Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Komponist: Gustav Mahler Interpret: Wiener Philkharmoniker, Zubin Mehta, Ileana Cotrubas, Christa Ludwig - Symphonie Nr. 2 „Auferstehungssymphonie“ (Decca Classics)


Komponist: Gustav Mahler Interpret: Wiener Philkharmoniker, Zubin Mehta, Ileana Cotrubas, Christa Ludwig - Symphonie Nr. 2 „Auferstehungssymphonie“

Schallplatte Komponist: Gustav Mahler Interpret: Wiener Philkharmoniker, Zubin Mehta, Ileana Cotrubas, Christa Ludwig - Symphonie Nr. 2 „Auferstehungssymphonie“ (Decca Classics) im Test, Bild 1
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Im Jahr 1975 haben sich die Wiener Philharmoniker mit Zubin Mehta am Pult im Studio eingefunden, um Gustav Mahlers zweite Symphonie aufzunehmen. Obwohl es ja eigentlich ein „Heimspiel“ für den Komponisten wäre, sah bis dahin die Aufnahmehistorie der Wiener in Sachen Mahler  nicht allzu opulent aus.  Und auch der Dirigent hat sich lange Zeit mit dem Gesamtwerk des großen Spätromatikers schwergetan – immerhin kann man ihm dafür Respekt  zollen, dass er nicht versucht hat, Werke, zu denen er selbst keinen Zugang gefunden hat, kommerziell zu verwerten.  Mahlers zweite Symphonie verkörpert auf eine bis dato noch nicht gehörte Art auf der einen Seite satte, pralle Lebensfreude, auf der anderen Seite  die Ahnung des Jenseitigen, Göttlichen.  Zum ersten Aspekt: Mehta steigt in den ersten Satz mit einem recht hohen Tempo ein und lotet die rhythmischen wie dynamischen Möglichkeiten  in der Komposition weitgehend aus.  Aber auch in der sich mehr und mehr durchsetzenden lyrischen Schönheit, die nun folgt, bleibt der Spannungsbogen erhalten – der sich wei- terentwickelt bis hin zum dramatischen Wendepunkt des Satzes, der  in Fall und Zerstörung mündet.

Schallplatte Komponist: Gustav Mahler Interpret: Wiener Philkharmoniker, Zubin Mehta, Ileana Cotrubas, Christa Ludwig - Symphonie Nr. 2 „Auferstehungssymphonie“ (Decca Classics) im Test, Bild 2
Im  sanften  und  ruhigen  Einstieg  in  den  zweiten  Satz  nimmt  Mehta  die Tempo- und Dynamikbezeichnungen des Komponisten sehr genau – das eröffnet ein weites Feld von Steigerungsmöglichkeiten im dritten, dessen „ruhige und fließende Bewegung“ wunderbar umgesetzt wird. Gänsehaut  erzeugt dann im vierten Satz der erste vokale Teil mit Christa Ludwig, deren „Urlicht“ vom Orchester wundervoll  umspielt wird.  Sage und schreibe zwei der vier Seiten des Doppelalbums nimmt der fünfte Satz ein, mit dem Mahler endgültig  die Form der klassischen Symphonie durchbricht – in vielerlei Hinsicht. Zum einen ist der Schlusssatz ein ganzes  symphonisches Werk in sich. Dann ist da natürlich die gewaltige Besetzung mit vollem Orchester, Chor und zwei  Solosängerinnen. Und schließlich arbeitet man noch mit „Tricks“, wie den hinter der Bühne und im Zuschauerraum  verteilten Bläserensembles. Das Werk arbeitet sich hoch zur triumphalen Wiederauferstehung nach dem tiefen Fall  – hier werden jedenfalls noch einmal alle Register gezogen bis hin zum Finale, das den Zuhörer gleichermaßen erschöpft wie tief zufrieden hinterlässt.  Interpretatorisch lässt diese Aufnahme wenig zu wünschen übrig – das Werk erlaubt ja durchaus eine vielfältige  Herangehensweise, so dass es hier ohnehin keinen Standard geben kann.  In Sachen Klang muss man sich eingestehen, dass bei den ganz großen Tutti der Klangkörper manchmal ein bisschen  auseinanderfällt – die Mikrofonierung ist nicht immer ganz auf den Punkt. Dennoch: Eine hervorragende Interpretation mit gut aufgelegten Mitwirkenden. 

Fazit

Keine Referenzaufnahme, aber eine der interessantesten Interpretationen von Mahlers großer zweiter Symphonie.

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1/2017
 
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