Kategorie: Netzwerkplayer

Einzeltest: Yamaha NP-S2000


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Die S-Serie von Yamaha markierte vor ein paar Jahren deren Besinnung auf die guten alten HiFi-Tugenden. Gut und alt? Das sind eigentlich Attribute, die zu einem Netzwerkplayer wie dem NP-S2000 nicht so recht passen wollen. Und doch, das kann man vereinbaren.

Peripherie:



Netzspeicher:


HFX RipNAS Z500
HFX AssetNAS
Notebook Toshiba Satellite M30X
foobar2000
UPnP-Plugin


D/A-Wandler:


Restek MDAC+
Cambridge DacMAgic
Calyx DAC 24/192


Vollverstärker:


Primare I32


Vorstufe:


AVM V3ng


Endstufen:


AVM M3ng


Lautsprecher:


KEF XQ50
Klang + Ton Specialist


Genau genommen streamt man bei Yamaha ja schon eine ganze Weile, die AV-Receiver der Japaner verfügen jedenfalls schon seit geraumer Zeit über eine Netzwerkverbindung. Aber nun haben wir ja einen Spezialisten, der sich obendrein noch auf das Wesentliche konzentriert: Zweikanalige Musikdaten über das Netz zu streamen und in maximalmöglicher Qualität wiederzugeben.

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Selten wurde ein so modernes Gerät derart geschickt getarnt wie der S2000. Seine Optik lehnt sich an die S-Verstärker und -Player an. Mir gefällt dieses Retro-Design mit Holzwangen und gebürsteter Front sehr. Die zweite erhältliche Variante mit schwarz eloxierter Aluminiumfront und etwas dunklerem Holz habe ich nur auf Bildern gesehen – welche der beiden Varianten ich schöner finde, kann ich gar nicht so recht sagen. Die Optik dieser Serie macht deutlich, worauf sich Yamaha konzentriert: Jedweden Schnickschnack weglassen und einfach nur die Musik sprechen lassen. Und schon mit den beiden eben genannten CD-S2000 und A-S2000 bewies das japanische Unternehmen Voraussicht, brachte es doch diese zweikanaligen Produkte genau rechtzeitig zur Rennaissance der Stereo- Wiedergabe. Mit dem NP-S2000 ist das nicht anders, das Streamen von Musik ist stark im Kommen. Ich finde es einfach nur Klasse, dass dieses Thema einmal nicht als Zusatzfeature betrachtet wurde, sondern ein Gerät entwickelt wurde, das sich ausschließlich um Netzwerkmusik kümmert. Die kann entweder auf Ihrem Computer gespeichert sein oder, noch eleganter, auf einer Netzwerkfestplatte ruhen, dann müssen Sie nicht immer den Rechner einschalten, um Musik zu hören. Wenn der Computer eh ihr ständiger Begleiter ist, können Sie ihn natürlich anlassen und per Webinterface die Steuerung des S2000 übernehmen – die ist außerordentlich hübsch und übersichtlich geworden. Alternativ gibt es für Apple- Geräte wie iPhone oder iPod Touch eine sehr nette, gut funktionierende Applikation. Ob es auch ein entsprechendes Programm für das iPad oder andere (Android- oder Windows-)Tablets geben wird, kann ich nur hoffen, weiß es aber nicht. Die Bedienung mit der Infrarotfernbedienung funktioniert aber auch recht gut. Nach und nach arbeitet man sich durch Alben, Interpreten und schließlich die einzelnen Lieder, ruft Playlisten auf oder stöbert im Archiv des Internetradiodiensts „vTuner“. Sollten Sie ein günstiges NAS besitzen, das keine Transkodierung der Musik vor dem Streamen ermöglicht, brauchen Sie sich eigentlich nicht zu fürchten: Es werden eigentlich alle relevanten Musikformate unterstützt, in die man heutzutage seine Musik überführt – sofern Sie einen Windows- Rechner besitzen. Apple Lossless wird nativ nicht unterstützt, Apple-Nutzer sollten demnach entweder auf ein entsprechend hochwertiges NAS mit Transkodierungsfuntkion umsteigen oder in FLAC rippen – das geht unter diesem Betriebssystem schließlich auch. Dass es sich um ein „echtes“ HiFi- Gerät handelt, erkennt man schon, wenn man den S2000 hochhebt – ich hatte gar nicht gedacht, dass so ein flaches Gerät so schwer sein kann. Doch auch an der Bedienbarkeit des Gerätes kann man ablesen, dass nicht etwa die Computerfreaks, sondern die werte HiFi-Kundschaft angestrebt wurde. Die Inbetriebnahme des S2000 ist mit dem Verkabeln im Prinzip bereits abgeschlossen, er durchforstet das Netzwerk nach freigegebener Musik und ist quasi nach ein paar Sekunden bereit, diese wiederzugeben. Das ist genau das Richtige für die, die bisher eine CD eingelegt, auf „Play“ gedrückt und Musik gehört haben und nicht willens sind, sich tief reichende Computerkenntnisse anzueignen. Das passiert hier nicht, der S2000 ist nicht, wie so oft, ein neumodischer digitaler Fremdkörper in der Anlage, sondern ein vollwertiges, gleich zu bedienendes HiFi-Gerät. Ich muss mich bei Yamaha dafür bedanken, mich dabei zu unterstützen, das Thema Musikstreaming auch den highendig eingestellten Musikfreunden näherzubringen. Ich kann die Voreingenommenheit vieler ja verstehen, wenn sie auf einmal Musik hören sollen, die aus einem kleinen, stylischen Kästchen mit buntem Display kommt. Der NP-S2000 beinhaltet alle Tugenden eines ernsthaften, in Sachen Signalverarbeitung und Materialeinsatz teuren CD-Playern ebenbürtigen HiFi-Gerätes im Vollformat. Das akzeptiert dann hoffentlich auch die 43-Zentimeter-Fraktion. Und die darf sich dann auch über alle Tugenden freuen, die sie sonst an hochwertigen HiFi-Komponenten schätzt: Die internen Wandler (zwei leider unkenntlich gemachte BurrBrown- DACs) arbeiten symmetrisch und werden von einer aufwendigen analogen Vorstufe unterstützt. So ein komplexes Netzwerk habe ich schon lange nicht mehr in einer Vorstufe gesehen, hier wird an allen erdenklichen Stellen mit Korrekturnetzwerken stabilisert, korrigiert und linearisiert – ebenfalls vollsysmmetrisch, versteht sich. Fast alles in der Vorstufe ist übrigens mit besten Bauteilen aus ganz bestimmt exklusiven Regalen diskret aufgebaut – nur die Desymmetrierung erledigen Operationsverstärker. Wer sich das auf unseren Fotos mal genau angesehen hat, fragt gar nicht, ob es getrennte Netzteile für digitale und analoge Arbeitsbereiche gibt – natürlich gibt es die. Yamaha hat viele Kundenwünsche gehört, bevor man anfing, den S2000 zu konzipieren. Ein sehr nettes Feature ist die Unterstützung des Gapless-Play. Wie der Name sagt, bedeutet das, dass manche Alben ohne Pausen zwischen den Tracks wiedergegeben werden können. Beispielsweise bei Live- und Klassikalben ist das eine wichtige Funktion, die jedoch noch nicht sehr oft beherzigt wurde – unser Yamaha-Client erfüllt diesen Wunsch. Die vom Netzwerk empfangene Musik darf bis 96 kHz/24 Bit aufgelöst sein, was derzeit absolut ausreichend ist. Das Angebot an noch härterem Stoff ist momentan überschaubar, 96-kHz- Files findet man hingegen schon öfter, beispielsweise auf HDTracks.com oder, mit dem Erscheinen dieser Ausgabe, mit Sicherheit auch auf Highresaudio. com.

