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Hans Theessink Band – Bridges
Ein Holländer, der in Wien lebt und den Blues im Blut hat – das gibt’s auch nicht so oft. Genau das ist Hans Theessink, aber wenn man dem Mann so zuhört, dann möchte man seinen Ursprung durchaus weiter in Richtung Mississipi-Delta vermuten, denn im Laufe von über 40 Jahren auf der Bühne hat er ein paar Sachen über den Blues gelernt und muss sich auch von Größen des Metiers nicht mehr viel erzählen lassen. Das vorliegende Album entstand übrigens bereits 2004, ist beileibe nicht Theessinks letzte Veröffentlichung, aber erst jetzt reifte die Entscheidung, das Ding auch auf Vinyl herauszubringen. Da der Mann dem guten Klang traditionell zugetan ist – eine dem Vernehmen nach ziemlich gute Veröffentlichung auf SACD gab’s schon – steckte man in die Vinylproduktion reichlich Mühe in Form eines komplett neuen Masterings, und das hat sich durchaus gelohnt. Die 180-Gramm-Scheibe klingt sehr aufgeräumt, lässig und stimmig. „Bridges“ ist beileibe kein reines Blues-Album, sondern beschäftigt sich neben diversen Verbeugungen vor alten Meistern aus dem Delta auch mit afrikanischer Musik. Die Chor-Einlagen aus Zimbabwe geben dem Ganzen eine ausgesprochen sympathische und gut anhörbare Note, mitunter fühlt man sich gar an Paul Simons Großtat „Graceland“ erinnert. „Circles“ kommt gar als melancholischer Popsong in bester Leonard-Cohen-Tradition daher, auch „Odyssey“ geht in diese Richtung. Alles angenehm abgeklärt, entspannt und auf durchweg hohem Niveau. Das gilt auch für die Platte selbst, die ist fertigungstechnisch erste Wahl. Viel „Zusatzausstattung“ gibt’s nicht, aber immerhin hat’s für Texte auf dem Innencover gereicht
Fazit
Abgeklärtes, ruhiges, vielschichtiges Album mit viel mehr als BluesKategorie: Schallplatte
Produkt: Hans Theessink Band – Bridges (Blue Groove)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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