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Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Empire Diamond C1


Weltpremiere

Lautsprecher Stereo Empire Diamond C1 im Test, Bild 1
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Ganz neu im Programm des Duisburger Vertriebs Empire sind die hauseigenen Lautsprecher mit dem wohlklingenden Namen Diamond, die das umfangreiche HiFi-Möbelsortiment sinnvoll ergänzen. Wir haben das kleinste Modell Diamond C1 ganz genau unter die Lupe genommen und für Sie ausführlich getestet.

Diamond C1, das C steht für Compact, ist eine aufwendig verarbeitete Zweiwege-Regalbox mit Passivmembran und auffällig geformtem Gehäuse mit Echtholzfurnier. Die Front- und Rückwand des Lautsprechers ist nach hinten geneigt – um die Schallabstrahlung zu optimieren, verjüngt sich die Boxenfront trapezförmig nach oben hin. Auf ihr sitzen oberflächenbündig eine beschichtete 25-mm-Gewebekalotte und ein 130-mm-Tiefmitteltöner mit weißlich schimmernder Polypropylenmembran und aufgesetztem schwarzen Phase-Plug. Die Rückwand wird in der oberen Hälfte von einer 175-mm-Papier-Passivmembran dominiert, die fast die gesamte Breite des Gehäuses einnimmt und ebenfalls bündig mit der Oberfläche abschließt. Darunter sitzt ein feines Biwiringterminal, das vom deutschen Empire-Vertrieb mit sehr ordentlichen Supra-Kabeln anstelle dünner Blechbrücken bestückt wird. Im Inneren des Diamond-C1-Regallautsprechers findet sich eine recht aufwendig bestückte Frequenzweiche, die den beiden Treibern ihre jeweils optimalen Arbeitsbereiche zuweist. Eine Lage Dämmwolle entlang der Innenwände komplettiert die Ausstattung. Wer sein Pärchen Lautsprecher lieber in schwarzem Hochglanzlack haben möchte, kann diese gegen Aufpreis von 50 Euro pro Stück von Empire beziehen. Auf Kundenwunsch werden die Gehäuse auch in jedem beliebigen RAL-Farbton gefertigt – dies zieht jedoch Wartezeiten von etwa zwei bis drei Wochen nach sich und verteuert den Lautsprecher auf 399 Euro pro Exemplar.

Lautsprecher Stereo Empire Diamond C1 im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Empire Diamond C1 im Test, Bild 3
Die Regalboxen können optimal mit den uns zur Verfügung gestellten Standfüßen S1 kombiniert werden, die zum Preis von 149 Euro einzeln erhältlich sind.

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Klang

Die Standfüße nutzen wir für unseren Test und drehen die Lautsprecher nur minimal zum Hörplatz ein. Nach der Einspielprozedur füttern wir den CD-Spieler mit unserem bewährten Testmaterial und starten mit stimmenbetonter und von akustischen Instrumenten geprägter Musik. Empires Kompaktboxen C1 machen nichts falsch – am auffälligsten ist ihre Unauffälligkeit. Sie dichten der Musik nichts hinzu, belassen den Sängern und Instrumenten ihren natürlichen Charakter. Die Klangwiedergabe ist ausgesprochen neutral und ehrlich, absolut langzeittauglich im besten Sinne. Auf den Ständern fernab aller Wände ist der Grundtonbereich recht schwach ausgeprägt, so dass es sich je nach Raumgröße und persönlichem Geschmack empfiehlt, mit der Aufstellung zu experimentieren. Mehr Bass- und Grundtonvolumen bringt die Platzierung des Lautsprechers direkt vor einer Wand – hier punktet die Abstimmung per Passivmembran gegenüber dem Einsatz eines Bassreflexkanals, da der Wandabstand deutlich geringer ausfallen kann. Durch die Wandnähe klingen die kleinen Kompaktboxen deutlich voluminöser, ohne jedoch an Präzision zu verlieren. Während der Hörsession fällt uns der weit aufgespannte Raum besonders positiv auf. Sehr genau lassen sich darin Stimmen und Instrumente orten. Ein wenig mehr räumliche Tiefe würde den Klang der Diamond C1 jedoch noch besser abrunden. Bei Pop- und Rockstücken fehlt es den kleinen Lautsprechern etwas an Lebendigkeit und Spritzigkeit, auch hier bleiben die Speaker betont neutral. Den Bass übertragen sie recht knackig und präzise, für Boxen dieser Größe spielen sie erstaunlich tief hinab.

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Labor

Die Einsteigerbox von Empire zeigt sich im Messlabor erstaunlich souverän. Über alles betrachtet, zeigt sich der Frequenzgang als leicht ansteigend, mit einem Hochtonbereich, der bis über unsere Messgrenze hinaus aufspielt. Am entgegengesetzten Ende beweist der kleine 130-mm-Tiefmitteltöner seine Bassqualitäten und präsentiert sich dank Passivmembran schon ab etwa 60 Hertz bei bester Laune. Das Abstrahlverhalten des Lautsprechers ist ausgesprochen gut. Unter einem Winkel von 15 Grad gemessen ist das Ergebnis am besten, so dass es sich empfiehlt den Lautsprecher nur minimal zum Hörplatz auszurichten. Auch bei den Klirrfaktor-Messungen und dem Ausschwingverhalten zeigen sich die Diamond C1 in bester Laune. Aus Platzgründen verzichten wir jedoch auf die Abbildung dieser Diagramme.

Fazit

Mit 299 Euro ist die Diamond C1 der günstigste Lautsprecher im Portfolio des deutschen Empire-Vertriebs. Dafür erhält der Käufer einen gut klingenden Lautsprecher, der durch sein extravagantes Gehäuse die Blicke auf sich zieht und weit mehr hermacht, als es der Preis vermuten lässt. Die Premiere dieses neuen Lautsprecherprodukts ist also bestens geglückt – Glückwunsch!

Preis: um 600 Euro

Empire Diamond C1

Oberklasse


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Autor Jochen Schmitt
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