„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
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Das Thema Kabel ist nicht unumstritten. Dabei kann man es ganz pragmatisch angehen: Gute Kabel ausprobieren und fertig.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Palm Springs – The Hope that Kills You (Random Acts of Vinyl)
Palm Springs – The Hope that Kills You
Wo kommt eine Band namens „Palm Springs“ her? Richtig, natürlich aus England, genauer: aus Brighton. Die insgesamt siebenköpfige Truppe gibt’s seit 2004, hat ihr eigenes Label mit dem spannenden Namen „Random Acts of Vinyl“ und bislang zwei Alben veröffentlicht, von dem „The Hope That Kills You“ das zweite ist. Die CD erschien im Frühjahr 2010, mit dem Vinyl hat’s etwas länger gedauert. Palm Springs beschreiben ihre Welt als „akustisch, melancholisch und von Flohmarktelektronik geprägt“, und das trifft’s auch ganz gut. Das vorliegende Album ist nicht eben ein überbordendes Bekenntnis des Frohsinns, sondern ein wenig introvertiert und leise. Und so plätschern die elf Titel ein wenig lethargisch dahin, was eigentlich ein bisschen schade ist: Ein Gespür für musikalische Ästhetik haben Palm Springs ohne Zweifel, aber so richtig zünden wollen sie vermutlich gar nicht. Sänger DC Cane tut sich sichtlich schwer, sein Organ über gehobene Flüsterlautstärke hinaus zu strapazieren, da pflügen ihn die Backing Vocals regelmäßig unter. Die Instrumentierung ist ebenfalls ein wenig traurig: klagende Streicher dominieren, ansonsten gibt’s viel akustische Untermalung. Die Titel sind mal mehr, mal weniger sparsam arrangiert. Eigentlich hat das was – wenn’s doch nur wenigstens einmal ein wenig losgehen würde. „Blood And Water“ hätte Chancen dazu gehabt, ersäuft letztlich aber doch im Selbstmitleid. Zu den erfreulichen Dingen gehören die technischen Aspekte: Die Platte klingt nämlich ziemlich gut. Die Indie-Produktion, die nicht auf Rotation im Radio schielt, darf sich so etwas wie Dynamik erlauben, die Chance haben Palm Springs genutzt. Das Instrumentarium tönt authentisch, lediglich die Gesangsstimmen hätten nicht so viel Exciter gebraucht. Die Platte – ausnahmsweise mal nicht 180 Gramm schwer – ist in Ordnung und rauscht wenig.
Fazit
Schade – Palm Springs erstarren ein wenig in ihrer MelancholieKategorie: Schallplatte
Produkt: Palm Springs – The Hope that Kills You (Random Acts of Vinyl)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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