Seit meinem ersten externen D/A-Wandler (ein günstiges Gerät von Musical Fidelity) bin ich angefixt. Egal, ob man einem alten CD-Spieler klanglich auf die Sprünge helfen möchte oder ob man einfach etwas mehr Klang sucht: Ein DAC kann Wunder wirken.
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„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenEinzeltest: RAAL Requisite SR1a
Bändchen-Over-Ear-Kopfhörer RAAL Requisite SR1a
Während für viele Kenner elektrostatische Kopfhörer als Königsdisziplin des Kopfhörerbaus gelten, tun sich einige Menschen mit Elektrostaten schwer. Die Vorteile dieses Prinzips versuchen sie mit anderen Technologien zu erreichen. Wie RAAL beim Requisite SR1a.
Die Sache mit Elektrostaten ist, dass man rechts und links der Ohren Spannungen von mehreren Hundert Volt anliegen hat. Zwar ist die reine Spannung ungefährlich, doch manchem macht das trotzdem kein gutes Gefühl. Die einzigen Treiber, die die Vorteile von Elektrostaten bieten und ohne Polarisierungsspannung auskommen, sind sogenannte Bändchen. Dabei ist einen Streifen einer leichten und dünnen Metallfolie in einem starken Magnetfeld aufgehängt. Das „Bändchen“ dient gleichzeitig als Membran und elektrischer Leiter, durch den das Musiksignal fl ießt. Der Nachteil ist, dass der elektrische Widerstand eines Bändchentreibers so niedrig ist, dass kein üblicher HiFi-Verstärker ihn ansteuern kann.




Ausstattung
Bei den Treibern des RAAL Requisite SR1a handelt es sich um Vollbereichsbändchen. Anstelle eines Übertragers zur Anpassung des Anschlusswiderstandes setzt man bei RAAL Requisite einfach auf ein kleines Kästchen, das mit elektrischen Widerständen vollgestopft ist. Dadurch „sieht“ der Verstärker eine konstante Last von 6 Ohm. Der Vorteile dieses Konzepts sind, dass man den RAAL Requisite SR1a an die Lautsprecherausgänge eines normalen, kräftigen HiFi-Verstärkers anschließen kann und dass die bei Übertragern übliche Einschränkung des Übertragungsbereichs entfällt. Nachteile sind, dass ein Großteil der Verstärkerleistung von den Widerständen in Wärme umgewandelt wird und dass die Sache nur völlig ohne klangliche Einbußen klappen würde, wenn es sich um ideale ohmsche Widerstände handeln würde. Okay, ob Widerstände oder Übertrager – Kompromisse muss man bei beiden Techniken eingehen.
Passform
Der SR1a lehnt sich mit seinen fast frei vor den Ohren schwebenden Treibern an Konzepte wie das des legendären AKG K1000 oder seines inoffiziellen Nachfolgers MySphere 3 an. Es handelt sich um ein Kleinserien- Produkt, das ursprünglich fürs Monitoring im Studio konzipiert wurde. Die Länge des Kopfbandes wird ähnlich wie bei manchen Gürteln eingestellt. Die Polster für die Schläfen und den Bereich vor den Ohren zeigen das Polstermaterial unter dem Bezug. Die Flügel, die nach hinten den akustischen Kurzschluss verzögern, sind aus Kohlefaser, die Metallteile aus (teilweise etwas scharfem) Federstahl. Ein zusätzliches Lederband hält den Kopfhörer bei Bedarf an seiner Position. Aufgesetzt wird der SR1a so, dass die Polster am Kopf anliegen, der Winkel der Treiber wird so eingestellt, dass sie gerade keinen Kontakt mit den Ohren haben. Ich scheue mich, das Ganze als Passform zu bezeichnen, doch die Konstruktion hält die Treiber bequem an den richtigen Stellen vor den Ohren.
Klang
Jetzt wird es spannend! Klingt die exotische Konstruktion? Und wie – und zwar so verdammt gut, dass sie es locker mit den besten Elektrostaten, Magnetosaten und dynamischen Kopfhörern aufnimmt. Die erste Frage, die im Zusammenhang mit einem solchen Konzept aufkommt ist: Kann das Bass? Ja, das kann, und zwar in einer Qualität und Quantität, die jede weitere Frage erübrigt. Darüber hinaus klingt der SR1a extrem ausgewogen, bietet eine irre Dynamik und eine grenzenlos anmutende Auflösung. Der Höreindruck über diesen Kopfhörer ist einmalig. Das klingt kaum noch nach Kopfhörer. Ich würde es eher als Ultra-Nahfeld-Monitoring beschreiben. Einerseits weit und entspannt, andererseits konzentriert und fokussiert. Es gibt weder Artefakte durch Raumeinflüsse noch durch Kopfhörer-Gehäuse.
Fazit
Der RAAL Requisite SR1a ist sicher kein Produkt für jeden. In vielen Aspekten entzieht er sich den üblichen Kopfhörergewohnheiten und -kriterien. Lässt man sich auf das Konzept ein, wird man mit einem einzigartigen, begeisternden Klangerlebnis belohnt.Kategorie: Kopfhörer Hifi
Produkt: RAAL Requisite SR1a
Preis: um 3900 Euro

Referenzklasse
RAAL Requisite SR1a
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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Klang | 50% | |
| Passform | 20% | |
| Ausstattung | 20% | |
| Design | 10% |
| Vertrieb | Headphonecompany, Heidelberg |
| Internet | www.headphonecompany.com |
| Typ | Over-Ear |
| Anschluss | Lautsprecherklemmen/ Spezialstecker |
| Frequenzumfang | k.A. |
| Impedanz | 6 Ohm |
| Wirkungsgrad | k.A. |
| Bauart | offen, Bändchen |
| Kabel | 2 m, austauschbar |
| Gewicht | 425 g |
| geeignet für: | High End |
| Ausstattung: | 2-m-Kabel, Widerstands-Anpassung, Koffer |
| Klasse | Referenzklasse |
| Preis/Leistung | gut |




