Kategorie: Netzwerkplayer

Einzeltest: D-Link Boxee Box


Sozial engagiert

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Wenn man sich überlegt, mit welchen Mengen an multimedialen Daten wir heute wie selbstverständlich herumjonglieren können, wird einem fast schwindlig. Nicht nur das Blu-ray- Regal ist heute zum Bersten voll, auch aus dem weltweiten Netz strömen Videos und Bilder auf uns herab. Und die will man schließlich nicht nur am PC-Bildschirm genießen.

Da sich moderne heimische Festplatten in zunehmendem Maße mit Filminhalten, mittlerweile sogar in HD, füllen, braucht man kluge Lösungen, um die auf den Fernseher im Wohnzimmer zu bekommen. Jetzt kann man sich natürlich einen mächtigen Media-PC aufbauen und irgendwie versuchen, den mit der im Heimkino vorherrschenden Ästhetik zu verheiraten. Und so ein Rechner braucht Software. Bei meiner Suche nach einem Programm, das Archivierung und Abspielen besagter Inhalte ermöglicht, bin ich nach längerem Recherchieren im weltweiten Netz über Boxee gestolpert.

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Diese Mediacenter-Software tut genau das, was der geneigte Heimcineast braucht: digital gespeicherte Filme optisch ansprechend verwalten und auf Knopfdruck abspielen. Das Programm ist zudem kostenlos, weshalb ich schon vor längerer Zeit damit begann, damit zu spielen. Und dann flattert doch auf einmal eine News ins Haus, dass es jetzt eine komplette Hardwarelösung gibt, die eben auf dieser Software basiert. Die Software heißt Boxee, die passende Box dazu konsequenterweise Boxee Box. Boxee konzentriert vornehmlich darauf, Medien per Netzwerk zu streamen, eine interne Festplatte ist nicht verbaut. Genau genommen braucht man das ja auch nicht, schließlich kostet ein 1-TB-NAS heutzutage gerade mal um die 100 Euro und hat den Vorteil, dass alle darauf enthaltenen Filme und Musikstücke zentral gelagert sind und mehr als nur einem Endgerät zur Verfügung stehen. Das macht sich spätestens dann bezahlt, wenn man ein zweites Boxee fürs Schlafzimmer gekauft hat. Das Design ist im wahrsten Sinne des Wortes schräg, die Hardware sitzt in einem angesägten Würfel, die sichtbaren Seiten sind aus schwarzem Acryl, das Boxee-Logo schimmert grün hindurch. Das sieht zumindest mal anders aus, auch wenn die Box natürlich auf einem dicken AV-Receiver ein wenig wie Spielzeug aussieht. Wer das Design nicht mag, kann die Box auch hinter dem Rack oder in einer Schublade verstecken, die Funkfernbedienung nimmt auch ohne direkten Sichtkontakt die Kommunikation mit ihr auf. Für Leisehörer ist das auch nicht das Schlechteste, denn wenn man genau hinhört, vernimmt man schon ein Lüftergeräusch, auch wenn das im lauten Filmbetrieb völlig untergeht. Eine Seite ist für die Anschlüsse reserviert, die recht zweckmäßig sind. Per HDMI geht’s an Fernseher oder AV-Receiver. Digitalen Ton gibt die Box optisch heraus, alternativ bedient man sich der analogen Cinchbuchsen. Das war’s bis auf den LAN-Anschluss auch schon, und selbst den muss man nicht zwingend verwenden, denn WLAN ist bereits eingebaut, man muss also nicht einen Wireless-Dongle kaufen, um Boxee drahtlos nutzen zu können. Wer unbedingt in 1080p streamen möchte, sollte prüfen, ob sein Netzwerk auch schnell genug ist, denn für ein solches Datenvolumen braucht man schon Gigabit-LAN, aber selbst das kostet ja heute nicht mehr die Welt. Alternativ kann man die HD-Filme natürlich auch direkt von einem USB-Stick oder einer kleinen Festplatte abspielen. An die Box angeschlossenen Speichermedien werden übrigens als Netzlaufwerke erkannt und können auch übers Netzwerk bespielt werden, falls Box und Festplatte schwer zugänglich platziert wurden – Sie haben die Wahl. Formatfragen? Gibt’s nicht. Das Mediacenter verdaut so ziemlich alles, fischt Filminhalte aus ISO-Dateien, MKV-Containern, ja selbst direkt aus RAR-Archiven heraus. Ich konnte im Test jedenfalls kein Videoformat finden oder generieren, das Boxee nicht abspielen wollte. Absolut klasse! Natürlich werden mehrere Tonspuren unterstützt, harter Stoff wie Dolby True HD wird jedoch heruntergerechnet. Geht ja auch kaum anders.

