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Kategorie: Kopfhörer Hifi

Einzeltest: Abyss AB-1266


Highest End

Kopfhörer Hifi Abyss AB-1266 im Test, Bild 1
9900

Dass die da auf der anderen Seite des großen Teiches alles größer, besser, vor allem aber teurer machen müssen, ist uns in Europa hinreichend bekannt. Gerade deshalb ist es ja so reizvoll, mal auf den amerikanischen Markt zu schielen und zu sehen, was es da so gibt.

Deutsche, österreichische und japanische Kopfhörerhersteller steuern so langsam auf eine obere Preisgrenze von 2.000 Euro für ihre Spitzenmodelle zu. Das mutet den einen oder anderen Kopfhörer-Fan schon ziemlich heftig an. Um das zu relativieren, haben wir den Abyss AB-1266 in die Redaktion geladen, für den der deutsche Importeur, das HiFi Studio in Falkensee bei Berlin, freundliche 6.000 Euro aufruft. Ja, sie haben richtig gelesen. Dass wir diesen Über-Kopfhörer überhaupt zum Test eingeladen haben, ist einfach der Neugierde geschuldet, mal sehen bzw. hören zu wollen, was denn in Sachen Kopfhörer überhaupt noch geht. Insofern halten Sie uns bitte nicht für verrückt oder abgehoben, sondern freuen sich mit uns auf eine neue Erfahrung. Hinter Abyss steckt die US-amerikanische Firma JPS Labs mit ihrem Mastermind Joe Subinski. Bereits 1990 brachte die Firma JPS Labs mit den „Golden Flutes“, speziellen Filtern, die die Basswiedergabe von Lautsprechern erweiterten, ihr erstes HiFi-Produkt auf den Markt. Da die Golden Flutes, die für jedes Lautsprechermodell speziell abgestimmt angeboten wurden, in den Signalweg eingeschleift werden mussten, benötigten die Kunden zusätzliche Verbindungskabel, was Joe Subinski auf das Thema Kabel brachte. Audiophile Kabel sind heute das Haupt-Tätigkeitsfeld von JPS Labs  

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Ausstattung


Für das aufgerufene Geld bekommt man bei Abyss reichlich was geboten. Packt man den Karton aus, fühlt man sich fast wie vom Weihachsmann beschenkt.

Kopfhörer Hifi Abyss AB-1266 im Test, Bild 2Kopfhörer Hifi Abyss AB-1266 im Test, Bild 3Kopfhörer Hifi Abyss AB-1266 im Test, Bild 4Kopfhörer Hifi Abyss AB-1266 im Test, Bild 5Kopfhörer Hifi Abyss AB-1266 im Test, Bild 6
Im weißen Umkarton befinden sich ein Kopfhörerständer und ein ein Meter langes Signalkabel aus der Superconductor-V-Serie von JPS, für das auf dem amerikanischen Markt allein schon 1.000 Dollar aufgerufen werden. Dazu zwei 2,5 Meter lange Anschlusskabel für den Kopfhörer. Zwei, weil es sich nicht um ein Stereo-Kabel, sondern um zwei einzelne Kabel für den rechten und den linken Kanal handelt. Sie werden natürlich speziell von JPS Labs für Abyss gefertigt. Die Kabel sind an einem Ende mit einem Mini-XLR-Stecker zum Anschluss an den Kopfhörer ausgestattet, auf der anderen Seite sind große XLR-Stecker montiert. Zum Anschluss an übliche Kopfhörerverstärker liegen Adapter auf einen 6,3-mm-Klinkenstecker sowie ein 4-Pol-XLR-Stecker für Kopfhörerverstärker mit symmetrischem Ausgang bei. In einer Holzkiste befindet sich dann eine sehr edle Ledertasche, in der letztendlich der Kopfhörer steckt. Ok, auf Show haben sich die Amerikaner ja schon immer verstanden. Der Kopfhörer selber arbeitet nach dem magnetostatischen Prinzip und ist als offenes System konstruiert. Er weist eine extrem leichte Membran auf. Die spezielle Konstruktion der Treiber kommt ohne rückseitige Magnetstrukturen aus, so dass hier unerwünschte Schallreflexionen vermieden werden. Das ohrseitige Frontgitter besteht aus Stahl und verfügt über eine spezielle Resonanzkontrolle. Die Konstruktion des Kopfhörers besteht aus schwarz anodisiertem Aluminium und dürfe dank ihres martialisch-kantigen Designs durchaus für Diskussionen sorgen. Elegant geht anders. Doch der Abyss ist ein Statement und deshalb darf er so aussehen. 

Aufsetzen


Die Vielfalt der mitgelieferten Kabel sorgt zunächst für Verwirrung. Schnell hat man aber alles richtig zugeordnet und den Abyss standesgemäß verkabelt. Die nächste Hürde stellt die Einstellung der Passform dar. Die mit weichem Lammleder gepolsterten Ohrpolster haften magnetisch auf den Gehäuseschalen. Sie sind asymmetrisch geformt. Je nachdem, wie die Polster auf die Schalen gesetzt werden, lässt sich ihr Sitz der Kopfform anpassen. Die Einstellung der Bügelweite ist nur beschränkt möglich. Da der Abyss aber bewusst locker sitzen und auf dem elastisch aufgehängten Kopfband über dem Kopf schweben soll, ist das nicht weiter tragisch. Ich gebe zu, der Sitz ist gewöhnungsbedürftig. Das Aussehen übrigens auch – die Reaktionen der vorbeikommenden Kollegen reichten von Besorgnis darüber, was für ein Foltergerät ich da auf dem Kopf habe bis hin zu lautem Lachen. Das Lachen verging aber jedem Kollegen sofort, sobald er den Abbyss selbst auf dem Kopf hatte. 

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Klang


Doch vorweg: Sie benötigen einen kräftigen Kopfhörerverstärker. Der Abyss verlangt reichlich Leistung, um Musik in normaler Hörlautstärke wiederzugeben. Nein, die Leistung benötigt er ausdrücklich nicht, um in Fahrt zu kommen. Selbst bei leisen Pegeln macht er klar, dass ihm in Sachen Dynamik und Auflösung so schnell keiner etwas vormacht. Es ist vielmehr das menschliche Gehör, das etwas mehr Pegel braucht um einer Musikmaschine wie dem Abyss AB-1266 gerecht zu werden. Die Hörschwelle des Menschen liegt im Bass und in den Höhen höher als im Mittelton, weswegen man beim leisen Hören vornehmlich die Mitteltöne wahrnimmt. Und das ist schade, denn auch die Enden des Audio-Frequenzspektrums gehören beim Abyss mit zum Besten, was man seinen Ohren in Sachen Kopfhörer bieten kann. Der Bass reicht unglaublich tief hinunter und klingt schlank und kontrolliert. Er drängt sich nicht ungebührlich in den Vordergrund, im Gegenteil: Bisweilen erschrickt man förmlich, wenn sich auf einmal ein tiefer Impuls mächtig und autoritär Gehör verschafft. Bis in den Hochton agiert der Abyss kontrolliert, extrem fein auflösend und hoch dynamisch. Dabei agiert er, wie es sich für ein echtes High-End-Gerät gehört. Mit großer Souveränität bringt er alles zu Gehör, dennoch steht die Musik als Gesamtes im Vordergrund, nicht einzelne Schallereignisse. Trotz seines extremen Auflösungsvermögens seziert er nicht, sondern vermittelt. Das alles mit einer Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit, die einen komplett für die Musik einnimmt. Der Abyss AB-1266 ist schlicht ein Erlebnis.

Fazit

Das Design lassen wir mal dahingestellt. Über den Preis diskutieren wir nicht. Klanglich ist der Abyss aber ganz klar das aktuelle Maß der Dinge in Sachen Kopfhörer.

Preis: um 6000 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Abyss AB-1266

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 50%

Passform 20%

Ausstattung 20%

Design 10%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb HiFi Studio in Falkensee 
Internet www.berlin-hifi.de 
Gewicht (in g) 660 
Typ Around-Ear 
Anschluss 2 x XLR,, 
Frequenzumfang 5 – 28.000 Hz 
Impedanz (in Ohm) 46 
Wirkungsgrad (in dB) 55 
Bauart magnetostatisch, offen 
Kabellänge (in m) 2,5 m 
Kabelführung beidseitig 
geeignet für: HiFi, High End 
Ausstattung Signalkabel, Kopfhörerständer, Ledertasche, Adapter auf 6,3-mm-3-Pol- Klinkenstecker, Adapter auf 4-Pol-XLR 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung Nein 

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Ich freue mich, Ihnen ein ganz sicheres Jahreshighlight zu präsentieren. Voll im Wohnmobiltrend und frisch vom Caravan Salon erreichte und Pioneers neues Camper-Navi AVIC-Z1000DAB zum Test. Zugegeben nicht ganz billig, dafür aber voll ausgestattet mit allem, was den Urlaub im eigenen Wohnmobil vom ersten Meter an entspannt und stressfrei macht. Darüber hinaus haben wir natürlich noch über zwei Dutzend weitere Geräte im Test. Da ist alles dabei, günstige Verstärker und Lautsprecher, bezahlbares High-End, die perfekte Mini-Steuerzentrale mit 9 DSP-Kanälen und natürlich jede Menge Subwoofer. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
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Die neue "LP" ist da!
Und wie üblich haben wir einen genauen Blick auf neue Dinge geworfen, mit denen der Analogfan das Erlebnis Schallplatte zu etwas Besonderem machen kann. Wir hätten unter Anderem drei potente Phonovorstufen in verschiedenen Preisklassen im Angebot, zwei sehr besondere Lautsprecher und einen feinen, erfreulich bezahlbaren Plattenspieler aus Italien. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
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Hifi Test TV HiFi 6/2021

Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
A propos Wände: In dieser Ausgabe finden Sie eine Reportage über die Zukunft des Lautsprechers als Begleiter des täglichen Lebens, nämlich unsichtbar in der Wand eingelassen, versteckt hinter der Tapete oder sogar Putz!
Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
  • hifitest.de/shop/
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