Kategorie: In-Car Subwoofer Chassis

Serientest: Kicker L7T82, Kicker L7T102


Kicker L7T82 + L7T102 – flache L7-Serie von Kicker

Car-Hifi Subwoofer Chassis Kicker L7T82, Kicker L7T102 im Test , Bild 1
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Die quadratischen Woofer des amerikanischen Herstellers Kicker sind Legende. Jetzt kommt die gute Nachricht für Platzsparer in Form der L7T-Woofer zu uns.  

Klar denkt man bei Kicker sofort an die Solobaric- und L7-Woofer mit der charakteristischen quadratischen Membran. Die haben die Amis erfunden und mittlerweile in unzähligen Versionen zur Perfektion getrieben. Dabei stand L7 immer für „Full-Size-Bass“, wie die Amis ihn mögen. Ans Platzsparen oder an Kompaktsubwoofer dachte da niemand. Doch heutzutage hat es sich bis Stillwater, Oklahoma herumgesprochen, dass weltweit ein erhöhter Bedarf für Subwoofer besteht, die nicht ungehörig viel Platz wegnehmen. Natürlich gab es im Kicker-Programm bereits flache Woofer der CompRT-Serie, doch ans Flaggschiff L7 hatten sich die Jungs bisher nicht herangetraut. Denn eins war klar: Bringt Kicker einen L7, dann muss auch die Performance stimmen.

Car-Hifi Subwoofer Chassis Kicker L7T82, Kicker L7T102 im Test , Bild 2Car-Hifi Subwoofer Chassis Kicker L7T82, Kicker L7T102 im Test , Bild 3Car-Hifi Subwoofer Chassis Kicker L7T82, Kicker L7T102 im Test , Bild 4Car-Hifi Subwoofer Chassis Kicker L7T82, Kicker L7T102 im Test , Bild 5Car-Hifi Subwoofer Chassis Kicker L7T82, Kicker L7T102 im Test , Bild 6
Doch nun sind die Entwickler offenbar zufrieden mit dem Ergebnis und wir kommen in den Genuss der L7T-Subwoofer, bei denen nur die Bauform „thin“, also dünn sein soll. Es gibt sie mit Doppelspulen zu 2 x 2 und 2 x 4 Ohm, sodass für jeden Verstärker der richtige L7T erhältlich ist. Die Größen fangen beim zierlichen Achtzöller an, und auch 10"- und 12"-L7Ts hält der Kicker-Händler bereit. Einen 15er gibt es völlig zu Recht nicht, denn der Gehäusebedarf der extragroßen 38-cm-Membran führte das Platzsparargument ad absurdum. Der Zwölfer jedoch läuft in weniger als 20 Litern, sodass er sich entsprechend unauffällig integrieren lässt. Bei uns im Test treten die beiden kleinen Brüder L7T82 und L7T104 an, wobei die Konstruktionsweise natürlich bei allen Woofern gleich ist. Und diese Konstruktion ist ganz schön ausgebufft. Zwar verbergen sich unter den Kunststoffkappen ganz konventionelle Ferritantriebe und auch die charakteristische Quadratmembran ist von Natur aus fl ach, doch zeigen die L7T-Woofer, dass die Kicker-Entwicklungsabteilung eine Menge Gehirnschmalz in die Serie gesteckt hat. Das Grundproblem bei Flachwoofern ist immer das gleiche: Woher nehme ich Hub, wenn ich keinen Platz habe? Denn die Membran bzw. die gesamte Schwingeinheit aus Membran, Spulenträger und Zentrierspinne braucht einfach Platz zum Hin- und Herschwingen, sonst gibt es keinen Bass. Um diesen Hubmangel zu verhindern, ist die L7TSchwingeinheit dann auch anders konstruiert als bei einem normalen Woofer. Statt eines konischen Übergangsstücks von der Membran zum Spulenträger (das dick auftragen würde) gibt es hier einen aufwendigen Kunststoffzylinder, der so groß ist, dass er den Antrieb aus Spulenträger und Polplatten umfasst. So kann er sich ungehindert außen am Antrieb vorbeibewegen ohne das sonst unvermeidliche Anschlagen bei großer Auslenkung. Das ist clever gemacht und ermöglicht den L7TWoofern einen außergewöhnlich langen Hub, um richtig Bass zu machen.     


