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Kategorie: Naviceiver

Vergleichstest: Pioneer AVIC-F10BT


Pioneer AVIC-F10BT

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Endlich ist es da, das Topmodell von Pioneer. Wir verraten ja eigentlich nie gern im Voraus, wie gut oder schlecht wir etwas finden, in diesem Fall geht es aber nicht anders: Das F10 ist unglaublich gut.

Es zeigt bereits optisch eindrucksvoll, dass es sich um ein Gerät höchster Güte handelt. Das geht schon beim Screen los, der mit seiner hohen Auflösung von echten 854 × 480 Pixel alle icons und Bedienelemente so richtig knackig und scharf aussehen lässt. Der schwarze Hintergrund sorgt sowohl für Noblesse als auch dafür, dass das Display bei Nachtfahrten nicht den ganzen Innenraum erstrahlen lässt. Nach dem Einschalten findet man zunächst drei schön große Icons vor, die die wichtigsten Funktionen Navigation, Telefonie per Bluetooth und Wahl der AV-Quellen verbergen. Drückt man die Home-Taste, verschwinden diese drei Icons sanft im Hintergrund und das frei konfigurierbare Shortcut-Menü wird frei. Man kann ingesamt 15 Felder per Drag&Drop mit häufig genutzten Anwendungen belegen. Allein schon die Art, wie das realisiert ist verdient einen Sonderpunkt. Uns hat es sogar richtig Spaß gemacht, die kleinen Piktogramme einfach anzufassen und an die gewünschte Stelle zu schieben. Spielkinder wie wir freuen sich natürlich auch über die mitgelieferte Software, mit der man nicht nur Reiseziele planen und Adressen verwalten, sondern auch den Startbildschirm seinen Wünschen anpassen kann. Bluetooth ist selbstverständlich an Bord und zwar im denkbar umfassendsten Umfang.

Telefonbuchimport, verrpasste Anrufe, gewählte Rufnummern, alles ist verfügbar, wenn das Mobiltelefon mitspielt. Zum ersten Mal haben wir erlebt, dass selbst ein iPhone voll kompatibel ist, sogar Akku- Status und Signalsträke werden auf dem Display des F10 angezeigt. Das bereits erwähnte WVGADisplay macht auch das Filmegucken zu einem Vergnügen. Die höhere Auflösung ermöglicht ein recht intelligentes Deinterlacing- Verfahren, was auch kleine Texte sehr gut lesbar darstellt. Früher wurde ja ganz einfach jede zweite Zeile rausgeworfen, was oft zu Klötzchenbildung führte. Der Sound steht dem in nichts nach. Es macht sich halt bezahlt, wenn man einem Audiogerät ordentliche Vorverstärker mit ein wenig Dampf auf den Buchsen spendiert. Das Pioneer drängt sich nicht auf, spielt so neutral und detailliert, dass man es als gute Basis für die restliche Anlage bezeichnen kann. Maßnahmen zum späteren Klangtuning bietet es natürlich auch, der Sieben-Band-Grafikequalizer und verschiedene Raumklangmodi sind nützliche Werkzeuge zur Anpassung des Klangs an die Gegebenheiten im Auto. Eine Frequenzweiche, die die Hauptlautsprecher vom Subwoofer trennt, ist da fast schon selbstverständlich. Damit auch alle Passagiere etwas davon haben, ist das F10 Dual-Zone-fähig.

Das Umschalten verschiedener Quellen auf die hinteren Bildschirme geht intuitiv und locker von Hand, ohne sich erst durch lange Menüs kämpfen zu müssen, wenn die Kinder auf den Rücksitzen lauthals nach Unterhaltung verlangen. Noch ein Problem weniger.

Navigation

Wie es sich bei einem Topmodell gehört, packt Pioneer in seine hauseigene Navigation alles rein, was Kartenanbieter und Technik heute hergeben. Vorinstalliert ist das detaillierte Tele-Atlas-Kartenmaterial von 35 europäischen Ländern. Hinzu kommen neun Länder, deren Hauptstraßen erfasst sind. Satte sechs Millionen Sonderziele und 3-D-Stadtpläne der wichtigsten 132 europäischen Metropolen stehen ebenso in der Datenbank. Deren fotorealistische Gebäudedarstellung hilft, sich in Großstädten einfacher und schneller zurechtzufinden. In bergigen Regionen erleichtert die topografische Darstellung die Orientierung. Nicht nur grafisch, auch akustisch weiß das F10 zu überzeugen. Dank Text-To-Speech wird die einzuschlagende Richtung explizit mit Straßennamen und Autobahnnummern angesagt. Umgekehrt hört das Navi aufs Wort. Besonders praktisch: Bei der Zieleingabe kann die Adresse in einem Satz komplett gesprochen werden. Natürlich kann das Ziel auch über den Touchscreen eingetippt werden, dabei kann auch mit dem Straßennamen begonnen werden. Nach Eingabe lassen sich bis zu sechs Alternativrouten per Knopfdruck abrufen. Genial ist die mitgelieferte Software „NavGate Feeds“. Hierüber können z.B. neue Ziele oder GeoRSSFeeds verwaltet, das F10 grafisch individualisiert, Fahrberichtete erstellt und Adressen aus Google Maps importiert werden.

So lässt sich das F10 sogar zu einem Flottenmanagement- System ausbauen. Der Transfer zum Gerät erfolgt einfach mittels SD-Karte.

Fazit

Das F10 läutet mit großen Glocken die neue Generation von Navitainern ein. Wer dieses Gerät in seinem Schacht hat wird, da sind wir uns sicher, lange Zeit überglücklich sein. Gratulation an Pioneer, zurzeit stellt das AVIC-F10BT im Bereich Naviceiver das Maß der Dinge dar.

Preis: um 1600 Euro

Pioneer AVIC-F10BT

Spitzenklasse


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