Musik


Mit einem NAS verbunden stellt sich tatsächlich, von der Optik des S2000 unterstützt, so etwas wie das gute alte HiFi-Gefühl ein, wenn man anfängt, Musik zu hören. Zunächst hörte ich meine Referenz-Playlist, die einen bunten Abriss musikalischer Tendenzen aller auf meinem NAS befindlichen Alben beinhaltet. Ich war verzückt, wie exzellent der S2000 spielt, dazu genügten mir ein paar Takte. Versuche mit externen D/A-Wandlern brachten mir die Erkenntnis, dass es nicht nötig ist, diese einzusetzen, die interne Signalverarbeitung ist so gut, dass Sie direkt auf die (vorzugsweise symmetrisch verbundene) Vorstufe gehen können – oder in einen A-S2000, der ja optisch perfekt zu diesem Netzwerkplayer passt. Den hatte ich nicht zur Verfügung, konnte mich aber totzdem von den klanglichen Fähigkeiten überzeugen. Der S2000 spielt unglaublich satt, unbestechlich, harmonisch. Die Höhen zeigen sich äußerst farbenfroh und erzeugen ein großes musikalisches Geschehen. Mit entsprechend hochaufgelöster Musik ging’s dann noch mal ein Treppenstüfchen nach oben. Was dann an Dynamik möglich ist, lässt doch immer wieder die Kinnlade runterklappen. Gut, dass man mit dem S2000 für solche Gelegenheiten gerüstet ist. Geradezu erschreckend genau gelingt ihm die räumliche Abbildung. Kennen Sie das, wenn Raumereignisse punktgenau, quasi wie mit einer Nadel festgetackert erzeugt werden? Das kann er übrigens sowohl auf der X- und Y- als auch auf der Z-Achse, erzeugt also eine realistische Illusion der Raumtiefe – so was mag ich ja. Der knorrige Bass unterstützt das und lässt mich zur Erkenntnis kommen, dass der S2000 klanglich zu den besten derzeit erhältlichen digitalen Quellgeräten gezählt werden kann – bei dem Preis ist das ein großes Lob. Und noch etwas: Sie glauben gar nicht, wie gut Internetradio klingen kann, wenn es eine ordentliche Signalverarbeitung durchläuft – mindestens 128 kbp/s Datenvolumen mal vorausgesetzt. Das kann, wenn Sie bereit sind, Ihr komplettes Archiv auf Festplatten zu archivieren, die einzige und einzig wahre Quelle Ihrer Musikanlage sein.

Fazit

Wieder mal versteckt Yamaha ein fortschrittliches HiFi-Gerät in einem Retro-Gehäuse und überzeugt den, der sich näher damit befasst, sowohl mit Durchdachtheit also auch mit Klang.

Kategorie: Netzwerkplayer

Produkt: Yamaha NP-S2000

Preis: um 1450 Euro

4/2011
Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Yamaha, Rellingen 
Telefon 04101 3030 
Internet www.yamaha.de 
Anschlüsse: 1 x Ethernet 
Ausgänge: 1 x S/PDIF RCA (bis 96 kHz, 24 Bit) 
checksum „Wieder mal versteckt Yamaha ein fortschrittliches HiFi-Gerät in einem Retro-Gehäuse und überzeugt den, der sich näher damit befasst, sowohl mit Durchdachtheit also auch mit Klang.“ 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 12.04.2011, 12:51 Uhr
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  • www.hausgeraete-test.de
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