-Lautsprecher (Systemstecker) / · 1 x digital optisch 
Equalizer · vollparametrische Bänder, auch grafisch nutzbar, Q: 0,5 - 40 / · Kanäle 1, 2 30 Bänder / · Kanäle 3, 4 25 Bänder / · Kanal 5 – 8 je 9 Bänder, umschaltbar für Bass, Mittelton, Hochton 
Filter · 5 pro Kanal (Kanäle 5 - 8: 4 Stck.), frei konfigurierbar / · Hochpass, Tiefpass, Shelf, Notch / · Flankensteilheit 6 - 60 dB/Okt., variable Q / · Laufzeitkorrektur 0,02 – 15 ms (0,7 – 514,5 cm) / · Phasenumkehr 0, 180° / · Pegelanpassung Ausgänge 0,5-dB-Schritte, Mutefunktion 
Zusatzausstattung · Display-Bedienteil RCD Lautstärke, Subwooferpegel, Balance, Fader, Presets, Mute / · Bedienteil RC Mini Lautstärke, Subwooferpegel, Presets, Mute · MOS_BT 3.0 Bluetooth-Modul zur Steuerung wie RCD (mit Android-App) / · MOS_BTS Bluetooth-Modul für drahtloses Audiostreaming in HiFi-Qualität 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 12.11.2015, 15:00 Uhr
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Topthema: Micro-Endstufe mit vier Kanälen
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Audio System X-100.4 MD

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