Messungen und Sound


Eine flache Bauweise ist natürlich nur die halbe Miete zum platzsparenden Gehäuse. Auch die elektroakustischen Parameter der Woofer sollten so ausgelegt sein, dass nur wenig Gehäusevolumen benötigt wird. Dazu sollte ein Woofer eine niedrige Resonanzfrequenz und ein kleines Äquivalentvolumen haben. An der Güte zu schrauben, erfordert viel Magnetmaterial und kostet wieder Platz, sodass sich die Kicker mit Güten um 0,6 zufriedengeben. Der kleine L7T8 hat dazu eine ordentlich niedrige Resonanz von 41 Hz und schlanke 13 Liter Äquivalentvolumen, beim größeren L7T10 sind es schön niedrige 31 Hz, dafür aber 35 Liter Vas. Um maximal Platz zu sparen, wandern beide natürlich in geschlossene Gehäuse, wobei der Kleine nur 11 Liter braucht und der Große sich in 16 Liter zwängt. Wer ein paar Literchen mehr entbehren kann, z.B. in einer Reserveradwanne, darf gerne spendabler sein. Derart abgestimmt kommt der L7T8 auf eine Einbauresonanz von 66 Hz, während der L7T10 immerhin 55 Hz erzielt. Mit 84 und 85 dB an einem Watt liegen die Kicker wie erwartet. Im Hörcheck bestätigt sich dann, dass der kleine TL7T84 nichts für Tiefbassfanatiker ist. Untenrum spielt er zwar supersauber, aber fetten Druck im Frequenzkeller gibt‘s nicht. Das stört den Normalhörer im Alltagsbetrieb vermutlich eher wenig, dafür gibt‘s erstklassige Wiedergabe bei den restlichen Bassfrequenzen. Das kann der TL7T104 ebenfalls, doch addiert er den entscheidenden Schmackes untenrum zum Klangbild. Das ergibt einen wunderbar ausgewogenen Sound, der gleichermaßen alltagstauglich ist und Klanggourmets zufriedenstellt. Und echten Kicker-Sound gibt es auch: Der Spaß am Bass bleibt voll erhalten.      

Fazit

Das Projekt flacher L7 kann man nur als sehr gelungen bezeichnen. Die Woofer sind so clever konstruiert, dass trotz der flachen Bauweise der echte Kicker-Sound erhalten geblieben ist.

Preis: um 230 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

In-Car Subwoofer Chassis

Kicker L7T82

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

02/2020 - Elmar Michels

Preis: um 250 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

In-Car Subwoofer Chassis

Kicker L7T102

Oberklasse

4.5 von 5 Sternen

02/2020 - Elmar Michels

 
Bewertung: Kicker L7T82
Klang 50% :
Tiefgang 12.50%

Druck 12.50%

Sauberkeit 12.50%

Dynamik 12.50%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Wirkungsgrad 10%

Maximalpegel 10%

Verarbeitung 20% :
Verarbeitung 20%

Ausstattung & technische Daten: Kicker L7T82
Vertrieb Audio Design 
Hotline 07253 9465-0 
Internet www.audiodesign.de 
Technische Daten
Korbdurchmesser (in cm) 22,4 x 22,4 
Einbaudurchmesser (in cm) 18,8 x 18,8 
Einbautiefe (in cm)
Magnetdurchmesser (in cm) 14,3 
Gehäusebreite (in cm)
Gehäusehöhe (in cm)
Gehäusetiefe (in cm) Nein 
Gewicht (in kg) 3.6 
Nennimpedanz (in Ohm) 2 x 2 
Gleichstromwiderstand Rdc (in Ohm) 3.95 
Schwingspuleninduktivität Le (in mH) 2.26 
Schwingspulendurchmesser (in mm) 38 
Membranfläche (in cm²) 272 
Resonanzfrequenz fs (in Hz) 41 
mechanische Güte Qms 5.75 
elektrische Güte Qes 0.67 
Gesamtgüte Qts 0.6 
Äquivalentvolumen Vas (in l) 13.8 
Bewegte Masse Mms (in g) 112 
Rms (in Kg/s) 5.03 
Cms (in mm/N) 0.13 
B x I (in Tm) 13.08 
Schalldruck 1W, 1m (in dB) 84 
Leistungsempfehlung 200 – 600 W 
Testgehäuse g 11 l 
Reflexkanal (d x l) Nein 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
Car&Hifi Kicker-Sound in flach – klasse 
Bewertung: Kicker L7T102
Klang 50% :
Tiefgang 12.50%

Druck 12.50%

Sauberkeit 12.50%

Dynamik 12.50%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Wirkungsgrad 10%

Maximalpegel 10%

Verarbeitung 20% :
Verarbeitung 20%

Ausstattung & technische Daten: Kicker L7T102
Vertrieb Audio Design 
Hotline 07253 9465-0 
Internet www.audiodesign.de 
Technische Daten
Korbdurchmesser (in cm) 27,2 x 27,2 
Einbaudurchmesser (in cm) 23,7 x 23,7 
Einbautiefe (in cm) 9.5 
Magnetdurchmesser (in cm) 15,7 
Gehäusebreite (in cm)
Gehäusehöhe (in cm)
Gehäusetiefe (in cm) Nein 
Gewicht (in kg) 6.3 
Nennimpedanz (in Ohm) 2 x 2 
Gleichstromwiderstand Rdc (in Ohm) 4.11 
Schwingspuleninduktivität Le (in mH) 2.86 
Schwingspulendurchmesser (in mm) 50 
Membranfläche (in cm²) 433 
Resonanzfrequenz fs (in Hz) 31 
mechanische Güte Qms 6.89 
elektrische Güte Qes 0.64 
Gesamtgüte Qts 0.58 
Äquivalentvolumen Vas (in l) 34.7 
Bewegte Masse Mms (in g) 202 
Rms (in Kg/s) 5.67 
Cms (in mm/N) 0.13 
B x I (in Tm) 15.9 
Schalldruck 1W, 1m (in dB) 85 
Leistungsempfehlung 200 – 600 W 
Testgehäuse g 16 l 
Reflexkanal (d x l) Nein 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
Car&Hifi Kicker-Sound in flach – klasse 
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Autor Elmar Michels
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Datum 27.02.2020, 10:03 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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