Bedienung


Ich hab mich ja schon darüber ausgelassen: Die Bedienoberfläche und die Funktionalität der Box ist eine Klasse für sich. Da sich die Box als überaus talentiert beim Durchforsten des Archivs beweist, Cover und Kurzrezensionen selbstständig aus dem Netz holt und sogar TV-Sendungen nach Staffel und Episode einsortiert, ist das Auffinden des gewünschten Videos ein Kinderspiel. Die benötigten Informationen holt Boxee von der Datenbank IMDB, selbst fehlende Untertitel fischt die Software aus dem Netz und gibt dem Nutzer sogar die Möglichkeit, diese frei auf dem Bildschirm zu platzieren. Das können andere auf irgend eine Art und Weise auch, jedoch ist es noch keinem gelungen, das Archivieren und Verwalten derart intuitiv zu gestalten. Und wenn man die Festplatte leer geguckt hat ist längst nicht Schluss mit der Unterhaltung: Boxee verfolgt den Ansatz, sich als „Social-Networking-Mediacenter“ zu etablieren. Darunter ist zu verstehen, dass Boxee die Möglichkeit bietet, Freunde in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter über interessante Beiträge, Dokus oder Filme in Kenntnis zu setzen. Obendrauf gibt es noch unzählige Apps, um die Box zu erweitern. Natürlich gehört Youtube dazu, aber auch Angebote wie Vimeo, Videopodcasts und jede Menge kostenlose Multimediainhalte von einschlägigen Internetseiten wie Spiegel Online, Discovery Channel oder Earthtouch sind mit im Boot. Im App-Archiv kann man ganz bequem ein paar Stunden verbringen, ohne jemals Langeweile zu verspüren. Ich bin sicher, in nächster Zeit wird das Angebot an On-Demand-Inhalten aus deutschem Raum wie Maxxdome usw. wachsen. Derzeit lebt es sich mit Apps wie der ZDF Mediathek oder Arte+7 bereits sehr gut, langweilig wird einem auf gar keinen Fall. Und wenn erstmal ein paar mehr deutsche Apps verfügbar sind, wird die Sache vollends rund. All das steuert sich mit der Funkfernbedienung übrigens ganz vorzüglich, selbst das Eintippen der Metadaten geht angenehm flott von der Hand. Das und die Erweiterungsmöglichkeit von Boxee lässt mich zu folgendem Urteil kommen: In meinen Augen gehört Boxee Box ganz klar zu den besten Multimedia- Streaming-Clients, die es derzeit gibt.

Kategorie: Netzwerkplayer

Produkt: D-Link Boxee Box

Preis: um 230 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


4/2011
4.0 von 5 Sternen

Oberklasse
D-Link Boxee Box

Bewertung 
Wiedergabe 30%

3.5 von 5 Sternen

Praxis 30%

4 von 5 Sternen

Ausstattung 30%

3.5 von 5 Sternen

Verarbeitung 10%

4 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb D-Link, Eschborn 
Telefon 06196 77990 
Internet www.dlink.de 
Technische Daten
Anschlüsse: 2 x USB 2.0, 1 x SD (SD, SDHC, bis 32 GB) / 1 x S/PDIF Toslink / 1 x HDMI bis 1080p 
Audio-Formate: MP3, WAV, WMA, WMA Lossless, AIFF, AC3, OGG Vorbis, FLAC, Dolby Digital/Dolby True HD (downmix) 
Video-Formate/Codecs FLV (FLV/F4V/M4V), H.264 AVC (TS/AVI/MKV/MOV/M2TS/MP4), VC-1 (TS/AVI/MKV/WMV), MPEG-1 (DAT/MPG/MPEG), MPEG-2 (MPG/MPEG/VOB/TS/TP/ISO/IFO), MPEG-4 (MP4/AVI/MOV), DivX 3/4/5/6 (AVI/MKV), Xvid (AVI/MKV), WMV9 (WMV/ASF/DVR-MS) 
Ausstattung
Preis/Leistung gut - sehr gut 
+ umfangreiche Ton- und Videoformate 
+ Erweiterbarkeit durch zahlreiche Apps 
+ Funkfernbedienung mit Tastatur 
Klasse Oberklasse 
Testurteil ausgezeichnet 
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Autor Christian Rechenbach
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Datum 26.04.2011, 12:14 Uhr
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