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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 – Glenn Gould, New York Philharmonic Orchestra, Leonard Bernstein (Columbia / Impex)
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 – Glenn Gould, New York Philharmonic Orchestra, Leonard Bernstein
Gould und Beethoven? Geht nicht, sagen Sie? Geht doch: Der kanadische Ausnahmepianist hatte tatsächlich ein Leben neben Johann Sebastian Bach und den Goldberg-Variationen. Okay, wenn man will, kann man auch in Beethovens viertem Klavierkonzert den eleganten, der Welt etwas entrückten Stil Goulds heraushören. Dem kommt das Stück auch entgegen, das sogar im ganz großen Eingangssatz nicht nach der ganz großen polternden Pranke verlangt, sondern sich hintergründig entwickelt – Beethovens letzte Reminiszenz an die Strenge der Wiener Klassik im Stile eines Haydn und frühen Mozarts, bevor die Reise weitergeht, hinaus auf die stürmische See des langen Allegro-Satzes. Bei aller Tiefe der Beethovenschen Komposition bleibt hier wie in keinem der anderen Klavierkonzerte die musikalische Eleganz im Vordergrund – und wer könnte diese besser verkörpern als der „lyrische Pianist“ Gould und der sein Orchester bei aller Disziplin leichtfüßig und emotional leitende Leonard Bernstein? Höhepunkt in Sachen Ausdruck ist der langsame (und viel zu kurze) zweite Satz, während der Schlusssatz noch einmal Tempo aufnimmt und das Konzert virtuos zu einem fulminanten Ende führt. Die limitierte Neupressung von Impex Records sorgt für eine ungemein direkte und dynamische Wiedergabequalität.
Fazit
Gould ohne Bach, dafür mit Beethoven – auch das geht hervorragendKategorie: Schallplatte
Produkt: Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 – Glenn Gould, New York Philharmonic Orchestra, Leonard Bernstein (Columbia / Impex)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |



