Kategorie: Lautsprecherbausätze

High-End-2.2-System


Minimalformat – Maximalklang

Lautsprecherbausätze Ari Acoustic Concerto One DW im Test, Bild 1
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Und es geht weiter mit dem Relaunch von Ari Acoustic: Nach der großen Standbox „Nabucco“ vor zwei Ausgaben widmen wir uns heute einem deutlich handlicheren Format in Form eines pfiffigen, aber nicht minder hochwertigen 2.2-Systems.

Ziel der Concerto-Baureihe war es laut Dr. Markus Beck, den exzellenten Klang der Opera-Reihe auf ein deutlich kleineres Gehäuseformat herunterzubrechen. Maximale Kompaktheit gibt es durch die Verteilung der Aufgaben auf zwei Gehäuse pro Seite – hier ein extrem kleiner Satellit und ein angesichts der Leistungsfähigkeit immer noch sehr handlicher Subwoofer, die beide gerne auch recht nahe an die Wand rücken dürfen. Das „DW“ im Namen steht dabei für „diverted Woofer“, also die Verteilung der Tieftonaufgabe auf zwei Subs, die damit eventuelle Probleme mit der Raumakustik deutlich besser abfangen können als nur einer.   

Technik


Der Subwoofertreiber kommt aus dem Hause Wavecor und hört auf den Namen SW223BD02. SW – klar, Subwoofer.

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223 – nominelle Größe, wobei hier der Kenner der Materie anhand der Größe auch feststellen kann, dass es sich um die edlere Serie mit Gusskorb und Aluminium-Membran handelt. Die recht schwere Membran, gepaart mit dem kräftigen Antrieb und der niedrigen Resonanzfrequenz erlaubt den Einsatz in sehr kleinen Gehäusen – bereits mit unter 20 Litern geschlossenem Volumina kann man elektronisch entzerrt auf ausgedehnte Tiefbassausflüge gehen. Noch weiter hinab geht’s in Bassreflexgehäusen, die auch nur zwischen 20 und 30 Litern groß sein müssen – mit dem kleinen Haken, dass sich eine sinnvolle Abstimmung nur mit Passivmembranen realisieren lassen – Reflexröhre ergeben in der Simulation unsinnige Längen. Mit einer linearen Gesamtauslenkung von über 21 Millimetern ist der Wavecor in der Lage, in nahezu jeder Situation souverän seine Tieftonfähigkeit, die bis knapp über 20 Hertz reicht, voll auszuloten. Der Frequenzgang ist für einen reinen Subwoofertreiber erstaunlich breitbandig und linear – hier machen sich die positiven Eigenschaften der steifen Membran bemerkbar, die an einer definierten Stelle erst jenseits der 2 Kilohertz zwar mächtig resoniert, mit einer entsprechenden Filterung aber durchaus effektiv gezähmt werden kann, so dass auch der Einsatz als recht breitbandig agierender Tieftöner möglich ist. In Sachen Klirr und Resonanzverhalten ist der SW223BD02 so gut wie perfekt. Der SW223BD02 ist ein Hochleistungs-Subwoofer, optimiert für kleine Gehäuse und Passiv-Radiator.   

Die „Schachbrett-Membran“ verrät sofort die Herkunft des Mitteltöners in der Satellitenbox: Er stammt aus der edlen Satori-Serie von SB Acoustics und besitzt eine gewebte Kohlefasermembran, die sich im Fachsprech „Truextent Carbonfaser- Membran“ nennt. Das Chassis trägt die Bezeichnung Satori MW13TX-4, ist zur Not auch basstauglich, hier aber befreit von der Last der tiefen Töne.   

Im Hochtonbereich kommt ein ganz edler Treiber zum Zuge: Die kleinere der beiden Kalottengrößen von Bliesma, hier mit der feinen Beryllium-Membran, die für garantiert kolbenförmiges Schwingen im ganzen Einsatzbereich sorgt. Auf Wunsch stehen bei ARI Acoustics auch die Versionen mit Aluminiumoder Gewebemembran bereit, was sich in einem entsprechend niedrigeren Gesamtpreis des Systems niederschlägt.  

Gehäuse:


Die Gehäuse sind recht dickwandig aufgebaut, was dazu führt, das durch die kompakten Abmessungen keine weiteren Versteifungen nötig sind – der Subwoofer wird durch die Kammer für das Modul zusätzlich stabilisiert. Wir haben es hier mit dem größeren der beiden Subwoofermodelle mit Passivmembran zu tun – es geht also noch kompakter! Die senkrechten Kanten der Gehäuse sind großzügig mit einem Radius von 16 Millimetern verrundet.   

Aktivmodul


Auch hier verwendet Dr. Markus Beck eines der bewährten Hypex-Module, hier das FA253, das zwei Class-D-Verstärker mit 250 Watt und einen mit 100 Watt an Bord hat.

Lautsprecherbausätze Ari Acoustic Concerto One DW im Test, Bild 3
Die Hypex-Module sind der Goldstandard für Bassbereichs, schnelles Ausschwingen hochwertige Aktivboxen geworden
Zitat „Im Grunde genommen ist bei normalem Musikkonsum auch das FA123 mit weniger Leistung ausreichend – hier muss man eben selbst entscheiden, wie stark man den Tieftonbereich entzerrt und wieviele dynamische Reserven man dann noch braucht.“ Es gibt je nach Anwendungsbereich unterschiedliche Presets in den Modulen, die per Knopfdruck oder Fernbedienung aufgerufen werden können. Eine der alternativen Abstimmungen sehen Sie in den Diagrammen, wobei es sich hier um ein Programm mit einer höheren Trennung zwischen Sub und Sat handelt, das den kleinen Mitteltöner bei höheren Pegeln von zu großem Hub entlasten soll, also ein so genannter „Partymodus“. Natürlich sind auch an die Aufstellung angepasste Abstimmungen problemlos machbar, in denen Raummoden ebenso berücksichtigt werden können wie Begrenzungsflächen.   

Messungen


Schon mit der Grundeinstellung ergibt sich einmal mehr ein sehr ausgewogener Frequenzgang. Und damit meine ich wirklich SEHR ausgewogen. Mit dem verwendeten Chassismaterial und entsprechender Filterung lässt es sich gut arbeiten, so dass die entsprechende Filterung ein hervorragendes Rundstrahlverhalten ergibt. Die leichte Senke im Grundtonbereich liegt an der Einstellung für die wandnahe Aufstellung der Satelliten – im Raum ergibt sich hier eine perfekte Gerade. Die leichte Aufweitung knapp oberhalb der Einsatzfrequenz des Hochöners könnte man noch etwas bearbeiten, aber das ist Geschmackssache. Bewundernswert ist die extreme Breitbandigkeit des Gesamtsystems und das wunderbare Rundstrahlverhalten des Hochtöners, der erst ab über 12 Kilohertz anfängt, moderat zu bündeln. Das Klirr- und Resonanzverhalten der Concerto-One ist vorzüglich.   

Hörtest


In unserem Hörraum standen die Satelliten etwas weiter von der Rückwand entfernt als vorgesehen, die beiden Subwoofer etwas nach hinten gerückt hinter den Boxenständern.

Lautsprecherbausätze Ari Acoustic Concerto One DW im Test, Bild 4
Der Satellit wird über ein vieradriges Speakonkabel versorgt
So ergab sich, vor allem für den Nicht-Eingeweihten, der beim Betreten des Hörraums nur die winzigen Zwei-Wegeriche gesehen hat, ein fast schockierend wuchtiges Klangbild – nur konnte man dieses Mal den fast schon sprichwörtlichen „versteckten Subwoofer“ auch wirklich finden. Aber im Ernst: Das System spielt bruchlos zusammen, die beiden Subs finden die richtige Mischung aus Attacke und Tiefgang und fabrizieren ein äußerst stabiles und knackiges Bassfundament, oberhalb dessen die Satelliten sehr frei aufspielen können. Klanglich äußerst neutral, schaffen die beiden kleinen Zwei-Wege- Boxen eine hervorragende Feindynamik und Räumlichkeit, die für Musik wie für Kino gleichermaßen gut geeignet ist. Und weil das Ganze bis zu extrem hohen Pegeln stabil funktioniert, muss ich auch die „Literleistung“ des Gesamtsystems noch extra lobend erwähnen.  

Zubehör pro Box


 Schrauben
 Schaumstoffdichtstreifen für Chassis und Rückwand
 Kabel
 Polklemmen
 Bondum 800
 Polyesterwatte


Lieferant: Ari Acoustics   

Holzliste


Eine detaillierte Holzstückliste erhalten Sie bei Bestellung des Bausatzes bei Ari Acoustics

Fazit

Flexible, ultrakompakte und doch kompromisslos hochwertige High-End- Lösung für alle Wohnräume.

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Kategorie: Lautsprecherbausätze

Produkt: Ari Acoustic Concerto One DW

Preis: um 3450 Euro pro Paar + Gehäuse 85 Euro

2/2024

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Ari Acoustic Concerto One DW

2/2024

Ari Acoustic Concerto One DW
HIGH-END-TIPP
Ausstattung & technische Daten 
Technische Daten
Chassishersteller : Wavecor, SB Satori, Bliesma 
Vertrieb: Ari Acoustics, Elchingen 
Internet www.ari-acoustics.de 
Konstruktion: Markus Beck 
Funktionsprinzip: Geschlossen/Reflex 
Bestückung: 1x Wavecor SW223BD02 1x Wavecor SW223PR 1x SB Satori MW13TX-4 1x Bliesma T25B 
Nennimpedanz (in Ohm): Nein 
Kennschalldruckpegel 2,83 V/1m: Nein 
B x H x T (in cm) 390 x 280 x 300 mm (Sub) 220 x 170 x 90 mm (Sat) 
Kosten pro Paar: ca. 3.450 Euro + Gehäuse 85 Euro 
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Datum 16.02.2024, 09:55 Uhr
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